Klimawandel: Finanzielle Risiken? | KPMG | DE

Klimawandel: Unternehmen informieren zu selten über finanzielle Risiken

Klimawandel: Finanzielle Risiken?

Drei Viertel der großen und mittelständischen Unternehmen weltweit legen die finanziellen Risiken des Klimawandels in ihren Jahresberichten nicht offen. Deutsche Unternehmen schneiden im Vergleich gut ab. Das zeigt die aktuelle KPMG-Studie zur Berichterstattung über Nachhaltigkeit von Unternehmen.

Ansprechpartnerin

Partner, Head of Sustainability Services Deutschland, Audit

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kontakt

Verwandte Inhalte

Autobahn nachts

Für die Studie wurden 4.900 (Nachhaltigkeits-)Berichte aus 49 Ländern untersucht – darunter auch die CR-Reports der 250 größten Konzerne (G250) weltweit.

KPMG hat den zehnten Survey of Corporate Responsibility (CR) Reporting veröffentlicht. Ein Schwerpunkt in diesem Jahr: die Berücksichtigung finanzieller Risiken des Klimawandels in der Berichterstattung über die Unternehmensverantwortung. Demnach legt nur eine Minderheit von vier Prozent der Unternehmen offen, dass der Klimawandel zu finanziellen Wertverlusten führt. Drei Viertel (72 Prozent) der großen und mittelständischen Unternehmen weltweit informiert nicht über diese Risiken.

Dringender Handlungsbedarf bei der Offenlegung klimabedingter finanzieller Risiken 

Laut Untersuchung gibt es nur fünf Länder, in denen eine Mehrheit der Top-100-Unternehmen klimabezogene Finanzrisiken in ihren Berichten erwähnen: Taiwan (88 Prozent), Frankreich (76 Prozent), Südafrika (61 Prozent) und Kanada (52 Prozent). In den meisten Fällen wird die Offenlegung klimabedingter Risiken in diesen Ländern zum Teil vorgeschrieben oder gefördert.

Mit Blick auf die G250 zeigt sich, dass deutsche Unternehmen im Vergleich gut abschneiden: Rund 61 Prozent der Unternehmen hierzulande informieren über finanzielle Risiken infolge des Klimawandels. Vorreiter in Sachen Transparenz sind multinationale Unternehmen mit Sitz in Frankreich (90 Prozent).

Dabei wächst der Druck auf die Konzerne. Investoren wollen wissen, welche Auswirkungen Klimawandel und -politik auf die Performance der Unternehmen haben: 

Unternehmensverantwortung und SDGs: Deutsche Unternehmen weit vorn

Die Studie untersucht auch, inwieweit die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (UN Sustainable Development Goals, kurz SDGs) in den CR-Reportings berücksichtigt wurden. Sie wurden Ende 2015 beschlossen und sehen unter anderem die Bekämpfung von Hunger und Armut vor, die Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden sowie Klimaschutzmaßnahmen.

Die KPMG-Studie zeigt, dass die SDGs seit ihrer Veröffentlichung vor zwei Jahren auf große Resonanz stoßen. In rund 39 Prozent der 4.900 untersuchten Berichte verpflichten sich Unternehmen, aktiv beizutragen, um die nachhaltigen Entwicklungsziele zu verwirklichen. Das aus deutscher Sicht erfreuliche Ergebnis: 15 deutsche Konzerne unter den G250 stellen in ihren Berichten eine Verbindung zwischen ihren Geschäftsaktivitäten und den SDGs her (83 Prozent). Unter den deutschen Top 100 Unternehmen sind es 34.

Etwa drei Viertel der Unternehmensberichte (73 Prozent) in den 49 Ländern erkennen die weltweite Förderung und Anerkennung der Menschenrechte als eine Frage der unternehmerischen Verantwortung an. Das sind neun von zehn Berichten (90 Prozent) in der Gruppe der G250. 

Eine solide Mehrheit der G250 (67 Prozent) hat sich zudem konkrete Ziele gesetzt, um CO2-Emissionen zu reduzieren. Allerdings: Die meisten dieser Unternehmen beziehen ihre eigenen Ziele nicht auf die Klimaziele, die von den Regierungen oder der UN festgelegt wurden.

Alle Ergebnisse finden Sie hier:

Zur aktuellen Studie wird auch ein kostenloses Webinar angeboten. Interessiert? Dann melden Sie sich hier an: www.kpmg.de/SurveyCRR2017.html

Hier können Sie weitere Ergebnisse in unserem interaktiven Tool erkunden:

So kontaktieren Sie uns

 

Angebotsanfrage (RFP)

 

Absenden