IFRS 15: Klarstellung hilft Unternehmen, sich jetzt zielgerichtet vorzubereiten

IFRS 15: Was Unternehmen jetzt tun müssen

Die Auslegung des Standards wurde nach Veröffentlichung noch einmal präzisiert – was Unternehmen jetzt tun müssen.

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Nach Veröffentlichung der Richtlinie „IFRS 15 Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden“ wurde schnell deutlich, dass einige Regelungen unklar und in hohem Maße auslegungsbedürftig sind. 

Beide Standard-Setzer haben sich daher zu einer begrenzten Überarbeitung des Standards entschieden, jedoch in abweichender Weise. Die ursprünglich angestrebte Konvergenz zwischen IFRS und US-GAAP im Bereich der Umsatzlegung wird daher jedenfalls teilweise nicht erreicht. 

Das IASB hatte im Juli 2015 den Entwurf von Klarstellungen zu IFRS 15 vorgelegt und nunmehr - nach Detailanpassungen - den finalen Änderungsstandard am 12. April 2016 veröffentlicht. 

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Klarstellung in drei Bereichen

Die Änderungen berühren nicht die Grundprinzipien des Standards, sie sollen diese vielmehr verdeutlichen. Die Klarstellungen betreffen insbesondere folgende Aspekte:

  • Identifizierung der unterscheidbaren Leistungsverpflichtungen eines Vertrages, 
  • Einschätzung darüber, ob ein Unternehmen Prinzipal oder Agent einer Transaktion ist 
  • Bestimmung, ob Erlöse aus der Lizenzgewährung zeitpunkt- oder zeitraumbezogen zu vereinnahmen sind. 

Zudem werden weitere Erleichterungen im Zusammenhang mit den Übergangsregelungen auf IFRS 15 eingeführt.Die Änderungen sind (wie IFRS 15 selbst) anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Das EU-Endorsement des finalen Standards steht nach wie vor noch aus.

1. Was bedeutet das konkret für Ihr Unternehmen?

Die Implementierung des neuen Standards wird weitreichende unternehmensinterne Veränderungen und Anpassungen notwendig machen:

  • Neugestaltung der Prozesse im Rechnungswesen
  • Anpassung von absatzbezogenen Prozessen und Systemen
  • Erweiterung des Vertragsmanagements
  • Anpassung von Vergütungsmodellen
  • Anpassung des Planungs- und Budgetierungsprozesses 
  • Berücksichtigung in der Kapitalmarktkommunikation

2. Reagieren Sie jetzt - noch ist es nicht zu spät

Insbesondere die erforderlichen konzernweiten Anpassungen in den Bereichen Sales, Legal, Accounting und IT können mit einem erheblichen Zeit- und Personalaufwand verbunden sein.Mit unserem fokussierten und bedarfsgerechten Implementierungsansatz steht einer erfolgreichen und fristgerechten Erstanwendung der neuen IFRS15 Regelung nichts mehr im Weg.

3. Ganzheitliche IFRS 15 Beratung und Implementierung

Die Elemente des Programm-Managements im Einzelnen:

Rechnungslegung und Berichterstattung

  • Vertragserhebung und Clustering
  • Ansatz, Bewertung und Ausweis gemäß IFRS 15
  • Erstmalige Anwendung und Übergang auf IFRS 15
  • Angabe der erwarteten Auswirkungen im Anhang
  • Latente Steuern im IFRS-Abschluss

Systeme und Prozesse

  • ERP-System
  • Hauptbuch, Nebenbücher und Reporting Packages
  • Analyse und Adjustierung bestehender Systeme und Prozesse sowie interner Kontrollen
  • Verankerung Komponentensplit, Preisberechnungen, Datenquellen etc. in den Systemen

Business

  • Auswirkungen auf Verträge und Geschäfts modelle
  • Interne Berichterstattung und Kennzahlen
  • Unternehmenskommunikation
  • Einhaltung von Financial CovenantsUnternehmensplanung

People & Change

  • Etablierung der Schnittstellen zwischen Vertrieb, Rechts- und Finanzabteilung
  • Vergütungs- und Anreizsysteme
  • Schulungen (neue Prozesse, Systeme, IKS, etc.)
  • Betrachtung in- und ausländischer Standorte
  • Projektmanagement

Unsere Erfahrung zeigt, dass es wichtig ist, alle relevanten Bereiche frühzeitig in den Umstellungsprozess nach IFRS 15  mit einzubeziehen:

  • Analyse und Adjustierung der existierenden Systeme, Prozesse und Kontrollen (ggf. neue Systemlösung)
  • Implementierung neuer Kontrollen zur Erfüllung der Anforderungen an das 5-Schritte-Modell 
  • Einbindung der Unternehmensführung sowie aller Abteilungen in das Change Management

4. Unsere Dienstleistungen

  • „IFRS 15 Quick Scan“ als Top-Down Initialanalyse zur Identifizierung von betroffenen Absatzmodellen 
  • Detailanalyse der Absatzmodelle zur Identifizierung von notwendigen Anpassungen unter Nutzung des „Contract Analysers“
  • Quantitatives Impact Assessment zur Schätzung des Erstanwendungseffekts zur Kommunikation mit den Stakeholdern

IFRS 15 – Umsatzerlöse aus Kundenverträgen

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