Wahrheit und Pflicht

Wahrheit und Pflicht

Sich in Unternehmen rechtzeitig mit Risiken auseinandersetzen, bedeutet aufzuklären und zu kommunizieren. Auch öffentlich. Eine aktuelle KPMG-Fokusanalyse zur Risikokommunikation zeigt, dass das Thema in Geschäftsberichten noch immer nicht einheitlich und transparent gehandhabt wird. Dabei steht für Unternehmen viel auf dem Spiel.

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Sich in Unternehmen rechtzeitig mit Risiken auseinandersetzen, bedeutet aufzuklären und zu kommunizieren. Auch öffentlich. Eine aktuelle KPMG-Fokusanalyse zur Risikokommunikation zeigt, dass das Thema in Geschäftsberichten noch immer nicht einheitlich und transparent gehandhabt wird. Dabei steht für Unternehmen viel auf dem Spiel.

Das größte Problem einer schleichenden Krise im Unternehmen ist der Zeitpunkt des Ausbruchs: Dieser kommt meistens unverhofft und überraschend. Der Vorteil bei einem schleichenden Prozess: Es gibt zumindest einen geringen Handlungsspielraum während der Krisenentwicklung. Dadurch, dass das Problem längst bekannt ist, besteht die Chance, schwerwiegende Folgen für das Unternehmen abzuwenden – indem Risiken transparent und umfassend kommuniziert werden.

Mehr als reine Pflichterfüllung

So dienen der Geschäftsbericht und insbesondere der Lagebericht den schutzwürdigen Interessen der Rechnungslegungsadressaten. Sie müssen den gesetzlich berechtigten Anspruch auf Information erfüllen. „Die Leser erwarten zum einen, dass der Geschäftsberichts konkrete und detaillierte Aussagen zu Risikoaspekten enthält. Zum anderen setzen sie voraus, dass die unternehmensrelevanten Risiken den jeweiligen Unternehmen bekannt und von ihnen verstanden sind. Darüber hinaus gehen die Adressaten davon aus, dass angemessene Maßnahmen ergriffen werden und öffentlich darüber berichtet wird“, erklärt Zieske.

Die externe Risikokommunikation sei jedoch mehr als eine bloße Pflichtübung: „Nur wenn in diesem Berichtselement ein authentisches Bild des Unternehmens gezeichnet wird, entsteht Vertrauen“, sagt der KPMG-Risikoexperte.

Uneinheitliche Risikoberichterstattung

Dass noch viele Unternehmen diese Gelegenheit nicht ausreichend nutzen, zeigt die aktuelle KPMG-Fokusanalyse zur externen Risikokommunikation deutscher Maschinen- und Anlagenbauer. Im Vergleich zueinander sind die Geschäftsberichte uneinheitlich und bei wesentlichen Risikoaspekten lückenhaft. Gerade im operativen und strategischen Bereich fällt auf, dass es häufig an einer langfristigen Betrachtung von Risiken mangelt. So bleiben Aussagen zur Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells, zum Aufbau und zur Nachhaltigkeit der Wertschöpfungskette und zur Absicherung des Unternehmenserfolgs vielfach vage.

„Wenn man bedenkt, dass die Zukunft des Maschinen- und Anlagenbaus digital ist, ist es erstaunlich, wie wenig Themen wie Datenanalyse, vernetzte Produktion und Konnektivität als strategische Erfolgsfaktoren beachtet werden“, so Volker Zieske. Risiken, die mit der IT-Infrastruktur verbunden sind (Datenlecks, Cloud-Computing, Cyber-Attacken, etc.), kämen laut Zieske thematisch zu kurz.

Compliance nachhaltig verankern

Im Fall mancher Unternehmen scheint es in Sachen Risikoberichterstattung und besonders im Bereich Corporate Governance und Compliance Luft nach oben zu geben: Viele Skandale der jüngeren Zeit zeigen, dass sich technische Manipulationen zu einem Alptraum entwickeln können, wenn ihre Auswirkungen nicht überblickt werden. „Dazu müssen sie durch Experten frühzeitig entdeckt und durch geeignete Maßnahmen kontrolliert werden“, rät Volker Zieske. „Compliance Management-Systeme sollten daher international beziehungsweise konzernweit aufgestellt und in die Unternehmensprozesse integriert sein. Dadurch erhält man tiefere Einblicke.“

KPMG berät und unterstützt Unternehmen hinsichtlich externer Risikokommunikation und Kontrollsysteme allgemein und zu konkreten Anliegen. Das Team hilft auch dabei, wenn es darum geht, Antworten auf die digitale Transformation zu finden und diese in die Risikoberichterstattung einfließen zu lassen. Sprechen Sie uns an.

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