Outsourcing von Finanzfunktionen

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Outsourcing von Finanzfunktionen steht bei international agierenden Konzernen und ihren CFOs zunehmend hoch im Kurs.

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Besonders in den USA und Skandinavien setzen bereits viele Finanzchefs auf die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern bzw. Service Providern, die die Standardprozesse der Finanzabteilungen bearbeiten. Insbesondere bei größeren Unternehmen und Konzernen geht der Trend dahin, beispielsweise das Erstellen der lokalen und nationalen Jahresabschlüsse extern zu vergeben.

"Der Vorteil dieser Variante der Auslagerung: Das internationale Unternehmen kann selbst immer noch über die eigene Buchhaltung und den Konzernabschluss wachen. Die teils komplexe und aufwändige Auseinandersetzung mit dem nationalen Handels- und Steuerrecht wird jedoch in die Hände von externen Experten gegeben.", sagt KPMG-Experte Hendrik Koch. "Grundsätzlich eignen sich all jene Prozesse für Business Process Outsourcing (BPO), die stark regelbasiert sind und sich leicht industrialisieren lassen", so Koch weiter.

Andere Länder, andere Rechnungslegung

Wenn ein international agierender Konzern selbst beispielsweise nach IFRS oder US-GAAP bilanziert und seine Konzernzahlen nach dieser Rechnungslegung veröffentlicht, dann befreit ihn das in ganz vielen Ländern nicht davon, zusätzlich nationale Abschlüsse für seine Tochterunternehmen zu veröffentlichen. So müssen auch in Deutschland in der Regel handelsrechtliche Jahresabschlüsse aufgestellt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden – unabhängig davon, ob das deutsche Tochterunternehmen bereits einen internen Jahresabschluss an sein Mutterunternehmen gemeldet hat.

Gleichzeitig sind in Deutschland handelsrechtliche Jahresabschlüsse immer noch Grundlage für die Steuerbilanz. Und das ist in anderen Ländern häufig nicht anders. „Wenn man dann bedenkt, dass viele Konzerne in dutzenden Ländern mit eigenen Unternehmen aktiv sind, dann ist der Aufwand für die zentralen Finanzabteilungen immens. Da kommen schnell 20 oder 30 verschiedene Gesetze und Rechnungslegungen zusammen, für die dann immer jeweils eigene Prozesse und fachliches Know-how individuell vorgehalten werden müssen. Das ist extrem aufwändig und führt zu unnötigen Doppelbelastungen für den Konzern“, sagt Koch. Und es nimmt den Unternehmen die Möglichkeit sich stärker auf das zu konzentrieren, was eigentlich den Unterschied machen sollte – nämlich die operative Geschäftsentwicklung.

Effiziente externe Expertise

Kostensparend und effizient ist es in diesen Fällen, die Erstellung nationaler Jahresabschlüsse an externe Experten auszulagern – und zwar möglichst an Beratungsunternehmen, die ebenfalls international aufgestellt sind. Diese können schnell reagieren und halten durch ihr großes Netzwerk ausreichend Expertise vor. Gleichzeitig sind sie berufsbedingt immer auf dem aktuellen Stand der nationalen Gesetzgebung und können Veränderungen schnell erkennen.

„Dabei ist es wichtig, detailliert die notwendigen Prozesse und Verantwortlichkeiten mit dem Dienstleister abzustimmen. Hierbei sind klare Übergabepunkte und Schnittstellen zwischen Konzernunternehmen und Dienstleister zu definieren“, erklärt Koch.

Der Trend ist nicht neu

Bereits im Jahr 2013 hat die US-Studie „State of the Outsourcing Industry 2013“ von KPMG Global und HfS Research die strategischen Trends und Zielbilder des Outsourcing von Finanzfunktionen untersucht.  Für die Studie wurden 1.355 Teilnehmer, darunter Geschäftsführer, Vorstände und CFOs global agierender Unternehmen sowie Entscheider von Service-Providern befragt. Für die meisten Studienteilnehmer hat das Thema Auslagerung eine hohe Relevanz – Tendenz steigend.

Knapp die Hälfte der Entscheider plante im Jahr 2013 zukünftig insbesondere Funktionen des internen und externen Rechnungswesens an externe Service Provider zu geben. „Nun, knapp drei Jahre später, sehen wir die ersten Auswirkungen dieser steigenden Nachfrage“, so Koch.

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