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Datenanalyse: Autobauer und Versicherer

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Autobauer und Versicherer bei Datenanalyse besonders gut • Unternehmen auf fortgeschrittene Analysen von Daten unterschiedlicher Herkunft

Datenanalyse: Autobauer und Versicherer vorn dabei

Big Data ist für viele Branchen immer noch ein Buch mit sieben Siegeln. Doch besonders Versicherer und die Autoindustrie profitieren in besonderem Maße von erhobenen Daten.

Der Neuwagen wird ausgeliefert und der Autobauer wünscht allseits gute Fahrt. Das reicht der Branche schon lange nicht mehr, denn sie hat verstanden, dass der Kontakt zum Kunden aufrecht erhalten bleiben muss. Wie die repräsentative Studie „Mit Daten Werte schaffen“ (MDWS) belegt, sind es besonders die Autobauer, die große Datenmengen auswerten, um Kundenbedürfnisse besser bedienen zu können. Wie es von „Bitkom“ heißt, der Verband hat die Studie in Kooperation mit KPMG erhoben, nutzen bereits 21 Prozent der Branche High-End, bzw. fortgeschrittene Datenanalysen. Am Häufigsten nutzt die Automobilindustrie Datenanalysen für das Anwendungsfeld Supply Chain-Optimierung in den Bereichen Beschaffung, Einkauf und Logistik . Sie ist traditionell auf Prozessoptimierung ausgelegt: Fast jede zweite Automobilfirma nutzt Datenanalysen, um die Lieferkette zu optimieren.

1.175 Mrd. US-Dollar der weltweit gezahlten Dividenden 2014.

Auch Versicherer werten Daten aus

Wie es in dem Papier weiter heißt, sind es auch mehr als 20 Prozent der Versicherer, die aus Datenerhebungen Kundenbedürfnisse ableiten oder auf Grundlage der Informationen Entscheidungen treffen. In der Versicherungsbranche sind die Aussichten sogar noch positiver – weitere 13 Prozent haben geplant, auf Datenanalyse in Zukunft noch stärker zurückzugreifen. Besonders häufig nutzen Versicherer Datenanalysen für das Anwendungsfeld Digitales Internes Kontrollsystem (IKS). Das ist darauf zurückzuführen, dass klassische interne Kontrollsysteme hier aufgrund gesetzlicher Vorgaben schon länger ein Thema sind. Der Schritt zum modernen digitalen IKS ist deshalb in diesen Branchen naheliegend. Für das Kundenbeziehungsmanagement geben 49 Prozent der Versicherer an Daten zu analysieren. Die Telekommunikationsbranche ist in dieser Beziehung mit 60 % analyse-affiner.

„Unsere Umfrage zeigt, dass Datenanalyse alle Branchen durchdringt und ihnen interessante Einblicke verschaffen kann. Wichtig dabei ist immer, dass die Unternehmen konkreten Nutzen aus den Informationen ziehen, die sie erhoben haben“, erklärt Peter Heidkamp, Head of Technology bei KPMG in Deutschland und Co-Autor der Studie. Er wird am 25. Februar beim Big Data Summit in Hanau zusammen mit dem Geschäftsführer von Bitkom Research GmbH Dr. Axel Pols – zu dem mehr als 500 Branchenkenner aus IT, Wissenschaft und Politik zusammenkommen – darüber sprechen, wie Big Data in der deutschen Wirtschaft heute angewendet wird. Darüber hinaus werden erste Ergebnisse der aktuellen MDWS-Studie vorgestellt.

Wie sieht in den anderen Branchen aus?

Auch viele Unternehmen aus den Bereichen Chemie und Pharma, dem Energiesektor sowie dem Telekommunikationsbereich setzen bereits auf fortgeschrittene Analysen von Daten unterschiedlicher Herkunft und Struktur zur Suche von Erkenntnissen. Der Top Use-Case bei Chemie- und Pharma-Unternehmen sind Datenanalysen für das Ausfallmanagement. Hier führen 56 % der Befragten Datenanalysen durch, um Lieferausfälle zu vermeiden. Doch fast alle Branchen (84 Prozent) sehen einen Anwendungsfall besonders relevant an: Risikomanamgent. Das Risikomanagement stützt sich traditionell auf mathematische Kennzahlen, was den Einsatz bzw. die Automatisierung von Datenanalysen nahelegt.

„Was die Zahlen zwar nur mittelbar, jedoch auch recht deutlich aussagen: Datenanalyse wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Der Grundstein hierfür wird insbesondere durch die immer engere Verzahnung zwischen Cloud-Computing, dem Internet of Things und durch mobile Anwendungen gelegt. Datenanalysen werden hierauf in eine Vielzahl von neuen Geschäftsfeldern führen, in denen sich zum einen innovative Start-ups entwickeln werden, zum anderen auch Lösungen von etablierten Unternehmen ausbauen werden“, so Heidkamp weiter.

An der repräsentativen Umfrage haben 706 Unternehmen teilgenommen, bei denen zum Befragungszeitraum mehr als 100 Mitarbeiter angestellt waren.

Hier geht es zum Download der aktuellsten "Mit Daten Werte schaffen"-Studie von KPMG.