Elektroautos kommen noch nicht in die Gänge

Elektroautos kommen noch nicht in die Gänge

Der Fahrzeugbestand in Luxemburg hat im Jahr 2017 mit seinen insgesamt rund 390000 zugelassenen Autos ein durchschnittliches Alter von 7,7 Jahren erreicht.

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(aa) - Der Fahrzeugbestand in Luxemburg hat im Jahr 2017 mit seinen insgesamt rund 390000 zugelassenen Autos ein durchschnittliches Alter von 7,7 Jahren erreicht. Das Großherzogtum liegt damit immer noch deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 9,7 Jahren und auch unter dem Durchschnitt in den Nachbarländern Deutschland (neun Jahre), Belgien (8,8 Jahre) und Frankreich (8,8 Jahre). Das geht aus einer Studie zum luxemburgischen Kraftfahrzeugmarkt hervor, die am Mittwoch von der Beratungsgesellschaft KPMG in Luxemburg-Kirchberg präsentiert wurde.

Mit beigetragen hat zum relativ niedrigen Durchschnittsalter aller zugelassenen Fahrzeuge in Luxemburg auch der hohe Anteil von Firmenwagen, der bei immerhin 22 Prozent liegt. Der Anteil der unter zweijährigen Autos in Luxemburg erreicht aktuell 23,1 Prozent. 27,6 Prozent sind zwei bis fünf Jahre alt, 28,6 Prozent fünf bis zehn Jahre und immerhin 20,7 Prozent sind älter als zehn Jahre alt.


Diesel rückläufig aber noch vorherrschend

Was die Antriebsart betrifft, so hat sich die Entwicklung der vergangenen Jahre weiter fortgesetzt. D. h. der Anteil der Dieselfahrzeuge auf den hiesigen Straßen hat seinen Zenit überschritten und geht weiter leicht zurück. 2017 liegt der Anteil der KPMG-Studie zufolge noch bei 64,4 Prozent. Die Benziner sind im Gegenzug weiterhin leicht im Aufwind und erreichen aktuell 34,8 Prozent. Dies geht einher mit einer stetig sinkenden Preisdifferenz zwischen Diesel und Benzin an den Zapfsäulen.

Einen nach wie vor geringen Anteil haben in Luxemburg vollelektrische und teilelektrische Fahrzeuge (Hybride). Ihr Anteil ist seit 2010 zwar von 0,18 auf 0,81 Prozent (2017) gestiegen. 0,81 Prozent entsprechen immerhin rund 3200 Fahrzeugen. 2016 lag der Anteil vollelektrischer und hybrider Autos bei 0,75 Prozent.

Offensichtlich bestehen aber gewisse Schwierigkeiten, Käufer für diese Fahrzeuge zu finden, sei es nun wegen der verfügbaren Modelle, der zu zahlenden Preise, der Reichweite oder der Zahl der Ladestationen. Allerdings soll das Netz an Ladestationen in den kommenden Jahren in Luxemburg deutlich ausgebaut werden, und die Entwicklung der Fahrzeuge schreitet ebenfalls voran, sodass die Akzeptanz in den kommenden Jahren durchaus erheblich steigen könnte.

Die Antriebsverteilung, die Stärke der gewählten Motorisierung und das Alter der Fahrzeuge bleiben nicht ohne Auswirkungen auf die Entwicklung des Kohlendioxid-Ausstoßes im Großherzogtum. Wohl gingen die Co2-Emissionen in Gramm pro Kilometer seit 2015 von knapp 170 g/km deutlich zurück, und Luxemburg erreichte 2015 auch das anvisierte EU-Ziel von 130 g/km.

Allerdings dürfte Luxemburg der KPMG-Studie zufolge Schwierigkeiten haben, 2021 mit dann voraussichtlich knapp 430 000 Autos die EU-Vorgabe von durchschnittlich 95 g/km zu erreichen – dies unter der Voraussetzung, dass die Emissionen im bisherigen Tempo gesenkt werden.

Hinzuzufügen ist, dass Luxemburg bei den CO2-Emissionen bislang schlechter abschnitt als die Nachbarn Frankreich und Belgien und auch über dem EU-Durchschnitt (im negativen Sinn) lag. Deutschland schnitt allerdings noch etwas schlechter ab als Luxemburg.

KPMG brachte am Mittwoch bei der Präsentation auch steuerliche Änderungen zur Sprache, die sich 2017 gegenüber 2016 aufgrund der Reform ergeben haben. Demnach liegt der steuerliche Vorteil eines Angestellten mit geleastem Firmenwagen (Verkaufspreis 35000 Euro, Leasingrate 700 Euro, Steuerklasse 1) im Jahr 2017 beim Diesel bei 1404 Euro pro Jahr. Beim Benziner sind es 1644 Euro pro Jahr, bei Hybridbenzinern 1872 Euro. Und bei Elektroautos 2232 Euro pro Jahr. Ob diese Förderung bestimmter Antriebsarten im Verbund mit der sonstigen Entwicklung ausreicht, bei Firmenwagen einen Umbruch – weg vom Diesel und hin zu mehr Elektroautos – zu bewirken, bleibt abzuwarten.

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