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Cloud-Computing

Deutsche Wirtschaft setzt auf Cloud Computing

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Keyfacts über Cloud-Computing

 Cloud-Computing

In Unternehmen ab 500 Mitarbeitern gehört Cloud Computing mit 70 Prozent zum Standard • Aus Sicherheitsbedenken verzichten viele Firmen auf eine Cloud-Lösung • Fast jedes zweite Unternehmen hat Sorge vor einem Datenverlust

Fast die Hälfte der hiesigen Unternehmen nutzt Cloud-Services. Das zeigt eine Studie von KPMG und BITKOM. Dabei macht die große Mehrheit der Firmen positive Erfahrungen mit der Technologie. Allerdings bremsen Sicherheitsbedenken eine schnellere Verbreitung.

Cloud Computing hat sich zu einer zentralen Technologie der Dateninfrastruktur entwickelt. Das zeigt die aktuelle Umfrage „Cloud-Monitor 2015“, die KPMG und der Digitalverband BITKOM jetzt in Berlin vorgestellt haben. So haben im vergangenen Jahr in Deutschland 44 Prozent aller Unternehmen auf Cloud Computing gesetzt, vier Prozent mehr als im Vorjahr. In 24 Prozent der Unternehmen wird der Einsatz bereits geplant oder diskutiert. Für ein Drittel ist die Nutzung von Cloud Computing derzeit kein Thema. An der repräsentativen Umfrage haben 458 Unternehmen teilgenommen. Der Cloud-Monitor 2015 ist bereits die vierte Erhebung zu dieser Thematik. Damit haben KPMG und BITKOM die Cloud-Nutzung in Deutschland über einen Zeitraum von vier Jahren beobachtet.

Die aktuelle Studie bestätigt einmal mehr die überwiegend positiven Erfahrungen der Cloud-Nutzer „Cloud Computing funktioniert“, sagt Peter Heidkamp, Partner Consulting bei KPMG. „Die wichtigsten Ziele, die mit der Einführung von Cloud-Diensten verbunden sind, wurden bei den meisten Anwendern erreicht. Auch wenn es bisweilen Integrations- oder Sicherheitsprobleme gibt, im Großen und Ganzen kann man nach vier Jahren Cloud-Monitor konstatieren: Cloud Computing hält, was es verspricht.“

44% aller deutschen Unternehmen haben 2015 auf Cloud Computing gesetzt.

Wichtiger Beitrag zur IT-Sicherheit

In großen Unternehmen ab 500 Mitarbeitern gehört Cloud Computing mit 70 Prozent schon zum Standard. Im Mittelstand ist es jedes zweite Unternehmen und selbst bei kleineren Betrieben mit 20 bis 99 Mitarbeitern liegt der Anteil bei 41 Prozent. „Cloud-Services machen Unternehmen flexibler, mobiler und effizienter. Darüber hinaus können sie einen wichtigen Beitrag zur IT-Sicherheit leisten“, sagt BITKOM-Vizepräsident Achim Berg.

Als Cloud Computing bezeichnet man die bedarfsgerechte Nutzung von IT-Leistungen wie Speicherplatz, Rechenkapazitäten oder Software über Datennetze. Man unterscheidet zwischen Private Cloud Computing (Intranet) und Public Cloud Computing (öffentliches Internet). Die Private Cloud ist wesentlich populärer als die öffentliche Datenwolke. Bereits 39 Prozent der Unternehmen nutzen IT-Services aus einer Private Cloud. Das Public Cloud Computing kommt dagegen kaum von der Stelle. Nur 16 Prozent der deutschen Unternehmen verwenden es. Public Clouds sind bis dato also vornehmlich für das B2C Geschäft relevant. Am häufigsten werden Softwareleistungen (SaaS) aus der (Private) Cloud abgerufen. Dazu gehören Groupware-Anwendungen mit Funktionen wie E-Mail, Messenger oder Terminplaner, aber auch Telefonie, Office-Programme, Solutions für das Kundenmanagement sowie ERP-Systeme für die Planung und Steuerung von betriebswirtschaftlichen Prozessen.

Sicherheitsbedenken

Die größte Hürde für eine noch intensivere Nutzung von Cloud Computing sind Sicherheitsbedenken. Fast jedes zweite Unternehmen hat Sorge vor einem Datenverlust. Für immerhin 40 Prozent sind rechtliche Unsicherheiten ein Hinderungsgrund für den Einsatz. „Die Sorge vor Cyberangriffen sollte keinesfalls unterschätzt werden“, sagt Achim Berg von BITKOM. „Es stellt sich aber die Frage, ob die eigene IT-Abteilung den Schutz vor einem Datendiebstahl besser gewährleisten kann als ein spezialisierter Cloud-Dienstleister.“ Cloud-Lösungen bieten hier enorme Vorteile, wenn es um Leistungsfähigkeit, Aktualität und Reaktionsgeschwindigkeit geht.

Auch die Sorge vor Compliance-Verstößen ist ein wichtiges Hemmnis im Cloud Markt. „Fast 60 Prozent der befragten Unternehmen haben die Sorge, dass Cloud Computing die Einhaltung von Compliance-Anforderungen gefährdet und schwerlich mit regulativen Rahmenbedingungen in Einklang zu bringen ist. Allerdings ist diese Sorge de facto eher unbegründet: Nur 8 Prozent der Unternehmen haben tatsächlich Compliance-Vorfälle zu beklagen, die mit ihren Cloud-Lösungen zu tun haben“, berichtet Heidkamp. Doch am Ende ist Cloud Computing ein wichtiger Bestandteil der Digitalstrategie für Unternehmen. Aus der Sicht von KPMG und BITKOM ist es wichtig, dass Firmen die Chancen der Wolke nutzen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Anbei geht es zum Download der aktuellsten Cloud-Monitor Studie von KPMG.