Steuerliche Aspekte können nur einen Teil ausmachen

Steuerliche Aspekte können nur einen Teil ausmachen

Die Erbschaftsteuer ist derzeit Bestandteil politischer und gesellschaftlicher Debatten. Kay Klöpping, Head of Private Clients & Family Offices, erklärt, warum dies für Familienunternehmer ein so wichtiges Thema ist und wie die aktuelle Rechtslage aussieht.

Ansprechpartner

Partner, Head of Private Clients, Tax

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kontakt

Verwandte Inhalte

Erbschaftsteuer

Das Bundesverfassungsgericht hat das Erbschaftsteuerrecht für teilweise verfassungswidrig erklärt. Nun liegt der Ball beim Gesetzgeber, der muss jetzt für eine Neuregelung sorgen, die auch Familienunternehmen betrifft. Seit Kurzem liegt dazu ein Referentenentwurf zur Anpassung des Erbschaft- und Schenkungsteuergesetzes vor, der mit leichten Anpassungen am 8. Juli nunmehr auch vom Bundeskabinett verabschiedet wurde. Nach den politischen Verlautbarungen ist eine Zustimmung sowohl durch die SPD als auch insbesondere durch die CSU (mit gewissen Vorbehalten) erfolgt, so dass eine Zustimmung auch im Bundesrat nach der Sommerpause als nicht unwahrscheinlich gilt.

Was heißt das jetzt konkret für Familienunternehmen?

Kay Klöpping: Fest steht: Die großzügigen Spielregeln für die Verschonung von Betriebsvermögen gelten nicht mehr. Für Familienunternehmen bedeutet das, dass anstehende Übertragungen schnell über die Bühne gebracht werden – bevor die neuen Regelungen möglicherweise bereits im Herbst in Kraft treten.Betroffen sind durch eine stärkere Besteuerung des nicht begünstigten Vermögens nahezu alle Familienunternehmen. Durch die Einbeziehung des Privatvermögens und die Ermittlung der Entlastung im Rahmen der neuen Verschonungsbedarfsprüfung werden aber insbesondere große Übertragungen zukünftig substantiell höher belastet werden.

Was ist bei einer solchen Übertragung zu beachten?

Kay Klöpping: Zunächst einmal müssen Familienunternehmen eine derartige Übertragung wollen, sie darf nicht nur steuerlich motiviert sein. Eine vorweggenommene Übertragung sollte auch immer mit einer Überprüfung bestehender gesellschaftsvertraglicher Regelungen einhergehen, um das Zusammenleben der Gesellschafter der neuen Situation anzupassen. Die Übertragung kann auch Anlass sein, in die Diskussion über eine echte Familienverfassung als langfristigem „Family Governance Kodex“ einzusteigen.

Weitere Informationen zum Thema Erbschaftssteuer und Familienunternehmen erhalten Sie hier.

Neue Erbschaftssteuer: Das erwartet Familienunternehmen

Neue Erbschaftssteuer: Das erwartet Familienunternehmen

 
Lesen Sie mehr

So kontaktieren Sie uns

 

Angebotsanfrage (RFP)

 

Absenden

KPMG's neue digitale Plattform

KPMG's neue digitale Plattform