CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz | KPMG | DE

CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz

CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz

Gesetz zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung der Unternehmen in ihren Lage- und Konzernlageberichten

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Der Startschuss ist gefallen: das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz ist beschlossen. 

Bestimmte große kapitalmarktorientierte Unternehmen sowie große Kreditinstitute und Versicherungsunternehmen werden verpflichtet, über wesentliche nichtfinanzielle Aspekte zu berichten. Die Berichterstattung umfasst dabei mindestens Angaben zu Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelangen, zur Achtung der Menschenrechte und zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung. Dabei ist auf die verfolgten Konzepte, erzielten Ergebnisse und Risiken einzugehen.

Das Unternehmen hat vier Optionen der Berichterstattung über nichtfinanzielle Aspekte:

  1. Nichtfinanzielle Erklärung als besonderer Abschnitt im Lagebericht.
  2. Vollintegrierte nichtfinanzielle Erklärung im Lagebericht.
  3. Gesonderter nichtfinanzieller Bericht außerhalb des Lageberichts, der zusammen mit dem Lagebericht nach § 325 HGB im Bundesanzeiger offengelegt wird.
  4. Gesonderter nichtfinanzieller Bericht außerhalb des Lageberichts, der spätestens vier Monate nach dem Abschlussstichtag auf der Internetseite des Unternehmens für mindestens zehn Jahre veröffentlicht wird. Der Lagebericht nimmt Bezug darauf.

Bestimmte Mutterunternehmen haben zusätzlich die Pflicht, über nichtfinanzielle Aspekte auf Konzernebene zu berichten.

Der Abschlussprüfer hat nur zu prüfen, ob die Erklärung bzw. der gesonderte Bericht vorliegt. Während der Aufsichtsrat eine Pflicht zur Prüfung hat, ist eine inhaltliche externe Überprüfung nicht verpflichtend, jedoch durch Beauftragung des Aufsichtsrats möglich. Die Beurteilung des Prüfungsergebnisses ist in diesem Fall öffentlich zugänglich zu machen.

Darüber hinaus haben Unternehmen, die eine Erklärung zur Unternehmensführung abgeben müssen und die zugleich große Gesellschaften iSd § 267 Abs. 3 Satz 1 HGB sind, die Erklärung um eine Beschreibung des Diversitätskonzepts im Hinblick auf die Zusammensetzung der Leitungsorgane des Unternehmens zu ergänzen. 

Die im Handelsbilanzrecht bestehenden Straf- und Bußgeldvorschriften werden auf Verstöße gegen die neuen Berichtspflichten erweitert und der bisher maximale Bußgeldrahmen deutlich angehoben.

Die Neuregelungen sind grundsätzlich erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 31. Dezember 2016 beginnen. Davon abweichend ist die Veröffentlichung der Beurteilung des Prüfungsergebnisses (sofern eine externe inhaltliche Überprüfung beauftragt wird) erst für Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 31. Dezember 2018 beginnen.

Weitere ausführliche Informationen zum CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz finden Sie in unseren Accounting News April 2017 sowie auf KPMG Klardenker.

Accounting News April 2017

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