Prüfungsschwerpunkte der DPR für 2017 veröffentlicht

Prüfungsschwerpunkte DPR

Die DPR hat am 3. November 2016 die Prüfungsschwerpunkte für das Jahr 2017 bekannt gegeben

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Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung DPR e.V. (DPR) hat am 3. November 2016 die folgenden Prüfungsschwerpunkte für das Jahr 2017 bekannt gegeben: 

  1. Präsentation der finanziellen Messgrößen (financial performance) 
  2. Finanzinstrumente: Unterscheidung zwischen Eigenkapitalinstrumenten und finanziellen Verbindlichkeiten 
  3. Anhangangaben zu den Auswirkungen neuer Standards auf den IFRS-Konzernabschluss 
  4. Anteile an anderen Unternehmen (IFRS 10, IFRS 11, IFRS 12, IAS 28, IAS 24) 
  5. Werthaltigkeit von Sachanlagevermögen (IAS 36, IAS 1) 

Bei den ersten drei genannten Prüfungsschwerpunkten handelt es sich um die am 28. Oktober 2016 durch die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA (European Securities and Markets Authority) veröffentlichten Prüfungsschwerpunkte, die von den nationalen Aufsichtsbehörden bei ihrer Prüfung im Rahmen von Enforcement-Verfahren (z.B. in Deutschland von der DPR) zu beachten sind. Eine ausführliche Darstellung dieser Prüfungsschwerpunkte ist auf der Homepage der ESMA abrufbar (vgl. Express Accounting News 26/2016). 

Die rein nationalen Prüfungsschwerpunkte (Nr. 4 und 5) werden von der DPR wie folgt konkretisiert: 

Hinsichtlich der Anteile an anderen Unternehmen sind als Schwerpunkte genannt:

  • Beurteilung der Ermessensentscheidungen bei „atypischen“ Fällen (IFRS 10, IFRS 11, IAS 28) sowie Vollständigkeit der jeweils zugehörigen Anhangangaben gemäß IFRS 12 und IAS 24
    • Nichtkonsolidierung bei vorliegenden Stimmrechtsmehrheito 
    • Konsolidierung trotz fehlender Stimmrechtsmehrheit 
    • Keine Anwendung der Equity-Methode trotz Vorliegens eines oder mehrerer Indikatoren des IAS 28.6 
    • Anwendung der Equity-Methode bei unter 20% Stimmrechtsbesitz
  • Änderung der Beherrschung eines Beteiligungsunternehmens
    • Festlegung des Erst- bzw. Entkonsolidierungszeitpunkts (IFRS 10.20)
    • Neubewertung von bei Erlangung der Beherrschung bereits vorliegenden bzw. bei Verlust der Beherrschung zurückbehaltenen Anteilen an Unternehmen (IFRS 3.42, IFRS 10.25 (b))
  • Beurteilung der quantitativen und qualitativen Wesentlichkeit bei nicht konsolidierten Tochterunternehmen und Darstellung bei erstmaliger Einbeziehung 

Die Schwerpunkte in Bezug auf den Werthaltigkeitstest von Sachanlagevermögen liegen bei:

  • Durchführung eines Werthaltigkeitstests bei Identifikation von Indikatoren für eine Wertminderung des Sachanlagevermögens (IAS 36.12-36.14) und Bestimmung der Testebene (IAS 36.66)
  • Plausibilität der wesentlichen Annahmen zur Ermittlung des erzielbaren Betrags bei Durchführung des Tests auf Ebene einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) (IAS 36.33 ff.)
  • Einbeziehung von Schulden bei der Ermittlung des Nutzungswerts und des Buchwerts der ZGE (IAS 36.76 (b) und 36.78, IFRS IC Agenda-Entscheidung Mai 2016)
  • Bei nicht vollständiger Erfassung der rechnerischen Wertminderung einer wesentlichen ZGE (IAS 36.105):
    • Nachweis der Wertuntergrenze „beizulegender Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung“ einzelner wesentlicher Vermögenswerte der ZGE
    • Prüfung des Erfordernisses zusätzlicher Anhangangaben zum Vorgehen bei der Ermittlung der Bewertungsgrundlagen (IAS 1.117 ff.) sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen und anderen Quellen von Schätzungsunsicherheiten bei der Ermessensausübung (IAS 1.125ff) 

Die Prüfungsschwerpunkte der DPR für 2017 sind auf der Homepage der DPR (PDf, 0.1 MB) abrufbar.

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