Zugang zu Interreg-Fördermitteln verschärft | KPMG | DE

Zugang zu Interreg-Fördermitteln verschärft

Zugang zu Interreg-Fördermitteln verschärft

Fördermittel in Höhe von 1,4 Milliarden Euro verteilt die EU über Interreg, um die internationale Zusammenarbeit zu stärken. Nun sind die Gelder nur noch online und nur mittels eines zertifizierten „National Controller“ abrufbar.

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Interreg, oder wie es offiziell heißt, die "europäische territoriale Zusammenarbeit", ist ein wichtiger Teil der Struktur- und Investitionspolitik der Europäischen Union. Mit Interreg werden grenzüberschreitende Kooperationen zwischen Regionen und Städten unterstützt, die das tägliche Leben beeinflussen, zum Beispiel im Verkehr, beim Arbeitsmarkt und im Umweltschutz. Unterschieden wird zwischen der grenzüberschreitenden, der transnationalen und der interregionalen Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union. Insgesamt stellt die EU 1,39 Milliarden Euro über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) an Fördermittelbudget zur Verfügung. Die Kofinanzierungsrate beträgt zwischen 50 und 85 Prozent.

Die Programme richten sich u.a. an öffentliche Behörden aus Bund, Ländern und Kommunen, an Dienstleister, Hochschulen, Verbände, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen aus verschiedenen Ländern und Regionen. Diese erarbeiten als Partner im Rahmen thematischer Projekte zusammen neue Strategien, Dienstleistungen und Konzepte. Dabei profitieren sie vom gegenseitigen Erfahrungsaustausch.

National Controller notwendig

Förderfähige Aktivitäten können etwa Machbarkeitsstudien, Marketingstrategien, Entwicklungsagenturen sowie kleinere Infrastruktur- und Pilotinvestitionen sein. Förderfähige Kosten sind insbesondere Personalkosten, Reise- und Unterbringungskosten, Ausrüstung und Investitionen. 

Wer die Fördermittel aus den Interreg-Programmen in Anspruch nehmen will, braucht allerdings einen „Nationalen Controller“ – also einen Prüfer, der die ordnungsgemäße Verwendung der EU-Fördermittel entsprechend bestätigt. Diese Kontrollinstanz dient dazu, nur Ausgaben beim zuständigen Sekretariat einzureichen, welche gemäß Projektantrag, Programm sowie nationaler und europäischer Regelungen förderfähig sind. Sollten dem Prüfer im Rahmen seiner Tätigkeit Ausgaben auffallen, welche nicht in diesem Sinne förderfähig sind, rechnet er sie aus dem Erstattungsantrag heraus. 

Nur noch digital

Grundsätzlich ist dies nicht neu – auch in der Vergangenheit gab es zweckentsprechende Mittelverwendungsprüfungen. Neu ist jedoch, dass der „Nationale Controller“ oder „First Level Controller/(FLC)“ im Vorfeld zertifiziert werden muss. Zudem muss die Bestätigung der sachgerechten Mittelverwendung neuerdings online erfolgen. So wie die Projektpartner ihre Kosten online in das „eMS“ genannte Tool eintragen müssen, muss auch der FLC die Kosten in diesem System online bestätigen. 

Gerne beraten wir Sie zu den Änderungen bei den Interreg-Fördermitteln. Die Aufgabe des FLC/Nationalen Controllers können wir für Sie übernehmen.

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