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Wirtschaft und Menschenrechte

Wirtschaft und Menschenrechte

Das Bewusstsein für die Achtung und Umsetzung der Menschenrechte im wirtschaftlichen Umfeld ist in den letzten Jahren massiv gewachsen. KPMG unterstützt Sie dabei, die komplexen regulatorischen Vorgaben zu erfüllen und dabei eine Human Rights Due Diligence als Chance wahrzunehmen.

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Die Herausforderung

Unternehmen haben weltweit nur eine Reputation, die für einen guten Namen stehen soll. Um die nicht zu verlieren, muss ihr unter­nehmerisches Verhalten in ihrem Einflussbereich global akzeptier­ten Normen entsprechen. Hinzu kommt, dass Unternehmen, wenn sie weltweit auf den unter­schiedlichsten nationalen Märkten erfolgreich sein wollen, lokale Kulturen verstehen und ihr Han­deln mit Blick auf international anerkannte Menschenrechtsinst­rumente in Einklang bringen müs­sen – ein Spannungsfeld, das durch eine reine legal compliance nicht zu managen ist.

Den internationalen Referenz­rahmen für Wirtschaft und Men­schenrechte stecken dabei die Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte der Verein­ten Nationen ab. Die Pflichten und Verantwortlichkeiten aller Akteure werden in einem Modell mit den Säulen Schutz, Achtung und Abhilfe klar definiert. Im Fokus steht die Umsetzung men­schenrechtlicher Sorgfaltspflicht der Unternehmen. 

Mit der Einführung des Natio­nalen Aktionsplans erwartet die Bundesregierung von allen Unternehmen die angemessene Umsetzung menschenrechtli­cher Sorgfaltspflichten entspre­chend ihrer Größe, Branche und Position in der Liefer-­ und Wert­schöpfungskette. Bis 2020 sol­len mindestens 50 Prozent aller in Deutschland ansässigen Unter­nehmen mit über 500 Beschäftig­ten Elemente menschenrechtlicher Sorgfalt in ihre Unternehmens­prozesse integriert haben. Ab 2018 wird es hierzu eine jährliche Überprüfung geben. 

Mit dem CSR­ Richtlinie­-Umset­zungsgesetz gibt es nun auch erstmals regulatorische Vorgaben zur Umsetzung der EU-­Richtlinie 2014/95/EU im Rahmen der nichtfinanziellen Berichterstat­tung. Unter anderem sollen die beim Thema Menschenrechte verfolgten Konzepte und deren Ergebnisse sowie wesentliche Risiken und nichtfinanzielle Leis­tungsindikatoren angegeben werden. 

Mögliche Menschenrechtsverletzungen

  • Einsatz von Zwangsarbeit oder Kinderarbeit
  • Zu niedrige Gehälter
  • Vertreibung von Gemeinden
  • Gewaltanwendung beim Schutz von Vermögenswerten
  • Gesundheitsschäden, zum Beispiel durch Umwelt­verschmutzung
  • Diskriminierung von Mitar­beitern, zum Beispiel auf der Grundlage von Rasse, Geschlecht oder Sexualität
  • Erschöpfung oder Verseuchung von Wasserquellen
  • Verletzung der Datenschutz­rechten

Risiken: Warum aktiv Menschenrechte adressieren?

Steigendes Risiko von Rechtsverstößen

  • Wachsende Gesetzgebung im Rahmen von Menschenrechten (zum Beispiel UK Modern Slavery Act)
  • Zunehmende Rechtsstreits über unternehmerische Menschen­rechtsverletzungen
  • Steigender Druck von internationalen Richtlinien und Standards wie den VN-­Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte (UNGPs), dem Nationalem Aktionsplan, CSR ­Richtlinie-­Umsetzungsgesetz

Imageschäden und Beziehungsverluste

  • Drohende Imageschäden und Verluste von Marktanteilen durch Prüfungen der Medien und NGOs
  • Strikte Kundenanforderungen nach einem unternehmerischen Beitrag zum Schutz der Menschenrechte
  • Verlust von oder Schwierigkeiten bei der Gewinnung von Mitarbeitern bei schwacher Leistung im Bereich Menschenrechte

Verlust von Investoren und steigende Prüfungen durch Kreditgeber

  • Verlust von Investoren durch einen Skandal durch Menschenrechts­verletzungen (Pensionskassen rücken vermehrt in den Mittelpunkt  dieser Problematik)
  • Immer striktere Menschenrechtsbedingungen bei Kreditgewährung durch die Banken
  • Forderung nach größerer Transparenz seitens der Börsenindizes

Gefährdung der Unternehmenskultur

  • Untergraben von Unternehmenszweck, Unternehmenskultur sowie der Werte des Unternehmens erfolgloser Adressierung von Menschenrechtsverletzungen

Unsere Leistung

Wir verfügen als weltweites Netzwerk über jahrelange, glo­bale Erfahrung mit dem Thema Menschenrechte. Und wir sind vertraut mit den Anforderungen des CSR­ Richtlinie-­Umsetzungs­gesetzes. Auf dieser Basis kön­nen wir Sie kompetent bei der Durchführung und Ausgestaltung von Unternehmensprozessen im Hinblick auf menschenrechtliche Sorgfaltspflicht entlang der gesamten Wertschöpfungskette unterstützen: 

  • Überprüfung interner Regel­werke und Systeme sowie Ent­wicklung und Implementierung sektorspezifischer Konzepte und Menschenrechtsleitlinien im Unternehmen
  • Analyse tatsächlicher und potenziell nachteiliger Aus­wirkungen auf die Menschen­rechte entlang der Wertschöp­fungskette 
  • Entwicklung, Implementierung und Kontrolle von Maßnahmen zur Abwendung potenziell negativer Auswirkungen und Überprüfung der Wirksamkeit dieser Maßnahmen
  • Implementierung eines Monitoring-­Prozesses
  • Prüfung der Berichterstattung zu Menschenrechten
  • Review oder Konzeption eines Stakeholder-­Managements sowie von Beschwerde­mechanismen
  • Compliance-­Programm zur Umsetzung menschenrecht­licher Sorgfaltspflicht.

Bestens für Sie aufgestellt

KPMG stellt Ihnen ein interdis­ziplinäres und international ver­netztes Team zur Verfügung, das Ihnen in allen Fragen und Aufga­ben im Rahmen der Umsetzung menschenrechtlicher Sorgfalts­pflicht Lösungsansätze für Ihre Herausforderungen liefert. Spre­chen Sie uns an. 

Mehr über unsere Dienstleistun­gen finden Sie auch in: „Addres­sing human rights in business: Executive perspectives“ unter kpmg.com/humanrights.

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