Prüfungsschwerpunkte der DPR für 2016 veröffentlicht

Prüfungsschwerpunkte der DPR 2016

Die DPR hat die Prüfungsschwerpunkte für das Jahr 2016 bekannt gegeben.

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Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung DPR e.V. (DPR) hat am 19. November 2015 die folgenden Prüfungsschwerpunkte für das Jahr 2016 bekannt gegeben:

  1. Einfluss der Finanzmarkt-Konditionen auf den Abschluss (Diverse IAS/IFRS)
  2. Kapitalflussrechnung und zugehörige Angaben (IAS 7)
  3. Bemessung des beizulegenden Zeitwerts und zugehörige Angaben (IFRS 13)
  4. Umsatzerlöse (IAS 18, IAS 11, IAS 8, IFRS 8, § 315 HGB)
  5. Unternehmenszusammenschlüsse (IFRS 3)   

Bei den ersten drei genannten Prüfungsschwerpunkten handelt es sich um die am 27. Oktober 2015 durch die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA (European Securities and Markets Authority) veröffentlichten Prüfungsschwerpunkte, die von den nationalen Aufsichtsbehörden bei ihrer Prüfung im Rahmen von Enforcement-Verfahren (z.B. in Deutschland von der DPR) zu beachten sind. Eine ausführliche Darstellung dieser Prüfungsschwerpunkte ist auf der Homepage der ESMA abrufbar (vgl. Express Accounting News 37/2015).Die rein nationalen Prüfungsschwerpunkte (Nr. 4 und 5) werden von der DPR wie folgt konkretisiert:

Die Schwerpunkte in Bezug auf die Umsatzerlöse liegen

  • im Rahmen der Ertragsrealisierung in der Übertragung der maßgeblichen Chancen und Risiken (IAS 18.14 (a)) sowie in der Zulässigkeit einer Erfassung von Erlösen nach Maßgabe des Fertigstellungsgrads (IAS 18.20, IAS 11.22),
  • in den unternehmensspezifischen Anhangangaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Erfassung der Umsatzerlöse (IAS 18.35 (a)) und zur Abbildung von Fertigungsaufträgen (IAS 11.39 (b) und (c)),
  • in den Anhangangaben zu den möglichen Auswirkungen der Anwendung des neuen IFRS 15 auf den Abschluss des Unternehmens in der Periode der erstmaligen Anwendung (IAS 8.30),
  • in den Informationen über eine starke Abhängigkeit von Kunden im Anhang gemäß IAS 8.34 und im Konzernlagebericht gemäß § 315 Abs. 1 HGB, insbesondere hinsichtlich aktueller und zukünftiger Auswirkungen auf die Ertragslage (DRS 20.65 ff., DRS 20.146 ff.) und
  • bei der Prognose der Umsatzerlöse im Konzernlagebericht (§ 315 Abs. 1 S. 5 HGB) in der Angabe der zugrunde liegenden wesentlichen Annahmen (DRS 20.120) und der Berichterstattung über mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer positiven oder negativen Abweichung von der Prognose des Umsatzes führen können (Chancen und Risiken gemäß DRS 20.11).  

Hinsichtlich der Unternehmenszusammenschlüsse sind als Schwerpunkte genannt:

  • im Rahmen bedingter Kaufpreiszahlungen die Bewertung (IFRS 3.39 f.) und Folgebewertung (IAS 39.47) sowie die Qualifizierung von Vereinbarungen über bedingte Zahlungen an Mitarbeiter und verkaufende Anteilseigner als Gegenleistung für den Unternehmenserwerb oder als separate Transaktion (IFRS 3.52 b), IFRS 3 Anhang B54 f.) und
  • bei einem Erwerb von Unternehmen zu einem Preis unter dem Marktwert der Ansatz und die Bewertung der im Rahmen der Kaufpreisallokation neu identifizierten immateriellen Vermögenswerte (IFRS 3.10 ff., IFRS 3 Anhang B31 ff.) sowie die Angabe der Höhe des Gewinns und Beschreibungen der Gründe, weshalb die Transaktion zu einem Gewinn führte (IFRS 3.59, IFRS 3 Anhang B64n)).  

Die Prüfungsschwerpunkte der DPR für 2016 sind auf der Homepage der DPR abrufbar.

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