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Das Compliance-Index-Modell

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Wie der Wertbeitrag von Compliance aufgezeigt werden kann.

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War eine Compliance-Maßnahme erfolgreich? War sie erfolgreicher als eine andere? Das sind Fragen, auf die das Compliance-Index-Modell Antworten liefert.

Warum, soll folgendes Beispiel aus der Praxis zeigen.

In vielen Unternehmen ist heutzutage ein Kommunikationssystem (oftmals eine Telefon-„Hotline“, Website, E-Mailadresse oder App), das die Mitarbeiter zur Meldung wahrgenommener Verstöße gegen ethische oder rechtliche Grundsätze nutzen können, gute Unternehmenspraxis. Diese Verstöße können anschließend nachverfolgt und geahndet werden.

Allerdings können Mitarbeiter aus vielen Gründen auch von der Meldung eines Verstoßes absehen. Möglicherweise ist ihnen das Unternehmen nicht wichtig genug, um Schwierigkeiten oder persönliche Risiken in Kauf zu nehmen. Oder sie fürchten sich vor Repressalien, besonders wenn sie nicht darauf vertrauen, dass ihre Identität geschützt wird. Oder sie glauben möglicherweise, dass ihre Bemühungen ohnehin umsonst sind. Viele Unternehmen versuchen daher eine offene Unternehmenskultur zu pflegen und ermutigen ihre Mitarbeiter, Verhalten zu hinterfragen und Hinweise auf mögliche Verstöße zu geben.

Das Compliance-Index-Modell macht den Erfolg dieser Maßnahmen nun durch die Messung der Bereitschaft der Mitarbeiter, Verstöße zu melden, messbar. Die „Meldebereitschaft“ der Mitarbeiter zu kennen, ist eine nützliche Zusatzinformation bei der Interpretation der Anzahl gemeldeter Verstöße.

Werden aus einem Bereich des Unternehmens keine Verstöße gemeldet, in dem die Meldebereitschaft der Mitarbeiter hoch ist, kann dies als Indiz gewertet werden, dass die Maßnahmen wirken. Werden hingegen aus einem Bereich keine Verstöße gemeldet, in dem die Meldebereitschaft der Mitarbeiter niedrig ist, deutet dies auf ein Risiko hin. Zumindest sollte es sich lohnen, diesen Bereich genauer zu prüfen. Letztlich erhalten Compliance-Verantwortliche also über die Messung der Meldebereitschaft der Mitarbeiter eine nützliche Zusatzinformation, die ihnen bei der Interpretation der Anzahl gemeldeter Verstöße hilft. Sie gibt ihnen Klarheit, ob es sich bei der Anzahl gemeldeter Verstöße um die sprichwörtliche „Spitze des Eisbergs“ oder den „Kiel“ handelt.

Bei dem Compliance-Index-Modell (unten abgebildet) handelt es sich um ein Ursache-Wirkungs-Modell mit Mitarbeiter-Compliance-Treibern links (wahrgenommener Programmansatz, wahrgenommene Programmintegration und ethische Führung), Mitarbeiter-Compliance (Compliance-Index) in der Mitte und Mitarbeiter-Compliance-Auswirkungen rechts (Meldebereitschaft und Compliance-Risiko). Der Einfluss (Pfeile) dieser Größen aufeinander wird mit Hilfe standardisierter Mitarbeiterbefragungen gemessen. So lässt sich bspw. der Effekt einer verbesserten Mitarbeiter-Compliance auf die Meldebereitschaft der Mitarbeiter aufzeigen.

Um die Mitarbeiter-Compliance (Compliance-Index) gezielt zu verbessern, können modellgestützt konkrete, datengetriebene Handlungsportfolios aufgebaut werden, auf die man sich konzentrieren sollte, um bestehende Ressourcen (z.B. Budget, Zeit, Personal) effektiv einzusetzen. Durch Wiederholung der Messung zu einem späteren Zeitpunkt kann die Wirksamkeit abgeleiteter Maßnahmen überwacht und somit der Erfolg von Compliance sichtbar gemacht werden.

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