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Hardware-Starts-ups als Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft

„Software eats the world…,” sagt AtomLeap-Gründer Robin Tech, unter Bezug auf den berühmten Spruch des US-amerikanischen Venture Captial Investors Marc Andreessen. Robin Tech ergänzt den Satz aber um „… but hardware stays“. Soll heißen: Die Digitalisierung schafft nicht nur gute Webseiten, Apps und Programme, sondern bietet auch Raum für ganz neue Hardware.

„Genau für die Entwicklung dieser Produkte bietet Deutschland mit seiner hohen Innovationskraft und Industrietradition eine hervorragende Basis“, sagt Tim Dümichen, Start-up-Experte bei KPMG.

Lebensmittel aus dem Drucker

Deswegen hat KPMG den Accelerator AtomLeap mit Expertise und Räumlichkeiten bei deren Collider Camp unterstützt. In dem Collider Camp wurden acht Wochen lang Hardware-Start-ups in allen Aspekten der Unternehmensführung geschult. Nach vier Wochen wurden drei Finalisten gekürt: Laydrop, die mit ihren 3D-Drucker unter anderem Lebensmittel herstellen wollen, Leapmetrics, das Entwicklungsplattformen für Unternehmen plant, und Urban Totem, deren Stationen als Informationspunkte und Stromtankstellen dienen und wie einst Telefonzellen das Stadtbild prägen sollen.

Für die Finalisten wurde die Gründung eingeleitet. Zudem konnten sie an ihren Produkten weiter arbeiten und Prototypen entwickeln. Zum Abschluss des Collider Camps präsentierten sich die drei Start-ups in der vergangenen Woche beim sogenannten Demo Day Investoren in der Factory in Berlin und zeigten dabei, was sie gelernt haben. Unter anderem gab es den Prototypen eines Schokolade-druckenden 3D-Druckers zu sehen.

Mit KPMG den Durchbruch schaffen

„Die Start-ups, die dort gepitcht haben, sind definitiv auf einem guten Weg“, schätzt Dümichen, der das Smart Start-Team von KPMG leitet. „Umso glücklicher sind wir, dass wir zumindest ein Stück weit dazu beitragen, wenn den Finalisten des Collider Camps der Durchbruch gelingt.“

Hardware-Start-ups seien gerade in Deutschland eine spannende Sparte, die zum Wachstumstreiber avancieren könnte. „Die dafür nötige Ingenieurskultur und Wissenschaftslandschaft ist hier überaus gut entwickelt“, sagt Dümichen. Er spricht von einer Hardware-Renaissance. Die Digitalisierung gebe den Entwicklern ganz neue Möglichkeiten und der Wirtschaft insgesamt einen neuen Impuls. Dafür gelte es aber die Ideen mit dem Kapital und guter Unternehmensführung zu verbinden, so Dümichen.

Den Standortvorteil Deutschlands stärken

Eine Möglichkeit sei da die engere Zusammenarbeit mit der sogenannten Old Economy, also den etablierten Unternehmen. Etwas, was KPMG gut leisten könne, sagt Dümichen. „Gleichzeitig haben wir aber auch ein Gefühl für Start-ups. Das konnten wir bei dem Collider Camp beweisen. Die Gründer, die daran teilnahmen, haben die Zusammenarbeit jedenfalls sehr positiv bewertet.“

Dennoch müsse die Politik die Rahmenbedingungen verbessern, fordert Dümichen. Hardware-Start-ups hätten größere Investitionskosten und somit auch ein größeres, finanzielles Risiko einzugehen. Zudem sei der Entwicklungsprozess recht langfristig. Auch im Sinne der Industrie 4.0 sollten Hardware-Start-ups besser unterstützt werden, meint Dümichen.

Welches Potenzial die Branche hat, zeigte sie am Montag und Dienstag auf der Industry of Things World Conference in Berlin. Mit dabei sind auch die drei Finalisten des Collider Camps.

Hier geht es zur aktuellsten Ausgabe vom Deutschen Startup Monitor.

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