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Krankenhäuser haben Strukturprobleme

Keyfacts über Krankenhäuser

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Anpassung von Rechnungslegungsroutinen ist kaum zu bewältigen • Abrechnung ärztlicher Leistungen fordert das Rechnungswesen enorm • Banken oder private Equity-Gesellschaften interessieren sich für Krankenhausabschlüsse

Die Situation der deutschen Krankenhäuser hat sich in den letzten Jahren nicht verbessert. „Kann sie auch nicht, da sie die strukturellen Probleme nicht in den Griff bekommen haben“, sagt Prof. Dr. Volker Penter, Head of Healthcare bei KPMG in Deutschland. „Denken wir nur an den weiteren Anstieg der ohnehin zu hohen Behandlungskapazität im stationären Bereich, die seit Jahren unzureichende Investitionsfinanzierung durch die Länder und die nach wie vor einseitige Orientierung des Vergütungssystems auf Menge statt auf Qualität.“

Aktuelle praxisnahe Informationen und klare Handlungsempfehlungen gibt es im „Kompendium Krankenhaus-Rechnungswesen“, das jetzt in zweiter Auflage erschienen ist. Hauptautoren des Standardwerks sind Prof. Dr. Volker Penter und Dr. Bernd Siefert, beide Partner, Wirtschaftsprüfer und Health Care-Experten bei KPMG.

Auch wenn die strukturellen Probleme nur zaghaft angegangen wurden, ist seit dem Erscheinen der ersten Auflage des Buches im Jahr 2010 in der deutschen Krankenhauslandschaft viel passiert. Stichworte sind PEPP, Investitionspauschalen, MDK Rückstellungen, Beihilferecht, Bilanzierung von Fördermitteln in Universitätskliniken, steigende Personal- und Sachkosten, alternative Finanzierungsquellen, Qualität, Compliance, persönliche Leistungserbringung, hohe Haftpflichtprämien, Besteuerung des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebes und vieles mehr.

56,2 Mrd. Euro - das sind die Personalkosten deutscher Krankenhäuser in 2014.

Bei all diesen Themen geht es immer auch um Rechnungslegung. Jede Veränderung des Finanzierungssystems erfordert eine Anpassung von Rechnungslegungsroutinen. Die strengeren Kontrollen des MDK bedingen eine Verbesserung des Abrechnungssystems. Immer komplizierter werdende rechtliche Voraussetzungen, beispielsweise im Zusammenhang mit kommunalen Fördermitteln, steuerlichen Implikationen aber auch der Abrechnung ärztlicher Leistungen fordern das Rechnungswesen enorm. Abschlüsse sollen immer schneller erstellt, geprüft und veröffentlicht werden.

„Das Krankenhaus-Rechnungswesen ist das Spiegelbild der strukturellen Herausforderungen in der Krankenhauslandschaft“, so Dr. Bernd Siefert. „Außerdem interessieren sich ganz neue Player für Krankenhausabschlüsse: Banken oder Private Equity-Gesellschaften beispielsweise. Da ist es wichtig, ein Nachschlagewerk zu haben, was aktuell ist und Orientierung gibt.“

Das Kompendium wurde jetzt völlig überarbeitet und erweitert. Zusätzliche Kapitel gibt es zu Bilanzpolitik und Bilanzanalyse, Aufsichtsrat im Krankenhaus, Krisenmanagement und Krisenkommunikation, Ziele und Grundlagen des Beihilferechts. Deutlich erweitert wurden die Ausführungen zu Risiko- und Compliance Management, interner Revision und Drittmittelförderung. Mehr als 25 Autoren und Coautoren haben an der Neuauflage des Fachbuchs „Kompendium Krankenhaus-Rechnungswesen“ mitgearbeitet und ihre umfangreichen Erfahrungen aus der Praxis eingebracht. Das Buch kann unter der ISBN-Nummer 978-3-944002-92-7 bestellt werden.