Die vier Social-Media-Typen

Die vier Social-Media-Typen

Dank der sozialen Medien ist es leicht, mit alten Freunden in Kontakt zu bleiben. Auch für berufliche Zwecke eigenen sie sich hervorragend. Doch genutzt werden sie von allen Menschen unterschiedlich. Vier Gruppierungen lassen sich dabei erkennen.

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Neuland ist das Internet nur noch für wenige. Im Durchschnitt surfen die Deutschen laut ARD/ZDF-Onlinestudie 2015 täglich fast zwei Stunden (108 Minuten) im Internet und damit doppelt so lange wie noch vor acht Jahren. Zu einem großen Teil bewegen sie sich dabei in sozialen Netzwerken.

„Wir haben analysiert, wie und wie viel die Menschen die sozialen Medien nutzen. Dabei haben sich vier Gruppen herauskristallisiert: der Skeptiker, der Netzwerker, der Fan und der Power User“, erklärt Alexander Jonke, Manager bei der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

Der Netzwerker

Netzwerker pflegen online vor allem private Kontakte. Auch beruflich nutzen sie gelegentlich soziale Medien, etwa um Kunden zu binden und deren Interesse zu gewinnen. Dennoch schöpfen sie das Potenzial nicht voll aus. Für gegenseitige Förderung und Unterstützung, Kollaborationen und Kooperationen ist es notwendig, langfristig zu interagieren.

Mit Kontinuität, der richtigen Portion an Persönlichkeit und Sorgfalt kann der Netzwerker seine Community weiter ausbauen und alte Kontakte auffrischen. Er sollte sich dennoch beibehalten, selbst bei hoher Arbeitsbelastung den Kontakt mit Familie und Freunden zu pflegen.

Für berufliche Kontakte, aber auch themenrelevante Events und Jobangebote bieten sich vor allem Business-Netzwerken wie XING und LinkedIn an. Facebook ist nach wie vor mehr dem privaten Kontakt vorbehalten. Twitter hingegen eignet sich hervorragend für beides. Insbesondere auf Veranstaltungen ist das „Live Twittern“ immer mehr im Kommen und erleichtert den persönlichen Kontakt zu anderen aktiven Twitter-Usern, die auch auf einer Veranstaltung zugegen sind.

Der Fan

Der Fan ist sich dessen bewusst und kennt sich in der Vielfalt der sozialen und beruflichen Netzwerke sehr gut aus. Er weiß, aktuelle Neuigkeiten schnell und wirksam zu erfassen und zu verbreiten – oft sogar, bevor sie sich viral verbreiten. Der Fan muss aber beachten, Reputations- und Imageschäden zu vermeiden, denn nicht jeder teilt sein Interesse in gleichem Maße.

Für ihn empfiehlt sich, das Potenzial der Kosteneinsparungen durch die Digitalisierung seiner Geschäfts- und Arbeitsprozesse mehr auszunutzen. Das unterscheidet ihn vom Power User.

Der Power User

Dem Power User muss die „Digitale Transformation“ nicht erklärt werden – er gestaltet sie in seinem beruflichen wie privaten Nutzungsverhalten aktiv mit. Online zählt der Power User aufgrund seines Wissens zu einem bestimmten Thema und seiner Aktivitäten im Netz oftmals zu den Meinungsmachern. In seinem Netzwerk und darüber hinaus gilt er als einflussreich. Dieses besondere Potenzial kann er gezielt für Kundenbindung und Gewinnung von neuen Interessenten einsetzen.

Darin liegt jedoch auch die Gefahr für ihn: eine falsche Äußerung, rechtliche Verstöße sowie Diskontinuität können ihn schnell seinen Status kosten. Der Power User muss auch verstärkt an regulatorische Anforderungen wie Datenschutz, Lizenz- und Urheberrechte denken, denn diese sind bei Unachtsamkeit schnell verletzt. Offline ist der Power User nur selten – doch gerade dies ist wichtig, um auch einmal „abzuschalten“.

Der Skeptiker

Skeptiker haben eine gänzlich andere Einstellung. Sie glauben meist nicht, dass soziale Medien unverzichtbar sind oder die Produktivität steigern. Dagegen legen sie Wert auf persönlichen Kontakt und vermögen es, nur in einem dezenten Rahmen im sozialen Netz zu interagieren.

Oft ist ihre Skepsis jedoch ihren geringen Kenntnisse geschuldet. Sich neuen Technologien und Methoden anzunähern und sich mit ihnen vertraut zu machen, kann die Nutzung sozialer Medien auch in Kreisen der Skeptiker steigern, sodass diese über die Nutzung aus reiner Notwendigkeit hinausgeht.

Um seine Einstellung gegenüber Social Media zu ändern, muss der Skeptiker nicht auf allen Kanälen vertreten sein. Es reicht, wenn er zunächst die Vorteile und den Nutzen eines Netzwerks erkennt, das am ehesten zu seinen Interessen passt: Wer etwa auf XING oder LinkedIn die Neuigkeiten ausgewählter Fachmagazine abonniert, kann sich dort gebündelt informieren und dennoch die eher passive Rolle des Lesers behalten. Wer oft an Veranstaltungen teilnimmt, hier und da jedoch verhindert ist, kann auf Twitter viele Events, bei denen er nicht anwesend ist, live begleiten. Der beobachtende Skeptiker kann zunächst also weitestgehend Beobachter bleiben und dennoch soziale Netzwerke zu seinem Vorteil nutzen.

Dieser Beitrag ist dem aktuellen Assurance Magazin entlehnt. 

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