Innovation in der Speichertechnologie: Schlüssel zur Energiewende

Speichertechnologie: Schlüssel zur Energiewende

Wind und Sonne statt Gas und Kohle: Die Weichen für die Energie der Zukunft scheinen gestellt. Doch ein wichtiges Problem ist bisher nicht überzeugend gelöst: Die Speicherung der dezentral erzeugten Energie. Deswegen wächst die Bedeutung von Energiespeichern, die Stromangebot und -nachfrage ausbalancieren können.

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Zu der Frage, wann und wo vor allem Batteriespeicher wirtschaftlich einsetzbar sind diskutierten jetzt deutsche und internationale Energie-Experten in Berlin. Denn das KPMG Global Energy Institut lud am 14. Juli zur Konferenz "Innovation in der Speichertechnologie".

"Es ist gut möglich, dass sich der künftige Game Changer, der die Karten im Energiemarkt neu mischt, in der Speichertechnologie entwickelt", erklärt Michael Salcher, Head of Energy bei KPMG.

Insbesondere Batterien boomen in diversen Branchen. Immer mehr deutsche Haushalte speichern mit Hausbatteriespeichern ihren eigenen Solarstrom. Auch die Autobranche profitiert bei der Herstellung von Batteriefahrzeugen und Plug-In Hybriden von den Speichertechnologien. Das wirtschaftliche Potenzial ist also riesig. Dies bot reichlich Diskussionsstoff während der Konferenz, denn die wesentlichen Fragen sind nach wie vor offen: Wo steht die Batterie als Speichermedium heute im Vergleich zu anderen Flexibilitätsoptionen? Was sind die relevanten Märkte, Potenziale und Anwendungsmöglichkeiten dieser Speichertechnologie?

Neue Batterietechnologien kommen ins Spiel

Bisher dominierten Blei-Säure-Batterien die weltweite Batterieleistung. In den letzten Jahren gewannen auch neue Technologien an Bedeutung: Erfolgreich sind momentan vor allem die den asiatische Produzenten von Lithium- und Natrium-Batterien. Doch auch europäische Hersteller haben mit Natrium- und Zink-Batterien am  Markt eine Chance. Ausschlaggebend für den wirtschaftlichen Erfolg sind gerade in diesem Segment die hochmodernen Produktionstechnologien. Aber die Profitabilität der Speichertechnologien hängt in Europa nicht nur von Innovationen ab. Fast in gleichem Maße bestimmen nationale und EU-weite regulatorische Rahmenbedingungen die Marktverhältnisse. Da ein detaillierter Rahmen auf EU-Ebene noch fehlt, erschweren regulatorische Unsicherheiten oft Investitionen.

Markt für dezentrale Batteriespeicher im Umbruch

Doch der Markt für dezentrale Batteriespeicher wächst, weil sie für die individuellen Verbraucher praktisch sind. Damit entscheidet der persönliche Nutzen über den Erfolg von Batteriespeichern. Für die Verbraucher ist außerdem interessant: das Bundesumweltministerium und die KfW fördern dezentrale Batteriespeichersysteme. Insbesondere kleine und mittelgroße Photovoltaikanlagen können bei ihren Investitionskosten einen Zuschuss von bis zu 30 Prozent erhalten.

Mit den Batterieinnovationen dürfte in diesem Markt jedoch noch nicht die letzte Technologiestufe erreicht sein. Es etablieren sich auch Technologien, wie „Liquid Air Energy Storage“ (LAES). Der Vorteil: flüssige Luft kann im Vergleich zu Batterien länger Energie speichern. Deswegen könnte gerade LAES eine wichtige Methode werden, langfristig saisonale Schwankungen auszugleichen.

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