Bankbeziehungen: Professionell vorbereitet ins Bankgespräch

Bankbeziehungen: Gut vorbereitet ins Bankgespräch

Die Finanzexperten setzen sich in der Regel einmal im Jahr mit jeder ihrer Banken zu einem strukturierten Gespräch zusammen.

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Ein Gastbeitrag von Sebastian Hahn, Lead Solutions Consultant bei Reval.

Das Treasury arbeitet eng mit seinen Bankpartnern zusammen. Die Finanzexperten setzen sich in der Regel einmal im Jahr mit jeder ihrer Banken zu einem strukturierten Gespräch zusammen. Darüber hinaus finden unregelmäßig weitere Bankengespräche zu diversen Themen statt und natürlich ist man auch über das Tagesgeschäft laufend in Kontakt.

Grundsätzlich dient das Jahresgespräch der gegenseitigen Beurteilung der Kunde-Bank-Beziehung. Es findet häufig in der Zeit nach der Feststellung des Unternehmensjahresabschlusses statt, da Banken ihre Kunden aufgrund des aktuellen Jahresabschlusses und eines Mehrjahresplanes inklusive des Unternehmensausblicks einstufen.

Aus Sicht des Treasury dient das Gespräch dazu, die Bankenpolitik und die einzelnen Bankbeziehungen effizient zu steuern. Außerdem werden Informationen zu neuen Produkten und Services, aber auch zur finanziellen Situation der Banken von den Finanzverantwortlichen gesammelt.

Da die gesamte Kunde-Bank-Beziehung und auch das Bankengespräch aus einem "Geben und Nehmen" bestehen, ist gegenseitige Transparenz ein wichtiger Bestandteil. Über ein valides Finanz- und Bankenreporting kann sich das Treasury Klarheit über sein Bankportfolio und einzelne Bankbeziehungen verschaffen.

Hier die Top Five Best Practice-Analysen und Berichte, die Treasury-Abteilungen für das Jahresgespräch normalerweise vorbereiten:

  1. Verteilung der Geschäfte je Kontrahent nach Anzahl und Volumina
  2. Auswertung über einzelne Geschäftsarten
  3. Fristigkeiten- und Fälligkeitenreports sowie Kreditlinienauswertungen
  4. Gebührenabrechnung "Was verdient die Bank mit mir?"
  5. Berechnung des Kontrahentenrisikos

Bei allen Auswertungen ist es wichtig, nicht nur die Konten und Geschäfte des Konzern-Treasury zu betrachten, sondern auch jene der Tochtergesellschaften zu berücksichtigen. Denn nur wer konzernweite Transparenz über die gesamte Geschäftsbeziehung mit jeder Bank schaffen kann, kann letzten Endes auch Geschäfte und Risiken zielführend auf Kern- und Nebenbanken verteilen.

Der Einsatz einer integrierten Treasury-Software erleichtert das Berichtswesen deutlich, da sämtliche Finanzdaten im System erfasst und ausgewertet werden können. Zusätzlich stehen im Treasury-System verschiedene Reportingmöglichkeiten zur Verfügung. Auswertungen können über standardisierte Berichte auf Knopfdruck abgerufen werden oder individuell über flexible ad hoc-Abfragen unmittelbar in der Benutzeroberfläche erstellt werden. Hiermit kann sich das Treasury nicht nur effizient für das Bankgespräch vorbereiten, sondern bei Bedarf auch kurzfristig, während des Gesprächs, noch weitere Details abrufen.

Jahresgespräche dienen der Analyse der Kunde-Bank-Beziehung. Eine solide Vorbereitung im Treasury hilft dabei die aktuelle Bankenverteilung entsprechend der Risikostrategie des Unternehmens zu steuern, Entscheidungsgrundlagen für die Aufteilung von künftigen (Zusatz-)Geschäften zu schaffen und langfristig eine vertrauensvolle Geschäftsbeziehung aufzubauen.

Quelle: KPMG Corporate Treasury News, Ausgabe 54, April 2016
Ansprechpartner KPMG: Stephan Plein, Senior Manager, splein@kpmg.com

Die Ansichten und Meinungen in Gastbeiträgen sind die des Verfassers und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten und Meinungen der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

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