Investitionsstandort Deutschland

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Deutschland ist einer der wichtigsten Zielländer für Kapital aus dem Ausland. Eine neue KPMG-Analyse untersucht den FDI-Zufluss und sieht großes Potenzial für weitere Investitionen.

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Niemals zuvor ist so viel ausländisches Kapital nach Deutschland geflossen. Mit 1,483 M&A und Greenfield-Projekten war Deutschland 2014 das weltweit drittwichtigste Zielland für Foreign Direct Investment (FDI). Und wie die KPMG-Analyse „Business Destination Germany“ aufzeigt, könnte der Zufluss noch steigen, das Potenzial dafür ist vorhanden.

„Dass Deutschland einer der größten Exportnationen der Welt ist, ist bekannt. Weniger bekannt dürfte sein, dass Deutschland ein erstklassiges Land für Kapitalimporte ist“, sagt Andreas Glunz, Bereichsvorstand International Business bei der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Industrien im Wandel, ungeklärte Nachfolgen in Familienunternehmen, die günstige geografische Lage und regionale Unterschiede böten ein Füllhorn an Investitionsmöglichkeiten in allen Risikoklassen.

Mehr M&A-Transaktionen

Verglichen mit 2013 haben sich die ausländischen Investitionen in Deutschland auf den Rekordwert von 62,9 Milliarden Dollar nahezu verdoppelt. Auch im aktuellen Jahr setzt sich dieser Trend fort. Im ersten Halbjahr erhöhte sich die Zahl der M&A-Transaktionen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erneut.

Die mit Abstand meisten Investoren kommen aus den USA. Die traditionell engen Beziehungen scheinen nicht unter dem NSA-Skandal gelitten zu haben. „Angesichts des starken Dollars würde ich sogar eine noch deutlich stärkere Nachfrage nach Übernahmen und Greenfield-Projekten in Deutschland erwarten. Gut möglich, dass die potenziellen Käufer auf einen noch günstigeren Wechselkurs warten, der sich mit einer Erhöhung des Zinssatzes durch die Fed einstellen sollte“, schätzt Glunz ein.

Über die letzten fünf Jahre zusammengerechnet, hat sich die Schweiz als zweitwichtigster Investor etabliert, knapp gefolgt von Großbritannien. Frankreich und die Niederlande stehen an Rang vier und sechs. Dazwischen liegen die chinesischen Kapitalgeber, die vor allem ein wachsendes Interesse an Zukäufen und Übernahmen zeigen.

Deutsche Industrie lockt Chinesen

Bemerkenswert ist, dass chinesische Investoren sich auf Sektoren konzentrieren, in denen Deutschland traditionell stark ist: Maschinenbau, Automobilindustrie und andere Schwerindustrien. Dabei war im ersten Halbjahr 2015 von einer möglichen Wirtschaftskrise in China nichts zu spüren – oder, so es sie gäbe, hatte sie zumindest keinen Effekt auf die Direktinvestitionen in Deutschland.

Chinesische Investitionen flossen auch in Mittelstandsunternehmen. Für Glunz sind das perfekte Ziele. „Der Mittelstand verfügt über wertvolle Fähigkeiten und Kenntnisse und sehr effiziente Prozesse, die chinesische Unternehmen suchen. Allerdings sind viele der deutschen Firmen Familienunternehmen und skeptisch gegenüber ausländischen Kapitalgebern.“ Jedoch könnte der Mangel an geeigneten Nachfolgern innerhalb der Familie in einigen Fällen einen Einstieg leichter machen, meint Glunz.

Investitionsbedarf durch „Industrie 4.0“

Eine weitere Möglichkeit für Investoren bietet sich durch den Wandel zur „Industrie 4.0“, der erheblichen Kapitalbedarf mit sich bringt. Damit ergibt sich die Chance für ausländische Investoren Teil von „Made in Germany“ zu werden.

Generell ist besonders die deutsche verarbeitende Industrie attraktiv für Investoren. Die Hälfte der zehn Branchen mit den meisten Acquisitions seit 2010 gehören diesem Bereich an. Zunehmend mehr Kapital fließt in den Immobiliensektor und in Start-ups.

Gute Zukunftsperspektiven

Die KPMG-Experten rechnen damit, dass in Zukunft noch mehr Kapital jährlich nach Deutschland fließen wird. „Die zentrale Lage in Europa, die große und weiter steigende Bedeutung innerhalb der EU, der wachsende Wohlstand in den östlichen Nachbarstaaten, die erstklassige Forschungslandschaft und die stabilen politischen wie wirtschaftlichen Verhältnisse sollten für ein höheres FDI sorgen“, sagt Glunz.

„Essentiell ist allerdings, dass Investoren aus dem Ausland die Eigenheiten des deutschen Marktes genau kennen“, warnt der KPMG-Experte. „Wer sich jedoch gut vorbereitet, der wird in Deutschland Investitionsmöglichkeiten vorfinden, die es so kaum ein zweites Mal gibt.“ 

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