Basel IV: Credit Valuation Adjustment-Risiko (CVA) | KPMG | DE

Basel IV: Credit Valuation Adjustment-Risiko (CVA)

Basel IV: Credit Valuation Adjustment-Risiko (CVA)

Die neuen Ansätze zur Behandlung von Risiken aus Kreditrisiko Bewertungsanpassungen im Derivategeschäft (CVA).

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Vor dem Hintergrund, dass umfangreiche Verluste während der Finanzmarktkrise nicht aus tatsächlichen Ausfällen von Kontrahenten, sondern aus deren Bonitätsverschlechterung erwuchsen, wurde mit Basel III das CVA-Risiko als zusätzliche Risikokomponente eingeführt.

Nun wird zum einen der bisherige CVA-Standardansatz (S-CVA) überarbeitet und in CVA-Basisansatz (BA-CVA) umbenannt. Die Anpassungen beinhalten u.a. zusätzlich zu den Bonitätsrisiken die Einführung von Marktrisikokomponenten, die nicht durch Hedging-Strategien minimierbar sind, sowie eine Rekalibrierung der Risikogewichte.

Darüber hinaus wird ein neuer CVA-Standardeinsatz (SA-CVA) eingeführt, der stark an der Methodik des neuen Standardansatzes für die Eigenkapitalunterlegung für Marktpreisrisiken (FRTB) und die ökonomische CVA-Ermittlung angelehnt ist. Zentrales Element des neuen SA-CVA sind Sensitivitäten für verschiedene Risikofaktoren, u.a. Zinskurven, Wechselkurse, Credit Spreads, Aktienkurse und Warenpreise, wodurch dieser deutlich risikosensitiver jedoch auch methodisch und technisch deutlich komplexer umzusetzen ist.

Schließlich beschäftigt sich der Basler Ausschuss auch mit der Weiterentwicklung des internen Modellansatzes für CVA Risiken, aller Voraussicht nach soll dieser Ansatz allerdings in Zukunft abgeschafft werden.

Für die Banken ergeben sich aus diesen Änderungsvorschlägen diverse Implikationen. Insgesamt zeichnet sich ein leichter Anstieg der nach dem SA-CVA berechneten Risiken im Vergleich zum aktuellen Standardansatz ab, jedoch ein deutlicher Anstieg bei Anwendung des BA-CVA. Eine angepasste Kalibrierung seitens der Aufsicht könnte diese Effekte noch mindern. Darüber hinaus wird mit der Anwendung des neuen CVA-Standardansatzes ein erheblicher Rechenaufwand bei der Ermittlung der CVA-Sensitivitäten verbunden sein.

Die Neuerungen zum CVA-Risiko erfordern somit Auswirkungsanalysen und in der Folge ggf. eine Optimierung des Handelsportfolios sowie eine sorgfältige Planung der Umsetzung. Durch verschiedene Maßnahmen wie beispielsweise der Verbesserung der Hedging-Strategien oder den Abbau nicht-clearingfähiger Positionen in den jeweiligen Portfolios lassen sich die Wirkungen der neuen Regelungen optimieren. KPMG leistet bei der Umsetzung dieser Maßnahmen gerne Hilfestellung.

KPMG verfügt über umfangreiche Erfahrung an der Schnittstelle zwischen Risikomessung, Aufsichtsrecht sowie Handel und IT. Unsere Beratungsleistungen umfassen die Durchführung von Simulationsrechnungen der zukünftigen Eigenkapitalanforderung sowie die Konzeption von Berechnungen gemäß der gewählten Kapitalansätze und deren Implementierung und Einbindung in das aufsichtsrechtliche Meldewesen.

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