ESMA veröffentlicht finale Leitlinien zu alternativen Ergebniskennzahlen

Finale Leitlinien zu alternativen Ergebniskennzahlen

Die ESMA (European Securities and Markets Authority) hat heute finale Leitlinien zu alternativen Ergebniskennzahlen für börsennotierte Emittenten herausgegeben.

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Die ESMA ist eine unabhängige EU-Behörde mit Sitz in Paris. Aufgabe der ESMA ist die Sicherstellung von Integrität, Transparenz, Effizienz sowie des ordnungsmäßigen Funktionierens der Wertpapiermärkte innerhalb der EU. Auch der Bereich der Rechnungslegung fällt in das breite Aufgabenspektrum der ESMA. Die Behörde fördert eine konsistente Anwendung der IFRS innerhalb der EU und steht in ständigem Austausch mit den nationalen Enforcement-Stellen (in Deutschland sind dies die DPR und die BaFin). Verlautbarungen der ESMA haben daher auch eine Relevanz für kapitalmarktorientierte Unternehmen in Deutschland.

Alternative Ergebniskennzahlen können zum Beispiel das EBIT (Earnings Before Interest & Taxes), das EBITDA (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization) oder der Free Cash Flow sein. Es handelt sich um Finanzkennzahlen, die nicht im anzuwendenden Rechnungslegungsrahmenkonzept definiert oder spezifiziert werden.

Ziel der final veröffentlichten Leitlinien ist die Erhöhung der Transparenz und Vergleichbarkeit von Finanzinformationen. Nach den Leitlinien sollten die alternativen Ergebniskennzahlen u.a. definiert und angegeben werden. Des Weiteren sollten Emittenten die Berechnungsgrundlage erklären und sinnvolle Bezeichnungen für die alternativen Ergebniskennzahlen wählen. Schließlich wird auch eine Überleitung auf im Abschluss enthaltene Beträge gefordert.

Die Leitlinien sind von Emittenten anzuwenden, deren Wertpapiere an regulierten Märkten gehandelt werden, sowie von Personen, die für die Erstellung eines Prospekts verantwortlich sind. Die Leitlinien treten am 3. Juli 2016 in Kraft. 

Die Presseinformation der ESMA findet sich hier.

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