Basel IV: Offenlegung | KPMG | DE

Basel IV: Offenlegung

Basel IV: Offenlegung

Gesteigerte Offenlegungsvorgaben für mehr Transparenz und Disziplinierung durch den Markt.

Ansprechpartner

Partner, Advisory

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kontakt

Verwandte Inhalte

Glasfassade eines Gebäudes

Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht hat in bislang zwei Phasen eine umfassende Überarbeitung der aufsichtsrechtlichen Offenlegung („Säule 3“) der Banken vorgenommen (BCBS 309 und 356). Ziel ist es, die Vergleichbarkeit der Offenlegungen der Institute zu verbessern und u.a. durch Mindestoffenlegungsanforderungen über die regulatorischen Meldungen und ökonomischen Anforderungen von Säule 1 bzw. Säule 2 hinaus, die Institute zu mehr Transparenz anzuhalten. Natürlich wurde die Offenlegung auch an die neuen regulatorischen Anforderungen der Säule 1 und 2 angepasst, wie z.B. an die neuen Standardansätze für Kontrahenten- und Marktrisiken oder auch zu Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch und SREP-Zuschlägen.

Auf europäischer Ebene erfolgte die Umsetzung der Vorschläge des Basler Ausschusses zunächst durch eine EBA-Leitlinie, um deren Anwendung zumindest für systemrelevante Banken ab Ende 2017 sicherzustellen. Die Leitlinie sieht 56 Formatvorgaben für quantitative und qualitative Offenlegungen sowie textliche Erläuterungen vor. Die Struktur orientiert sich an einem standardisierten Format, welches bereits im Rahmen der COREP- und FINREP-Meldungen der Säule 1 etabliert ist. Zudem beinhaltet die Leitlinie eine höhere Meldefrequenz: die Höhe der Eigenmittel bzw. der risikogewichteten Positionswerte sind beispielsweise halbjährig zu melden. Die neuen Regelungen gelten zunächst nur für global und anderweitig systemrelevante Institute (GSRI/ASRI), es ist jedoch auch eine Ausweitung auf weitere Banken im Ermessen der Aufseher möglich.

Der aktuell im EU-Trilog-Verfahren befindliche Entwurf der CRR II sieht Anpassungen der regulatorischen Offenlegung für alle Banken vor. Diese betreffen u.a. die neuen Kapitalansätze der Säule 1, aber auch Investments in wesentlichen Beteiligungen an Versicherungsunternehmen, die nicht von den Eigenmitteln abgezogen werden, LCR- und NSFR, hypothetische RWA gemäß Standardansätzen bei Modellanwendern, RWA-Änderungen bei internen Modellen, Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch, OpRisk-Verluste, MREL-Anforderungen und SREP-Zuschläge. Darüber hinaus beinhaltet der CRR II-Entwurf in Abhängigkeit von der Größe und Komplexität der Institute stärker proportionale Offenlegungsanforderungen bezüglich Umfang und Frequenz.

Für die Banken ergeben sich durch die Änderungen gleich mehrere Implikationen und Handlungsbedarfe. Zum einen muss die Säule 3-Infrastruktur der Banken ein granulares, überleitbares und konsistentes Berichtswesen gewährleisten. Dabei sollte die Offenlegungsstrategie auch mit der Kommunikationsstrategie des Unternehmens harmonieren. Darüber hinaus ergeben sich auch hohe Anforderungen und Umsetzungsaufwände hinsichtlich der Datenhaushalte. Insbesondere ist eine IT-Umsetzung in enger Anlehnung an das Meldewesen (COREP und FINREP) erforderlich. Schließlich resultiert durch die gestiegenen Transparenzanforderungen auch ein Erklärungsbedarf bezüglich der eigenen Positionen wie auch Abweichungen zu Vergleichsbanken einer „Peer Group“. Daher ist ein aktives Management der offengelegten Informationen zur Erzielung der bestmöglichen Darstellung der Bank von großem Wert.

KPMG steht den Banken dabei durch institutsindividuelle Analysen und Gap-Analysen zu Offenlegungsprozessen und zum Umfang offenzulegender Informationen unter Berücksichtigung der Größe und Komplexität des Instituts mit Rat und Tat zur Seite. Aufbauend auf umfangreicher Projekterfahrung und Benchmark-Knowhow / Peer-Vergleichen helfen wir Ihnen, eine adäquate Offenlegung sicherzustellen.

Basel IV

Basel IV

Alle relevanten Informationen zu den regulatorischen Neuerungen des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht finden Sie in unserem Basel IV-Portal.

So kontaktieren Sie uns

 

Angebotsanfrage (RFP)

 

Absenden