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Daten richtig sammeln - so geht's!

Keyfacts über Daten

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Der Umgang mit Daten wird zum "soft item" • Über Daten werden Informationen generiert • Der CDO treibt die Digitalisierung voran

Er jagt Daten und sammelt Informationen. Keiner weiß, wie er das genau macht. Wer ist eigentlich der Chief Digital Officer?

Wenn es um Datenanalysen geht, spitzen nicht nur Technikfreaks die Ohren. Auch für Analysten und Ratingagenturen wird die strategische Positionierung im Umgang mit Daten zunehmend zu einem „soft item“ in der Bewertung von Unternehmen.

Die Digitalisierung definiert die Geschäftsbeziehung zum Kunden neu. Dieser Wandel ist keine Option, sondern Status Quo: Er muss organisiert, strukturiert und vor allem auch geführt werden. Dazu etablieren Unternehmen das „Chief Digital Officer“(CDO)-Ressort.

Die Aufgabe gleicht fast einem großen Tetris-Spiel

Alle Daten lassen sich – sofern wir rechtliche Aspekte des Datenschutzes einmal ausklammern – nach Strukturierungsmerkmalen kennzeichnen, ordnen und damit in aussagefähige Muster zusammentragen. Dies wiederum generiert Informationen.

Immer mehr Gegenstände werden in Zukunft eine IP-Adresse erhalten. In ihrer Interaktion mit anderen Dingen sind sie so auf verschiedenste Weise messbar: per HVAC, seismisch, magnetisch, akustisch, geographisch, chemisch oder thermisch. Darüber hinaus sind sie meist protokollierbar: Per WiFi, NGC, Bluetooth, Z-Wave, Zigbee, RFID oder HAN.

Lassen sich derartige Informationen in wirkungsvolle Maßnahmen übertragen, entsteht Wissen. Die Fähigkeit, dieses Wissen wiederum sinnvoll einzusetzen, verschafft Unternehmen Vorteile im Wettbewerb.

Was ein CDO macht

Ein guter CDO begeistert: Für den unternehmensweiten Einsatz einer digitalen Strategie und für die Bereitschaft zum Experimentieren mit Daten. Seine Aufgabe ist die Pflege und der Erhalt der digitalen Strategie im Wandel von technischen Innovationen und Veränderungen im Markt.

Sein Ziel muss sein: handfeste und messbare Ergebnisse zu generieren. Dazu ermöglicht und betreut er den Zusammenschluss von Digital Experts innerhalb und im Marktumfeld des Unternehmens.

CDOs sind die digitalen Sammler und Jäger unserer Zeit.

Ein CDO kommuniziert einfach, verständlich – und langfristig. Er hat die Umsetzung der digitalen Unternehmensstrategie über mehrere Jahre im Blick.

In gewisser Weise ist er auch Mediator: zwischen den verschiedenen Bereichen wie Vertrieb, Einkauf, Entwicklung, IT, Rechnungswesen, Personal oder Unternehmensentwicklung. Er versteht deren Sub-Kultur und führt Unterschiedliches zusammen – multikulturelles Verständnis ist selbstverständlich.

Immer mehr Gegenstände werden in Zukunft eine IP-Adresse erhalten.

Querdenker bevorzugt.

Die Praxis zeigt: Mitarbeiter, die Verantwortung in einem derartigen Ressort übernehmen, müssen sowohl analytisch als auch kreativ denken. Gefragt sind Netzwerker mit Mut zum Unternehmertum. Umsetzungsstarke Führungskräfte, erfahren in grenzüberschreitenden Projekten und in der Budgetverantwortung. Neugierig und affin in allen digitalen Fragen.

Aus CDO wird CEO.

Das Leben eines CDO-Ressorts ist zeitlich befristet. Gebraucht wird es nur für die Zeit, die das Unternehmen für den Übergang in das digitale Zeitalter benötigt. Mittelfristig geht der Aufgabenbereich des CDO in anderen C-Level Ressorts auf – angesichts der immensen strategischen Bedeutung oftmals in das des CEO.

Ich denke, ein Unternehmen sollte deshalb für sich klären, ob es die Aufgabenbereiche des CDO-Ressorts komplett durch eigene Ressourcen abdecken will und kann. In manchen Fällen ist es sinnvoller, das Know-how in Teilen durch externe Expertise einzukaufen.