Annual Improvements to IFRSs 2012-2014 Cycle in EU-Recht übernommen

Annual Improvements to IFRSs 2012-2014 Cycle

Nachfolgend sind die wichtigsten sich ergebenen Änderungen dargestellt.

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Die Europäische Union (EU) hat – wie im Amtsblatt vom 16. Dezember 2015 verkündet – die Annual Improvements to IFRSs 2012-2014 Cycle in europäisches Recht übernommen. Die Übernahme in europäisches Recht wurde als „Verordnung (EU) Nr. 2015/2343 der Kommission vom 15. Dezember 2015" bekannt gemacht und kann hier heruntergeladen werden. Nachfolgend sind die wichtigsten sich ergebenden Änderungen dargestellt. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig.

IFRS 5 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche

In Bezug auf langfristige Vermögenswerte (oder Veräußerungsgruppen), die zur Ausschüttung an Eigentümer gehalten werden, ergeben sich die folgenden Klarstellungen:

  • Wenn ein Unternehmen einen Vermögenswert aus der Kategorie zur Veräußerung gehalten in die Kategorie zu Ausschüttungszwecken gehalten umklassifiziert – oder auch umgekehrt –, wird diese Umklassifizierung als Fortsetzung des ursprünglichen Plans der Veräußerung beziehungsweise Ausschüttung angesehen – vorausgesetzt, dies geschieht ohne zeitliche Verzögerung. Damit können in solchen Fällen weiterhin die Rechnungslegungsvorschriften für zur Veräußerung oder zu Ausschüttungszwecken gehaltene Vermögenswerte (oder Veräußerungsgruppen) angewendet werden.
  • Stellt ein Unternehmen fest, dass ein Vermögenswert (oder eine Veräußerungsgruppe) die Voraussetzungen als zu Ausschüttungszwecken gehalten nicht mehr erfüllt, ist zu diesem Zeitpunkt die Bilanzierung als zu Ausschüttungszwecken gehalten – entsprechend der Vorschriften bei Beendigung als zur Veräußerung gehalten – zu beenden.

Eine Änderung der Klassifizierung führt nicht zu einer Verlängerung der Zeitspanne, in der der Verkauf beziehungsweise die Ausschüttung abgeschlossen sein muss.

IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben

Folgendes wurde bezüglich der Angabepflichten zu Finanzinstrumenten klargestellt:

  • Es wurden zusätzliche Leitlinien für die Angabepflichten zu vollständig übertragenen Vermögenswerten, die einen Verwaltungsvertrag gegen Gebühr beinhalten, ergänzt. Aufgrund der zurückbehaltenen Verwaltung des Vermögenswerts sind Angaben zum fortgesetzten Engagement zu machen, wenn das Unternehmen ein Interesse an der künftigen Ertragskraft des übertragenen finanziellen Vermögenswerts hat. Dieses Interesse besteht, wenn die Verwaltungsgebühr von dem Betrag oder dem zeitlichen Anfall der Cashflows aus dem übertragenen Vermögenswert abhängt oder wenn eine fix vereinbarte Gebühr aufgrund fehlender Ertragskraft des übertragenen Vermögenswerts voraussichtlich nicht voll bezahlt wird. Diese Würdigung ist unabhängig davon, ob die Gebühr eine adäquate Vergütung für die Verwaltung darstellt und wie das Unternehmen die Verwaltungsgebühr erhält – das heißt, ob die Verwaltungsgebühr ein Teil der an den Erwerber des finanziellen Vermögenswerts weitergeleiteten Cashflows ist oder eine separate Zahlung des Übernehmers darstellt.
  • Es erfolgten Konkretisierungen hinsichtlich der Anwendbarkeit der Änderungen des IFRS 7 in Bezug auf Angaben zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten auf verkürzte Zwischenberichte. Die Angaben zur Saldierung (vergleiche IFRS 7.13A–13F und IFRS 7.13.B40–B53) sind grundsätzlich nicht in Zwischenberichten aufzunehmen. Eine Angabepflicht besteht nur, wenn es die generellen Anforderungen der IFRS (IAS 34) verlangen – das heißt, wenn ihre Nichtangabe zu irreführenden Schlussfolgerungen führt beziehungsweise wenn es sich um relevante Informationen handelt, die für das Verständnis der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Unternehmens wesentlich sind (IAS 34.15 und IAS 34.25).

IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer

In IAS 19 wird klargestellt, dass bei der Ermittlung des Abzinsungssatzes für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses nur erstrangige Unternehmens- oder Staatsanleihen eingesetzt werden, die auf die gleiche Währung lauten wie die zu leistenden Zahlungen. Dies führt dazu, dass die Markttiefe für erstrangige Unternehmens- oder Staatsanleihen auf Währungsebene zu beurteilen ist und nicht auf Länderebene.

IAS 34 Zwischenberichterstattung

In IAS 34 wurde als Klarstellung die Aussage eingefügt, dass die von IAS 34 geforderten ausgewählten Anhangangaben in einem Zwischenbericht nicht zwingend im Anhang, sondern stattdessen an anderer Stelle im Zwischenbericht gemacht werden können (elsewhere in the interim financial report). Durch die Änderung wird klargestellt, dass Anhangangaben zum Beispiel im Zwischenlagebericht gemacht werden können, und dass ein Verweis vom Zwischenbericht auf dieses andere Berichtselement vorgenommen werden kann.

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