Deutsche Konzerne in Sachen Klimaschutz führend

Deutsche Konzerne in Sachen Klimaschutz führend

Die neue KPMG-Studie "KPMG Survey of Corporate Responsibility Reporting 2015" zeigt, dass Nachhaltigkeitsberichterstattung weltweit zum Standard geworden ist.

Ansprechpartnerin

Partner, Head of Sustainability Services Deutschland, Audit

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kontakt

Verwandte Inhalte

Power line in green field

Nachhaltigkeitsberichterstattung ist weltweit zum Standard geworden. Das zeigt die neue KPMG-Studie zum verantwortlichen Handeln von Unternehmen. Im Vergleich zur Befragung von 2013 fällt besonders auf, dass Unternehmen im asiatisch-pazifischen Raum – was die Anzahl der Reports betrifft – den Rest der Welt schon überholt haben.

Bezogen auf die Qualität in Sachen Klimaschutz hat Deutschland die Nase vorn. Für die Studie wurden 4.500 Nachhaltigkeitsberichte aus 45 Ländern untersucht – darunter auch die CR-Reports der 250 größten Konzerne weltweit.

Rechtzeitig zum bevorstehenden UN-Klimaschutzgipfel in Paris hat KPMG den neunten Survey of Corporate Responsibility (CR) Reporting veröffentlicht.  In diesem Jahr ist der thematische Schwerpunkt des CR Reporting Survey 2015, wie die größten Konzerne der Welt zum Klimaschutz ihres Unternehmens erichten.

Das aus deutscher Sicht erfreuliche Ergebnis: Unternehmen aus Deutschland sind auf dem Gebiet des Klimaschutzes weltweit führend. So informieren alle 18 deutschen Konzerne unter den G250 über ihre CO2-Emissionen (weltweiter Durchschnitt: 82 Prozent). Und 94 Prozent der Konzerne hierzulande haben sich auch ein konkretes Ziel zur Senkung dieser Emissionen gesetzt – deutlich mehr als von den internationalen Wettbewerbern (Durchschnitt 52 Prozent).

Dringender Handlungsbedarf bei der Hälfte der 250 größten Unternehmen der Welt

Über 150 Regierungen haben sich bereits dazu verpflichtet, für eine Reduzierung der CO2-Emissionen ihres Landes zu sorgen, um etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen. Dadurch wächst der Druck auf Unternehmen, über ihre Klimaschutzanstrengungen zu berichten“, sagt Simone Fischer, Head of Sustainability Services Deutschland bei KPMG.

Dass sich nur die Hälfte der 250 größten Unternehmen der Welt verpflichtende Reduktionsziele gesteckt hat, sieht sie problematisch: „Dazu kommt, dass in vielen Fällen die Fristen dafür Ende dieses Jahres ablaufen, ohne dass bisher neue Ziele festgelegt wurden. Bei den Stakeholdern kann dies schnell zu Verunsicherung führen. Hier besteht deshalb dringender Handlungsbedarf“, so Fischer.

Asien hat Europa in der Nachhaltigkeitsberichterstattung überholt

Darüber hinaus zeigt die Studie, dass sich CR-Berichterstattung international zur gängigen Praxis für große Unternehmen entwickelt hat. Von den weltweit 4.500 untersuchten Unternehmen berichten 3.267 über Nachhaltigkeit. Das sind 73 Prozent. 1993, dem Jahr des ersten KPMG CR Reporting Survey, waren es lediglich zwölf Prozent.

Ein weiteres Ergebnis: Nachhaltigkeitsberichte in Asien und der Pazifikregion boomen. In nur vier Jahren wuchs der Anteil der berichterstattenden Unternehmen von knapp der Hälfte auf 79 Prozent. Indien, Taiwan und Südkorea haben beispielsweise neue Verpflichtungen oder Empfehlungen für die Nachhaltigkeitsberichterstattung eingeführt. Damit liegt Asien bezogen auf die Quantität des Reportings vor Amerika (77 Prozent), Europa (74 Prozent) und Naher Osten & Afrika (53 Prozent).

In Europa weisen einzelne Länder sehr hohe Berichterstattungsquoten auf (Frankreich; Dänemark) andere jedoch durchaus geringe (Tschechische Republik; Irland). In Deutschland erhöht sich die Berichterstattung zu Nachhaltigkeit unter den 100 größten Unternehmen leicht von 67 Prozent auf 69 Prozent.

So kontaktieren Sie uns

 

Angebotsanfrage (RFP)

 

Absenden

KPMG's neue digitale Plattform

KPMG's neue digitale Plattform