Produktivität in Deutschland stagniert | KPMG | DE
Produktivität

Produktivität

Produktivität in Deutschland stagniert

Keyfacts über Produktivität

Produktivität

Trotz steigender Profitabilität sinkt die Produktivität • Neuorganisation von Arbeits- und Informationsprozessen über alle Ressourcen hinaus

Die neueste KPMG-Produktivitätsanalyse der größten deutschen Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe zeigt: Wichtige Produktivitätskennzahlen sind 2014 im Vergleich zu 2013 deutlich gesunken. Damit bestätigt sich der Trend der letzten Produktivitätsanalyse aus dem Dezember: Deutsche Unternehmen erzielen zwar gute Gewinne – sie investieren aber zu wenig und nicht effizient genug in die Zukunft.

Die Ergebnisse machen deutlich, dass bereits seit der Jahrtausendwende die Investitionen in neue Technik, Maschinen und Werkzeuge niedrig sind. Im letzten Jahr ist vor allem die Rentabilität der Sachanlagen noch mal deutlich gesunken – um fast zwölf Indexpunkte. Ein Zeichen dafür, dass deutsche Unternehmen jetzt handeln müssen.

In die Zukunft investieren

Für Harald v. Heynitz, Head of Industrial Manufacturing bei KPMG, ist der Weg zu einer besseren Produktivität klar: Automatisierung, Digitalisierung und Vernetzung.

„Zur Realisierung der durch Industrie 4.0 verkündeten Produktivitätszuwächse ist eine zukunftsorientierte Ausrichtung und Gestaltung der Unternehmensorganisation und der Wertschöpfungskette wichtig. Die softwaregestützte Kunden- und Lieferantenanbindung hilft Unternehmen, die Neuorganisation der ablaufenden Arbeits- und Informationsprozesse auch über die Grenzen von Geschäftsbereichen oder -einheiten hinweg vorzunehmen.“

Optimierung der Wertschöpfungskette

Ein konkretes Beispiel ist die Reduzierung des „Working Capitals“. Durch die ausnahmslose Datenverfügbarkeit und die Einbindung der Kunden und Lieferanten lassen sich Lagerbestände und Auftragsdurchlaufzeiten deutlich verbessern. Aber auch in der Fertigungsqualität helfen datengestützte Ansätze. Für Harald v. Heynitz von KPMG geht es dabei im Kern darum, über alle Systeme hinweg möglichst wenige Informationen zu verlieren.

„Ziel aller Fertigungsunternehmen sollte es sein, eine medien- und prozessbruchfreie Strukturierung der Wertschöpfung entlang des Kunde-Kunde-Prozesses (End-to-End Prozess) vorzunehmen und die Integration von Produktplanungs- und Produktentwicklungsprozessen sowie Produktions- und Logistikabläufen voranzutreiben. Generell erwarten wir von der Datendurchgängigkeit im Unternehmen einen geringeren Informationsverlust zwischen den Teilsystemen und bessere Datengrundlagen für Managemententscheidungen.“