Die deutsche Fertigungsindustrie zwischen Wandel und Beständigkeit

Fertigungsindustrie zwischen Wandel und Beständigkeit

Nach wie vor zeichnet das Qualitätssiegel Made in Germany deutsche Unternehmen im internationalen Wettbewerb aus. Insbesondere für die Fertigungsindustrie gilt es daher, innovativ zu bleiben – ohne den Fokus auf die eigenen Kunden zu verlieren. Für den globalen CEO Outlook wurden weltweit 1.278 Entscheider befragt, darunter 45 CEOs aus der deutschen Fertigungsindustrie. Lesen Sie in dieser Sonderauswertung, wo sie Wachstums- und Optimierungspotenziale sehen und welchen Weg sie für ihr eigenes Unternehmen innerhalb der nächsten drei Jahre einschlagen.

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Meeting an einem runden Tisch

Wachstum und Wettbewerb

Gesättigte Märkte in Deutschland und Europa lassen ein nachhaltiges Wachstum nicht ohne weiteres zu. Aus diesem Grund setzen die Unternehmen der deutschen Fertigungsindustrie weiterhin verstärkt auf den Export. Sie zeigen sich selbstbewusst: 82 Prozent der befragten CEOs sind hinsichtlich der Wachstumsaussichten der Weltwirtschaft optimistisch gestimmt. Und 73 Prozent zeigen sich zuversichtlich, dass ihr Betrieb in den nächsten drei Jahren wachsen wird. Damit liegen die Ergebnisse deutlich über dem weltweiten Durchschnitt mit 67 und 62 Prozent. 

Hinsichtlich des Wachstums im eigenen Land und in der eigenen Branche ist bei den deutschen Befragten weniger Optimismus erkennbar: 44 Prozent der deutschen CEOs sind zuversichtlicher als im Vorjahr, wenn es um das Wirtschaftswachstum im eigenen Land geht. 47 Prozent sind positiver gestimmt als noch vor zwölf Monaten, wenn um die eigene Branche geht. Beide Ergebnisse liegen unter dem weltweiten Durchschnitt mit 65 Prozent bzw. 60 Prozent. Marktanteile an Wettbewerber zu verlieren, fürchten deutsche CEOs tendentiell weniger als ihre internationalen Kollegen. Denn die befragten Unternehmen sehen sich gegenüber Wettbewerbern aufgrund ihrer Marktstellung im Vorteil und gehen eher davon aus, zukünftig Marktanteile hinzuzugewinnen. 

„Deutsche Vorstände und Geschäftsführer sind sich bewusst, dass ein Wandel des eigenen Unternehmens notwendig ist. 47 Prozent der Befragten in Deutschland erwarten eine Transformation in den Bereichen Produktion und Fertigung – so viel wie in keinem anderen Land. Wenn es Unternehmen schaffen, mit innovativen Produktionsprozessen, angepassten Strategien und neuen Geschäftsmodellen den technischen Vorsprung der letzten Jahre zu verteidigen, sind messbare Erfolge zu erwarten.“, so Harald v. Heynitz, Head of Manufacturing.

Das Rennen um die beste Innovation

Was den deutschen CEOs jedoch Sorge bereitet, ist die rückläufige Kundenloyalität, mit der eine erhöhte Wechselbereitschaft einhergeht. Das sagen 91 Prozent der Befragten. Außerdem befürchten 58 Prozent der deutschen CEOs, dass neue Marktteilnehmer zukünftig das eigene Geschäftsmodell gefährden – weltweit sind es aber zwei Drittel der Befragten (75 Prozent). 

Obwohl deutsche Unternehmen nicht so sehr auf aggressives Wachstum ausgerichtet sind, wie beispielsweise Wettbewerber aus den USA, wird anorganische Wachstum z.B. über Joint Ventures oder Kooperationen in den nächsten Jahren zunehmen. Um den Unternehmenserfolg zu sichern, messen 71 Prozent der deutschen CEOs der Nutzung von Innovationspotentialen größte strategische Bedeutung bei. Dieser Wert ist der mit Abstand höchste im internationalen Vergleich. Zu den wichtigsten drei strategischen Prioritäten der Befragten in Deutschland zählen außerdem die geografische Expansion, sowie die Schärfung des Kundenfokus.  

Auf der Prioritätenliste

78 Prozent der befragten deutschen CEOs erwarten, dass sich ihr Unternehmen in den nächsten drei Jahren grundlegend verändern wird. Dies ist der höchste Wert verglichen mit 33 Prozent im weltweiten Durchschnitt und nur 3 Prozent in den USA.

71 Prozent der deutschen CEOs aus der Fertigungsindustrie geben an, dass ihre Organisation bereits über einen vollständig entwickelten und implementierten Innovationsprozess über alle Units hinweg verfügt. Im weltweiten Vergleich haben nur 45 Prozent der Unternehmen die Implementierung eines Innovationsprozesses bereits abgeschlossen. In den USA geben allerdings 82 Prozent der CEOs an, über einen vollständig entwickelten und implementierten Innovationsprozess zu verfügen.

Neue Aufgaben für die Entscheider

Damit verändert sich auch der der Aufgabenfokus des C-Level-Managements: Digitalisierung, technische Entwicklungen und verstärkte Fokussierung auf Innovationen stehen künftig auf ihrer Agenda. Auch in Führungsstrukturen werden Vernetzung und Kooperation immer wichtiger.

Besonders im Sektor Fertigungsindustrie wird die Transformation mit 78 Prozent wichtiger eingeschätzt, als im Durchschnitt in Deutschland (70 Prozent). Dabei treibt das Thema Industrie 4.0 die deutschen CEOs in der Fertigungsindustrie. 

 

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