Besondere Ausgleichsregelung für stromkostenintensive produzierende Unternehmen

EEG-Härtefallregelungen für stromintensive Unternehmen

Der EEG-Wälzungsmechanismus hat im Jahr 2016 Zusatzkosten in zweistelliger Milliardenhöhe für die deutsche Wirtschaft verursacht. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2017) bietet stromkostenintensiven Unternehmen des produzierenden Gewerbes die Möglichkeit, eine besondere Ausgleichsregelung in Anspruch zu nehmen. Durch die Förderung nach Paragraph 64 EEG 2017 ist eine Entlastung von bis zu 6,8 Millionen Euro (pro Jahr und 100 Gigawattstunden Verbrauch) möglich. KPMG unterstützt Sie bei der Antragstellung.

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Entwicklung der besonderen Ausgleichsregelung

Mehr als 10.000 Befreiungsanträge von stromkostenintensiven Unternehmen sind seit dem Antragsjahr 2012 beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eingegangen. Mit 89 Prozent wurde der überwiegende Anteil positiv beschieden. Im Antragsjahr 2016 wurden sogar 95 Prozent der Anträge positiv beschieden – ein Rekordwert. 

Für die stromkostenintensive Industrie bedeutete dies im Jahr 2016 eine Privilegierung von über 95 Terrawattstunden Strom. Das entspricht einer Entlastung um mehrere Milliarden Euro. Damit wurde ein entscheidender Beitrag zur Sicherung der Stellung deutscher Unternehmen im internationalen Wettbewerb geleistet.

Zum Antragsjahr 2017 wird der Kreis der Antragsberechtigten noch einmal größer. So können Unternehmen der Liste 1 in Zukunft bereits ab einer Stromkostenintensität von 14 Prozent die besondere Ausgleichsregelung in Anspruch nehmen. Erstmals gilt die Regelung auch für Einzelkaufleute.

Unternehmen, deren Stromkostenintensität aufgrund von Strom-Eigenversorgungskonzepten unterhalb der Schwellenwerte liegt, können in Zukunft ebenfalls einen Antrag auf Ausgleich stellen. Denn eine Antragstellung nach dem neuen Paragraph 64 Absatz 5a EEG 2017 berücksichtigt auch Eigenversorgungsmengen bei der Ermittlung der maßgeblichen Stromkosten. Allerdings ist die begrenzte EEG-Umlage dann für sämtliche Stromverbräuche, also auch EEG-freie Eigenversorgungsmengen, zu entrichten.

Angesichts der im Jahr 2017 auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde angestiegenen EEG-Umlage und geschätzter EEG-Gesamtvergütungszahlungen in Höhe von 30 Milliarden Euro wird der erfolgreichen Antragstellung für stromkostenintensive Unternehmen auch in Zukunft eine entscheidende Bedeutung zukommen.

Weiterer Ausbau Erneuerbarer Energien bedeutet zusätzliche Kosten

Das EEG ist gemäß Paragraph 1 Absatz 2 dem Ziel verschrieben, den Anteil des aus erneuerbaren Energien erzeugten Stroms am Bruttostromverbrauch stetig und kosteneffizient auf mindestens 80 Prozent bis zum Jahr 2050 zu erhöhen. Bereits 2025 soll dieser Anteil auf bis zu 45 Prozent ausgebaut werden.

Die Kosten aus der Förderung von Anlagenbetreibern erneuerbarer Energien werden dabei von allen Endverbrauchern getragen. Folglich wird das Projekt Energiewende für die stromkostenintensive Industrie auch in Zukunft zu signifikanten wirtschaftlichen Belastungen führen.

Wie kann KPMG Sie unterstützen?

Um in den Genuss der besonderen Ausgleichsregelung zu kommen, müssen Sie bis zum 30. Juni 2017 einen vollständigen elektronischen Antrag im ELAN K2-Portal des BAFA einreichen. Hierfür ist die Bescheinigung eines Wirtschaftsprüfers nach Paragraph 64 EEG zwingend erforderlich. Wir haben bereits über 1.000 Antragsverfahren erfolgreich begleitet und sind daher sowohl mit den fachlichen als auch den formellen Anforderungen bestens vertraut. Gerne können Sie unverbindlich Kontakt mit uns aufnehmen, um eine erste Einschätzung zu Ihren Erfolgsaussichten im Falle einer Antragstellung zu erhalten. Eine Zusammenarbeit mit KPMG bietet Ihnen unter anderem die folgenden Vorteile:

  • "Quick Check": Unsere Experten können bereits im Vorfeld abschätzen, ob Ihr Unternehmen stromintensiv produziert und einen Anspruch auf die Erstattung von Stromkosten hat.
  • Nachweis: Sie erhalten durch die Bescheinigung ein Prüfungsurteil eines Wirtschaftsprüfers und damit den geforderten Nachweis über die Erfüllung regulatorischer oder vertraglicher Bestimmungen.
  • Analyse Ihrer internen Prozesse: KPMG identifiziert weitere etwaige Schwächen in Bezug auf regulatorische und vertragliche Verpflichtungen und leitet für Sie Handlungsempfehlungen als Grundlage für die Verbesserung der bestehenden internen Abläufe ab.

Antragsvoraussetzungen

  1. Ihr Unternehmen gehört zu einer gemäß Anlage 4 EEG 2017 antragsberechtigten Branche.
  2. Ihre umlagepflichtige und selbst verbrauchte Strommenge übersteigt den Selbstbehalt in Höhe von 1 Gigawattstunde.
  3. Ihre Stromkostenintensität (=Verhältnis von Stromkosten zur Bruttowertschöpfung) beträgt mindestens 14 Prozent für Unternehmen der Liste 1 (Liste 2: 20 Prozent).
  4. Ihr Unternehmen betreibt ein zertifiziertes Energie- oder Umweltmanagementsystem nach ISO 50001 oder EMAS (Bei einem Verbrauch von weniger als 5 GWh ist auch ein alternativer Nachweis möglich).
  5. Sie verfügen über die Bescheinigung eines Wirtschaftsprüfers nach §§ 63 ff. EEG 2017.

Noch Fragen?

Sie haben grundsätzliche Fragen zur Antragstellung? Sie sind bereits erfahrener Antragsteller und möchten sich zu spezifischen Sachverhalten, wie beispielsweise den Implikationen des neuen § 64 Abs. 5a EEG 2017 austauschen? Wir stehen Ihnen für jegliche Fragen jederzeit gerne zur Verfügung.

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