Basel IV: Standardansatz Kontrahentenrisiken (SA-CCR) | KPMG | DE

Basel IV: Standardansatz für Kontrahentenrisiken (SA-CCR)

Basel IV: Standardansatz Kontrahentenrisiken (SA-CCR)

Neuer Standardansatz zur Berechnung von Kontrahentenrisiken („Standardised Approach for Measuring Counterparty Credit Risk Exposure“) (SA-CCR).

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Im Rahmen der CRR II wird der im März 2014 vom Baseler Ausschuss veröffentlichte Vorschlag eines neuen Standardansatzes für das Kontrahentenrisiko (SA-CCR) umgesetzt. Er ersetzt somit die bisherige Standard-Methode („Standardised Method“, SM) sowie die Marktbewertungsmethode („Current Exposure Method“, CEM), die insbesondere Schwächen in der Abbildung von Nachschussleistungen aufwiesen. Darüber hinaus galt die CEM als zu einfach bzw. die SM als zu komplex bei der Abbildung von Netting- sowie Diversifikationseffekten.

Die Umsetzung des neuen SA-CCR stellt im Vergleich zu den bisherigen Standardmethoden deutlich höhere Anforderungen an Produkt- und Kontrahenten-Informationen. Der neue SA-CCR ermittelt das Kontrahentenrisiko über drei Faktoren: den aufsichtsrechtlichen Skalierungsfaktor Alpha, welcher auf 1,4 festgesetzt wurde, die Wiederbeschaffungskosten („Replacement Cost“, RC) sowie einem Add On für das Potential Future Exposure (PFE), der weiterhin vom Underlying abhängt ist – jedoch mit einen Faktor, der die risikoreduzierenden Effekte von Übersicherung und negativen Marktwerten berücksichtigt, gewichtet wird.

Die methodischen Änderungen können abhängig vom Portfolio zu materiellen Erhöhungen der RWA führen, insb. für unbesicherte Derivate steigt das Exposure-at-Default (EaD) im Vergleich zur Marktbewertungsmethode erheblich an. Die Einführung kann auch Implikationen auf die ökonomische Risikomessung und -steuerung haben. Die Wirkung der Neuregelung wird durch die Verwendung der nach SA-CCR ermittelten Risikopositionswerte z.B. bei der Berechnung der Leverage Ratio, der NSFR sowie der Großkreditermittlung noch verstärkt.

Die Neuerungen zum Kontrahentenrisiko erfordern quantitative Auswirkungsanalysen und in der Folge ggf. eine Optimierung des Handelsportfolios sowie eine sorgfältige Planung der Umsetzung. Die Umsetzung des SA-CCR ist hierbei schon konkret absehbar, da sie bereits in der aktuell im EU-Trilog-Verfahren befindlichen CRR II enthalten ist. Die Vorschläge des Basler Ausschusses wurden weitestgehend übernommen. Um dem Proportionalitätsprinzip Rechnung zu tragen, steht für kleine Derivate-Portfolien ein vereinfachter Standardansatz und eine modifizierte Ursprungsmethode zur Verfügung.

KPMG verfügt über umfangreiche Erfahrung an der Schnittstelle zwischen Risikomessung, Aufsichtsrecht sowie Handel und IT. Unsere Beratungsleistungen umfassen die Durchführung von Simulationsrechnungen der zukünftigen Eigenkapitalanforderung sowie die Konzeption von Berechnungen gemäß der gewählten Kapitalansätze und deren Implementierung und Einbindung in das aufsichtsrechtliche Meldewesen.

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Marktrisiko und Kontrahentenrisiko

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EBA Studie zur Analyse der Effekte des SA-CCR und FRTB & Ableitung von Handlungsempfehlungen (EBA-Op-2016-19).

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