Versorgungssicherheit steigt – trotz Energiewende

Versorgungssicherheit steigt – trotz Energiewende

Wer glaubt, dass die schwankende Produktion aus den vielen Wind- und Solaranlagen für Instabilität sorgt, sieht sich getäuscht.

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Deutschlands Strom-Mix wandelt sich rasant und erneuerbare Energien nehmen eine Schlüsselrolle ein. Seit dem Jahr 2014 sind sie die wichtigste Quelle im Strom-Mix und lieferten im Durchschnitt annähernd ein Drittel des Stroms in Deutschland. In manchen Stunden dieses Jahres kletterte ihr Anteil schon auf mehr als 80 Prozent.

Wer nun glaubt, dass die schwankende Produktion aus den vielen Wind- und Solaranlagen für Instabilität sorgt und bei den Verbrauchern öfter mal das Licht ausgeht, sieht sich getäuscht. Ganze zwölfeinhalb Minuten fiel im vergangenen Jahr bei den deutschen Verbrauchern der Strom aus. Das zeigen die neuesten Statistiken der Bundesnetzagentur. Diese 12,28 Minuten sind ein internationaler Spitzenwert und die niedrigste Zahl seitdem diese Ausfallzeiten, der sogenannte SAIDI-Wert, überhaupt erhoben werden. 

Der Rekord kommt nicht von ungefähr. Zu verdanken ist er vor allem dem Know-how, das sich deutsche Energieunternehmen in den letzten Jahren angeeignet haben. Wegen der immer größeren Ausschläge in der Produktion aus Wind- und Solaranlagen müssen die Netzbetreiber sehr häufig ausgleichend eingreifen und andere Akteure im Energiesystem müssen sehr flexibel reagieren. Deshalb ging auch die jüngste Sonnenfinsternis im März 2015 ohne Zucken in der Stromversorgung über die Bühne: Die Unternehmen waren vorbereitet und ihre Strategie funktionierte.

„Für die Stromverbraucher ist das perfekt: Sie bekommen von den Mühen hinter den Kulissen nichts mit“, sagt Michael Salcher, Head of Energy & Natural Resources. „Für die Unternehmen sind solche Ereignisse aber der pure Stress. Und natürlich verursacht das hier angewandte Krisenmanagement auch Kosten.“ Mit ihrer Erfahrung können die Unternehmen aber auch in anderen Märkten punkten. „Denn andere Länder werden bei fortschreitendem Ausbau der erneuerbaren Energien mit ähnlichen Herausforderungen zu tun bekommen“, betont er.

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Der unternehmerische Erfolg auf dem Energiemarkt hängt von der Vorbereitung auf die zukünftigen Marktentwicklungen und Erwartungen der Mandanten ab.

 
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