Verabschiedung DRS 26 und 27 | KPMG | DE
close
Share with your friends

DRS 26 Assoziierte Unternehmen und DRS 27 Anteilsmäßige Konsolidierung verabschiedet

Verabschiedung DRS 26 und 27

Der HGB-Fachausschuss des DRSC hat am 17. Juli 2018 den DRS 26 Assoziierte Unternehmen und den DRS 27 Anteilmäßige Konsolidierung einstimmig verabschiedet.

Partner, DPP

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kontakt

Verwandte Inhalte

Der HGB-Fachausschuss des DRSC hat am 17. Juli 2018 den Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 26 Assoziierte Unternehmen (DRS 26) und den Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 27 Anteilmäßige Konsolidierung (DRS 27) einstimmig verabschiedet.

Beide Standards sind erstmals verpflichtend in Geschäftsjahren anzuwenden, die nach dem 31. Dezember 2019 beginnen.

Zentraler Regelungsbereich des DRS 26 Assoziierte Unternehmen ist die Konkretisierung der Vorschriften zur Bilanzierung assoziierter Unternehmen. Gem. § 311 und 312 HGB sind diese Unternehmen unter Anwendung der Equity-Methode im Konzernabschluss abzubilden.

Gegenüber dem vorausgehenden Standardentwurf E-DRS 34 Assoziierte Unternehmen wurden, neben einigen redaktionellen oder erläuternden Anpassungen, zwei inhaltliche Änderungen vorgenommen. Die Vermutung, dass bei einem Anteilsbesitz < 20% kein assoziiertes Unternehmen vorliegt, wird nunmehr als Indikator verstanden. Zusätzlich ist durch eine einzelfallbezogene Würdigung der Gesamtumstände zu beurteilen, dass kein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird.

Für die nicht periodische Fortschreibung des Equity-Werts wegen Kapitalmaßnahmen beim assoziierten Unternehmen ist nunmehr die Kenntniserlangung und nicht mehr die „Auslösung“ maßgeblich. Sofern dem Mutterunternehmen alle diesbezüglichen bilanzierungsrelevanten Informationen vorliegen, sind die Kapitalmaßnahmen auch dann bei der Anwendung der Equity-Methode zu berücksichtigen, wenn sie erst nach dem Stichtag des Abschlusses des assoziierten Unternehmens, welcher der Equity-Methode zugrunde liegt, jedoch bis zum Konzernabschlussstichtag durchgeführt werden.

DRS 27 Anteilmäßige Konsolidierung konkretisiert die Vorschriften gemäß § 310 HGB, welche die Einbeziehung eines Gemeinschaftsunternehmens in den Konzernabschluss regeln. Dabei werden auch die Kriterien für das Vorliegen eines Gemeinschaftsunternehmens, welches Voraussetzung für die Ausübung des Wahlrechts zur anteilmäßigen Konsolidierung ist, spezifiziert.

Gegenüber dem vorausgehenden Standardentwurf E-DRS 35 Anteilmäßige Konsolidierung wurden lediglich redaktionelle Anpassungen vorgenommen.

DRS 26 und DRS 27 werden in Kürze zum Zwecke der gemäß § 342 Abs. 2 HGB erforderlichen Bekanntmachung an das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz weitergeleitet.

KPMG Express Accounting News

So kontaktieren Sie uns

 

Angebotsanfrage (RFP)

 

Absenden