Transparenz in einem anspruchsvollen Umfeld

Transparenz in einem anspruchsvollen Umfeld

Eine transparente Risikokommunikation schafft Vertrauen. Doch noch immer sind viele Geschäftsberichte von deutschen Maschinen- und Anlagenbauern im Vergleich zueinander uneinheitlich und bei wesentlichen Risikoaspekten lückenhaft. Zudem werden wichtige Themenfelder wie Big Data und Industrie 4.0 nur unzulänglich betrachtet – und das, obwohl die Daten-Revolution die gesamte Fertigungstechnik grundlegend verändert.

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Zu diesem Ergebnis kommt eine KPMG-Untersuchung der externen Risikoberichterstattung. Zum vierten Mal in Folge hat KPMG das im Geschäftsbericht vermittelte Risikobewusstsein von deutschen Maschinen- und Anlagenbauer untersucht und die beschriebenen Maßnahmen zur Gefahrenbegrenzung und –minimierung näher betrachtet.

Zentrale Ergebnisse der Untersuchung

Die Fokusanalyse zeigt, dass Maschinen- und Anlagenbauer ihre Risikokommunikation noch sehr unterschiedlich handhaben. Positiv ist, dass die Leitlinien der Rechnungslegungsnorm DRS 20 stringent angewendet werden. Die Qualität der externen Risikoberichterstattung ist dadurch insgesamt weiter gestiegen.

Detailliert und aussagekräftig wird zumeist dann berichtet, wenn die gesetzlichen Vorgaben es vorsehen. So haben die Cluster der finanziellen und Governance- und Compliance-Risiken bereits ein gutes bis sehr gutes Niveau erreicht. Das dürfte auf die verschiedenen Reporting-Vorgaben zurückzuführen sein, die zu diesem Risiko-Cluster bestehen.

Nachholbedarf gibt es vor allem bei den Clustern der strategischen und operativen Risiken: Aussagen zur Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells, zum Aufbau und zur Nachhaltigkeit der Wertschöpfungskette und zur Absicherung des Unternehmenserfolgs bleiben vielfach sehr vage.

Vor dem Hintergrund, dass die Zukunft des Maschinen- und Anlagenbaus eine digitale und vernetzte sein wird, ist es durchaus bemerkenswert, dass Datenanalyse, vernetzte Produktion und Konnektivität als strategische Erfolgsfaktoren kaum beachtet werden. So kommen Risiken, die mit der IT- Infrastruktur verbunden sind (Datenlecks, Cloud-Computing, Cyber-Attacken, etc.), thematisch zu kurz – und das, obwohl die Adressaten darauf gesteigerten Wert legen.

Methodik

15 Geschäftsberichte deutscher Maschinen- und Anlagenbauer haben die KPMG-Experten untersucht und dafür die Berichte der Geschäftsjahre 2013/14 und 2014/15 gegenübergestellt.  Rund 170 relevante Risikoaspekte und Fragestellungen wurden in 19 Kategorien gebündelt und zu vier Risiko Clustern zusammengefasst.  Mit Hilfe dieses Risiko-Rahmenwerks können potenzielle Gefahren messbar gemacht und Handlungsempfehlungen abgeleitet werden.

Fazit 

Die in der Analyse vorgestellten Leitlinien und Best Practices helfen dabei, ein Risikoberichtswesen einzuführen, das mehr leistet, als die gesetzlichen Vorgaben verlangen. Mit dem Benchmark und über den Vorjahresvergleich bieten sich den Unternehmen zwei Bezugsgrößen, mit denen sie ihr Risikomanagementsystem überarbeiten, verbessern und auf die Interessen der Adressaten zuschneiden können. KPMG berät und unterstützt Unternehmen hinsichtlich externer Risikokommunikation und Kontrollsysteme allgemein und zu konkreten Anliegen. Das Team hilft auch dabei, wenn es darum geht, Antworten auf die digitale Transformation zu finden und diese in die Risikoberichterstattung einfließen zu lassen.

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