Wie Führungskräfte ein Zeichen setzen können | KPMG | DE

Wie Führungskräfte ein Zeichen setzen können

Wie Führungskräfte ein Zeichen setzen können

Keyfacts über Gleichberechtigung

Führungskräfte

Vorstände sollen mit gutem Beispiel vorangehen • Bei Diskriminierung am Arbeitsplatz muss sofort eingegriffen werden • Für eine Geschlechtergleichheit ist das Engagement aller Mitarbeiter erforderlich

Führungskräfte

Das Thema „Gewalt gegen Frauen“ ist nach den Ereignissen der Silvesternacht zu einem zentralen, öffentlichen Diskussionsthema geworden. Und die Auseinandersetzung damit ist richtig und wichtig, denn das Thema Frauenfeindlichkeit findet täglich und überall statt.

Gemäß eines im März 2014 veröffentlichten Berichts der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA), hat in der EU jede dritte Frau (33 Prozent) nach ihrem 15. Lebensjahr körperliche oder sexuelle Gewalt erfahren.

Ein Thema für den Vorstand

Diversity, die Gleichheit der Geschlechter und damit auch die ausdrückliche Bekenntnis gegen Gewalt, ist inzwischen ein wichtiges Themen in vielen Unternehmen. Dabei erweist es sich laut den Ergebnissen der „Gender Parity Study“ von KPMG als besonders wichtig, dass die Vorstände selbst mit gutem Beispiel vorangehen und sich für Diversity engagieren. Fordert ein Vorstand persönlich die Gleichheit der Geschlechter ein, hat die Motivation starke Symbolkraft, strahlt auf das gesamte Unternehmen aus und sensibilisiert sowohl die Führungskräfte als auch die Mitarbeiter für das Thema. Entscheidend ist authentisches Handeln mit „Herz und Verstand“.

70% der von Diskriminierung am Arbeitsplatz betroffenen Personen haben keinen Ansprechpartner in ihrem Unternehmen, der ihnen helfen kann.

Führungskräfte: Aktiv werden!

Eines ist sicher: Den Kampf um eine Gleichstellung der Geschlechter können Frauen nicht alleine gewinnen. Die weltweite Solidaritätsbewegung #HeForShe von UN Women, deren „Empowerment Principles“ auch von KPMG unterzeichnet wurden, ruft deshalb alle Männer dazu auf, sich als „Change Agents“ für die Gleichstellung der Geschlechter und die Beendigung aller Gewalt und Diskriminierungen einzusetzen.

In diesem Sinne sollten auch alle Führungskräfte für das Thema sensibilisiert sein. Sie müssen sich im täglichen Leben gegen jede Art von Diskriminierung positionieren, um die notwendigen gesellschaftlichen Veränderungen voranzubringen. Das heißt mit gutem Beispiel vorangehen, dauerhaft die Gleichberechtigung aller Mitarbeiter einfordern, vor allem auch Verstöße sanktionieren und bei Diskriminierung von Frauen und Mädchen sofort einschreiten! Werden Sie aktiv!