Microsoft baut Cloud in Deutschland | KPMG | DE
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Microsoft baut Cloud in Deutschland

Microsoft baut Cloud in Deutschland

Bei Cloud-Angeboten aus den USA reißen die Diskussionen um Datenschutz, Safe Harbor und den Patriot Act nicht ab. Das Technologieunternehmen Microsoft hat jetzt angekündigt, dass es deutsche Rechenzentren aufbauen wird.

Das Unternehmen aus Redmond (USA) schafft so ein Zusatzangebot für Kunden, die ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis haben und ihre Daten in Deutschland speichern wollen.

Der Hintergrund: Bisherige Lösungen amerikanischer Anbieter konnten das Vertrauen deutscher Unternehmenskunden nicht nachhaltig gewinnen. Zu groß ist die Unsicherheit bei der Beantwortung der Frage, wer potenziell Zugriff auf die Daten hat. Diese Unsicherheit wurde zuletzt durch das Urteil vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) zu Safe Harbor noch verstärkt.

Vermieter, Sicherheitswächter und Vertrauenspersonen

„Nun können auch Unternehmen ins Spiel kommen, die vor dem Hintergrund der Diskussion um mögliche Zugriffe von Dritten bislang ihre Daten in Rechenzentren von Betreibern in Drittstaaten als nicht sicher genug sahen“, meint Olaf Köppe, Head of IT Compliance bei KPMG in Deutschland.

Microsoft selbst wird aber nicht ins operative Geschäft dieser Rechenzentren eingreifen, sondern eher als eine Art Vermieter auftreten. Die Lösung des US-Unternehmens lautet Data Trustee. Die Deutsche Telekom (T-Systems) wird den kompletten Betrieb des Rechenzentrums übernehmen. Sollte kurzfristig Hilfe z. B. in einem Supportfall notwendig werden, müssen Microsoft-Mitarbeiter eine Genehmigung des betreibenden Unternehmens einholen. Zudem sind Überwachungsmechanismen vorgesehen, über die ein Kunde nachvollziehen kann, was wer mit seinen Daten gemacht hat.

KPMG unterstützt auf dem Weg in die Cloud

Das Angebot von Microsoft dürfte für Unternehmen aller Branchen interessant sein. Besonders die regulatorischen Anforderungen an eine Cloud-Anwendung werden so einfacher umsetzbar sein. Die eigentliche Arbeit im Unternehmen beginnt jedoch erst: Die Transformation von Geschäftsprozessen.

„Die Cloud schaltet man nicht einfach ein. Ohne einen entsprechenden Transformationsprozess, der alle relevanten Teile des Unternehmens berücksichtigt, können die Potenziale von Cloud-Services nicht ausgeschöpft werden“, sagt Olaf Köppe.

Und weiter: „KPMG hat Unternehmen bereits umfassend dahingehend beraten, wie sie Cloud-Transformationen durchführen und eine Compliance aufbauen.“ Köppe erklärt weiter, dass KPMG für Microsoft ein eigenes Microsoft Competence Center geschaffen hat, das Microsoft in den letzten Jahren auch bei der Einhaltung von Compliance-Anforderungen unterstützt hat.

Dr. Thomas Erwin, Partner und Experte für Big Data Lösungen, sagte über Cloud-Lösungen und das Engagement von Microsoft: „Die Möglichkeiten, Daten zusammenzuführen und zu analysieren, ist aktuell sicherlich einer der wichtigsten Gründe für Unternehmen, über den Weg in die Cloud nachzudenken. Das Vertrauen in die Sicherheit der Daten ist dabei natürlich eine Grundvoraussetzung. Microsoft hat hier im Bereich Azure ein äußerst attraktives Portfolio von Data & Analytics-Lösungen geschaffen – mit der jetzt geschaffenen Möglichkeit, diese in einem deutschen Rechenzentrum zu betreiben, dürfte die Bereitschaft der Unternehmen, diese Lösungen zu nutzen, stark wachsen.“

Mehr Informationen über KPMG als Wegbegleiter in die Cloud finden Sie hier:

IT-Compliance

Data & Analytics

KPMG und Microsoft erweitern strategische Zusammenarbeit

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