Dezentrale Energien: „Der Kampf um den Energiemarkt ist ausgebrochen“

„Der Kampf um den Energiemarkt ist ausgebrochen“

Im Juli 2015 haben deutsche Solaranlagen erstmals so viel Strom produziert, wie alle Atommeiler in der Bundesrepublik zusammen. Doch was bedeuten der massive Ausbau der erneuerbaren Energien und die dezentrale Energieversorgung für die großen Stromkonzerne? Für kleinere Technologie-Startups und regionale Versorger könnte sie jedenfalls ein Milliardengeschäft werden. KPMG-Experte Olaf Pritsch wirft einen Blick in die Zukunft.

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Woher kommt der Strom, wenn die großen Atommeiler in Deutschland alle abgeschaltet worden sind? Sicherlich immer noch aus der Steckdose – doch wird er auch dann noch in großen Kraftwerken produziert? Olaf Pritsch, KPMG Energie-Experte, kann schon heute einen Trend zur dezentralen Versorgung feststellen: „Dass sich ganze Hausgemeinschaften über sogenannte Mieterstrommodelle selbst mit Energie versorgen oder ihre Eigenversorgung durch Speichertechnologien erhöhen, wird in Zukunft immer häufiger vorkommen.“ Dezentrale Energien sind zum Beispiel Blockheizkraftwerke oder Photovoltaikanlagen, die ihre erzeugte Strommenge regional ins Netz einspeisen. Im vergangenen Monat haben Solaranlagen aufgrund des sonnigen Wetters erstmals so viel Strom erzeugt, wie alle derzeit in Deutschland noch betriebenen Atomkraftwerke. Das gab das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) bekannt.

Was bedeutet das für die großen Stromkonzerne? „Durch diese stromwirtschaftliche Revolution müssen die großen Energieversorger um ihre Vorherrschaft fürchten“, sagt Pritsch. Das sei die Chance für Technologie-Startups und kleinere regionale Versorger, ihren Markt weiter auszubauen – ein Milliardengeschäft. „Der Kampf um den Energiemarkt ist ausgebrochen“, so der Experte.

Maßgeschneiderte Kundenlösungen

„Dabei agieren die regionalen Versorger aufgrund ihrer Kundennähe auf Augenhöhe mit den derzeitigen Energie-Riesen“, erklärt Pritsch. Der Kunde stelle heute höhere Anforderungen an seine Versorgungslösungen als je zuvor. Von der Lieferung, der Installation, der Finanzierung und Wartung dezentraler Technologien wolle er einen einzigen Ansprechpartner haben, der alles regelt. Um von diesem räumlichen Vorteil der regionalen Versorger und Technologieunternehmen zu profitieren, sollten die großen Energieunternehmen mit diesen kooperieren.  „Die Innovationskraft innerhalb der Branche wird sich in den kommenden Jahren noch weiter erhöhen (müssen)“, fasst Pritsch zusammen.

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