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Papierlos - aber kaum Pioniere

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Wie das Rechnungswesen den digitalen Wandel antreibt

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Chefs im Rechnungswesen gelten als analytisch, leistungsstark und zielorientiert. Und genau diese Führungskräfte treiben die digitale Transformation voran. Dies belegen die Ergebnisse der Studie „Digitalisierung im Rechnungswesen“ von KPMG und der Ludwig-Maximilians-Universität München. Bei der Hälfte der 146 befragten Unternehmen übernimmt der Leiter des Rechnungswesens das Management digitaler Technologien. Auch Chief Financial Officers (CFOs) übernehmen in knapp drei von zehn Unternehmen die Verantwortung. Dagegen unterstützt die IT-Abteilung nur bei 15 Prozent, das Rechnungswesen zu digitalisieren – eine Minderheit.

Führungskräfte müssen Zeichen setzen

Digitalisierung ist kein reines IT-Thema. Zwar basiert die Digitalisierung des gesamten Unternehmens auf einer effektiven IT, doch auch Führungskräfte spielen eine wichtige Rolle darin, neue Technologien zu implementieren. Leiter müssen deutlich signalisieren, dass die Digitalisierung Priorität hat. Denn nur sie können unternehmensweit die Bedeutung digitaler Potenziale vermitteln und Ressourcen verwalten.

Die digitalen Lösungen, die Führungskräfte des Finanzbereichs derzeit priorisieren, schöpfen jedoch noch nicht das volle Potenzial der Digitalisierung aus. Basissysteme homogenisieren, Datenqualität verbessern und Reporting beschleunigen – mit diesen digitalisierten Prozessen macht das Rechnungswesen schon Fortschritt. Cloud Computing setzen dagegen nur sieben Prozent der Unternehmen ein – obwohl es große Chancen bietet. So können beispielsweise verschiedene Niederlassungen eine webbasierte Buchhaltung zentral steuern. „Ein bemerkenswertes Ergebnis“, meint Markus Kreher, Head of Finance Advisory bei KPMG: „Die neuesten ERP- und Datenbanklösungen werden nur noch in einer Cloud-Variante zur Verfügung gestellt. Unternehmen müssen sich noch mit den Vor- und Nachteilen von Clouds im Rechnungswesen der Zukunft auseinandersetzen.“ Wenn digitale Leiter des Rechnungswesens in die Zukunft schauen, bevorzugen sie jedoch elementare Prozesse. In den nächsten zwei Jahren wird die papierlose Buchhaltung Realität, schätzen die Studienteilnehmer.

Digitalstrategien definieren

Noch scheuen sich viele Unternehmen davor, in der Digitalisierung ihres Rechnungswesens Risiken einzugehen. Nur 22 der 146 befragten Chief Financial Officers, Chief Accountants und Mitarbeiter schneiden als „digitale Pioniere“ ab – Vorreiter gibt es keine. Zudem herrscht Unklarheit darüber, in welche Richtung der technologische Wandel führen soll. Denn lediglich 40 Prozent der Teilnehmer verfolgen eine konkrete Digitalstrategie. Die Hälfte der Befragten beklagt, dass in ihren Unternehmen keine definierten Rollen, Verantwortlichkeiten und Entscheidungsprozesse für die digitale Transformation festgelegt sind.

Bei vielen Unternehmen ist der Weg zum digitalen Wandel noch nicht klar strukturiert – sensibilisiert sind die Führungskräfte des Rechnungswesens aber schon dafür. Fast zwei Drittel der Befragten erkennen, dass sich ihr Leistungsspektrum dank digitaler Technologien erweitert hat. Das könnte einer der Gründe sein, warum 88 Prozent der Unternehmen beabsichtigen, ihr Budget für Digitalisierungsprojekte zu behalten oder zu erhöhen. Diese Ressourcen müssen jedoch strategisch umgesetzt werden. Denn den Sprung zum digitalen Vorreiter schaffen die Finanzprofis im Rechnungswesen nur mit definierten Zielen.

Die komplette Studie zur „Digitalisierung im Rechnungswesen“ können Sie hier herunterladen.

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