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Geldwäscheprävention

Geldwäscheprävention

Das Geldwäschegesetz (GwG) nimmt bei der Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung insbesondere Güterhändler verstärkt in die Pflicht.

Wir beleuchten die Herangehensweise für eine angemessene Geldwäscheprävention.

Die Herausforderung

Auf Basis der 4. EU-Geldwäscherichtlinie ist am 26. Juni 2017 das Gesetz über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten (GwG) in Kraft getreten. Vor allem Güterhändlern stehen damit diverse Pflichten ins Haus. Obschon für Güterhändler auch Erleichterungen vorgesehen sind, wenn sie keine Bartransaktionen in Höhe von 10.000 Euro oder mehr tätigen oder entgegennehmen, werden Unternehmen nicht von einer sorgfältigen Prüfung entbunden, inwieweit sie einzelnen Aspekten des GwG unterliegen. Denn Güterhändler sind auch grundsätzlich Verpflichtete im Sinne des GwG. Zudem sind Ausnahmevorschriften zu beachten.

Ins Zentrum der Geldwäscheprävention rückt ein risikobasierter Ansatz. Verpflichtete haben ein wirksames geldwäschespezifisches Risikomanagement zu implementieren, das eine Risikoanalyse und interne Sicherungsmaßnahmen umfasst. Die Risikoanalyse ist zu dokumentieren, regelmäßig zu aktualisieren und den Aufsichtsbehörden bereitzustellen. Sie bildet das Fundament für interne Sicherungsmaßnahmen, deren Funktionsfähigkeit zu überwachen ist und die bei Bedarf zu aktualisieren sind. Gegenstand der internen Sicherungsmaßnahmen sind unter anderem Grundsätze, Verfahren und Kontrollen zum Umgang mit Risiken, zur Erfüllung von Sorgfaltspflichten gegenüber Kunden, ein internes Hinweisgebersystem, die Erfüllung von Verdachtsmeldepflichten, Schulungen und Zuverlässigkeitsprüfungen der Mitarbeiter sowie Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflichten. Die auf der Risikoanalyse basierenden Sicherungsmaßnahmen haben zudem gruppenweit einheitlich zu sein.

Umfangreich sind auch die Informationen, die die Verpflichteten künftig intern einholen und dokumentieren müssen. Hier geht es unter anderem um Art und Umfang des wirtschaftlichen Interesses der wirtschaftlich Berechtigten. Hinsichtlich derartiger Angaben wird verlangt, dass sie stets aktuell zu halten und dem neu einzuführenden Transparenzregister zu melden sind – ein beträchtlicher Aufwand.

Die Nichteinhaltung der Pflichten wird für Güterhändler drastische Sanktionen nach sich ziehen: Vorgesehen sind Geldbußen bis zu einer Million Euro oder bis zum Zweifachen des wirtschaftlichen Vorteils, der aus dem Verstoß gezogen wurde. Zudem droht die öffentliche Bekanntgabe des Verstoßes und des dafür Verantwortlichen – eine unter Umständen sehr reputations- und geschäftschädigende Strafe.

 

Unsere Leistung

Wenn es um die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung geht, unterstützen wir bei der Analyse, Einrichtung und Verbesserung interner Sicherungsmaßnahmen und Sorgfaltspflichten und helfen, Verstöße aufzudecken und aufzuarbeiten. 

 

Folgende Schwerpunkte setzen wir:

 

Grundlegende Analysen

  • Unternehmensspezifische Risiken
  • Soll-Ist-Vergleich des Risikomanagements
  • Empfehlungen zu Sorgfaltspflichten und internen Sicherungsmaßnahmen

 

Unterstützung bei Konzeption und Einrichtung von Prozessen und Maßnahmen

  • Zielbildentwicklung eines wirksamen geldwäschespezifischen Risikomanagements
  • Unterstützung bei Konzeption und Umsetzung von Risikomanagement, Group Compliance-Maßnahmen, Hinweisgebersystemen sowie Prozessen zur fristgerechten Erfüllung von Verdachtsmeldungen und Auskunftsverlangen
  • Beratung zum Speichern von Kundendaten
  • Erarbeitung eines Prozesses zur Meldung an das Transparenzregister
  • Schulungen, Arbeitshilfen und Trainings

 

Identifizierung der Geschäftspartner (Know Your Customer-Prüfung)

  • Abfrage öffentlich zugänglicher Register
  • Abgleich mit Embargo- und Terrorlisten
  • Klärung des Status als politisch exponierte Person (PEP)
  • Identifizierung und Verifizierung der wirtschaftlich Berechtigten

Hierzu nutzen wir das KPMG-eigene Software-Tool Astrus, das stets weltweit aktuelle Daten einholt und auswertet.

 

Aufdeckung und Aufklärung von Verdachtsfällen

  • Überprüfung wesentlicher Dokumente
  • Interviews und forensische Datenanalyse
  • Hintergrundrecherchen zur Identifikation problematischer Verflechtungen
  • Zahlungsstromanalysen
  • Auf Wunsch Kommunikation und Abstimmung mit relevanten Gremien, Behörden und juristischen Beratern
  • Empfehlungen für die Einrichtung eines Hinweisgebersystems

 

Bestens für Sie aufgestellt

Der KPMG-Bereich Compliance & Forensic verfügt über umfassende Erfahrung bei der Prävention, Aufdeckung, Aufklärung und Bekämpfung von Geldwäsche in Unternehmen und Behörden. Wir arbeiten interdisziplinär und stützen uns auf das globale Netzwerk von 2.500 Compliance- und Forensic-Experten. So profitieren Sie weltweit von unserem profunden Verständnis für Märkte, Branchen und Unternehmen. Sprechen Sie uns an.

 

Wir sind rund um die Uhr für Sie da: 

KPMG Forensic Notruf-Hotline: 0180 KPMG FOR* (+49 1805 764367*)

E-Mail: forsupport@kpmg.com 

 

*Telefonkosten: Festnetz 14ct/min; Mobilfunknetze 42ct/min

So kontaktieren Sie uns

 

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