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Family Governance: Familie und Firma in Einklang bringen

Familie und Firma in Einklang bringen

Ein aktuelles KPMG-Whitepaper untersucht, wie Familienunternehmer das Thema Family Governance in der Praxis konkret angehen. Dabei zeigt sich: Im Durchschnitt haben nur 35 Prozent der befragten Unternehmen eine Familienverfassung erarbeitet.

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Ein Familienunternehmen ist mehr als nur ein Unternehmen. Es sichert den Lebensunterhalt, garantiert den Arbeitsplatz, stiftet Sinn und vermittelt ein Zugehörigkeitsgefühl. Die beiden Systeme „Familie“ und „Unternehmen“ sind dabei nicht voneinander zu trennen. Denn zu der fachlichen Ebene kommt immer auch eine emotionale Komponente hinzu. 

Steuerliche, rechtliche und finanzielle Fragen sind ebenso zu klären wie die ganz persönlichen Ziele und Wertvorstellungen des Unternehmers und der Inhaberfamilie. Gerade in großen Unternehmerfamilien mit mehreren Gesellschaftern und unterschiedlichen Interessen kann es viel Konfliktpotenzial geben, wenn es keine Familienstrategie gibt. „Unternehmen ohne Familienverfassung können krisenanfälliger sein. Sie haben sich tendenziell weniger über Aspekte wie Werte und Ziele, Regeln und entscheidungsbefugte Gremien verständigt.“, sagt Dr. Alexander Koeberle-Schmid, KPMG-Spezialist für Familienunternehmen und Business Coach.

Das aktuelle KPMG-Whitepaper „Auf ewig verbunden. (Regulierte) Emotionen im Familienunternehmen“ untersucht erstmalig, wie sich die emotionale Verbundenheit deutscher Unternehmerfamilien mit ihrem Unternehmen gestaltet und inwieweit die einzelnen Familienmitglieder zusammenstehen. Es geht um den emotionalen Wert – das, was Familienunternehmen von typischen Publikumsgesellschaften unterscheidet. 

Grundlage der Teilstudie ist diese Studie, die in Zusammenarbeit mit dem Friedrichshafener Institut für Familienunternehmen (FIF) der Zeppelin Universität entstanden ist. Dafür wurden neben 85 Befragungen auch Interviews mit den Eigentümern, Vorständen oder Geschäftsführern von 14 Unternehmen geführt.

Verbundenheit zum Unternehmen und den Zusammenhalt innerhalb der Familie stärken

Eine passende Familienstrategie – dokumentiert in einer Familienverfassung – ist für Unternehmen, die mehr als 500 Mitarbeiter beschäftigen oder sechs und mehr Gesellschafter haben, besonders wichtig. Ab dieser Unternehmens- und Familiengröße vertrauen mehr als 50 Prozent der Befragten auf die Vorzüge einer Familiencharta. Allerdings haben im Durchschnitt nur 35 Prozent der befragten Familienunternehmen eine Familienverfassung erarbeitet. 

Dabei zeigt sich, dass Family Governance-Maßnahmen den Zusammenhalt der Familie nachweislich stärken und die emotionale Verbundenheit zum Unternehmen erhöhen. Dazu gehören unter anderem gemeinsame Treffen, Weiterbildungen, Familienrat bzw. Gesellschafterausschuss, philanthropisches Engagement sowie Regeln zum Umgang mit Konflikten.

Die Unternehmerfamilien, die eine Familienverfassung erarbeitet haben, verfügen laut Studie über einen höheren Familienzusammenhalt (Emotional Cohesion). Auch die Verbundenheit zum Unternehmen ist stärker (Emotional Ownership) als bei Familienunternehmen ohne Familiencharta. Zudem wirkt sich die Verfassung auf den ökonomischen Wert aus: Familienunternehmen mit einer Familienstrategie erzielen nachweislich höhere Renditen.

Werte rangieren vor Macht und Geld

Der Zusammenhalt innerhalb einer Unternehmensfamilie wird darüber hinaus maßgeblich dadurch beeinflusst, wie zufrieden die einzelnen Gesellschafter sind. Bemerkenswert ist, dass der finanzielle Aspekt für die Eigentümer weniger stark im Fokus zu stehen scheint. So rangiert bei ihnen die Möglichkeit zur Entnahme von Vermögen bzw. Ausschüttungen auf der Prioritätenliste ganz unten. Am wichtigsten ist es für Familiengesellschafter, aktiv im Unternehmen mitarbeiten zu können – nicht zwangsläufig als Geschäftsführer, sondern alternativ auch im Rahmen eines Beiratsmandats oder einer anderen Tätigkeit, wie zum Beispiel als Familienmanager. Mehr dazu lesen Sie im KPMG-Whitepaper.

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Studie: "Family Governance: Firma und Familie in Einklang bringen"

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