Startups: Frauen gründen anders

Startups: Frauen gründen anders

Mehrfach im Jahr treffen sich deutsche Gründerinnen von Startups und Geschäftsführerinnen zum exklusiven Ladies Dinner in Hamburg. Die Veranstaltung ist Teil der lebendigen Gründerszene an der Elbe. Das Ziel: Erfahrungen austauschen, Netzwerken und sich gegenseitig neue Impulse geben. Warum sich das lohnt? Eine KPMG-Beraterin und eine Hamburger Unternehmerin berichten.

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Zielstrebig, kreativ, weiblich – und in einer Führungsposition. Vor einigen Jahren noch eher selten, streben Frauen heute ganz selbstverständlich in die Führungsetagen der deutschen Wirtschaft. Und sie gründen eigene Unternehmen: immer mehr Startups werden von einer Frau geführt.

„Eine Entwicklung, die wir gerne sehen und unterstützen wollen“, sagt Stefanie Hagenmüller, die als Senior Managerin bei KPMG auch Startups berät. Deshalb ist es ihr auch wichtig, regelmäßig an den Ladies Dinnern in Hamburg teilzunehmen, organisiert von Hamburg-Startups und gesponsert von KPMG.

Wer einen Kaffeklatsch erwartet wird vor Ort schnell eines Besseren belehrt. Die Ladies Dinner sind Teil eines Businessnetzwerks in dem Frauen in Führungspositionen und Gründerinnen unverbindlich zusammenkommen können – zum Sparring gemeinsamer Erlebnisse, zum Etablieren neuer Kontakte und um sich gegenseitig neue Impulse zu geben: Was bewegt die Szene, was entwickelt sich zum Trend und welche Erfahrungen machen andere – vor allem andere Frauen? Denn „Frauen gründen anders“, meint Stefanie Hagenmüller.

Dazu gehöre zum Beispiel, dass sie anders Netzwerken als Männer: Frauen seien nicht so fordernd und berechnend in Beziehungen. Sie setzen eher auf Freundlichkeit und Vertrauen. Da in der Startup-Szene bisher noch Männer überwiegen, ist dies allerdings problematisch. Aber: gute Kontakte sind nun mal das A und O jeder erfolgreichen Gründung.

„Das stimmt“, sagt Katharina Wolff, Hamburger Unternehmerin und ebenfalls bei den Ladies Dinnern mit dabei. „Ich selbst hatte nie Probleme mir gute Netzwerke aufzubauen, allerdings sehe ich hier bei vielen anderen Frauen noch Verbesserungsbedarf.“ Deswegen hält auch sie die Ladies Dinner für eine tolle Gelegenheit. „Viele Frauen sind hier eher bereit um Hilfe und Ratschlag zu bitten als in einem männlich dominierten Umfeld.“

Doch weibliche Unternehmerinnen unterschieden sich auch in anderen Bereichen von männlichen, ergänzt Hagenmüller. Sie bringen tendenziell viel Intuition, Emotion und Herzblut ein. Es sei ihnen wichtig, sich mit dem Produkt das sie verkaufen, auch zu identifizieren.

Zudem: Männer denken oft sehr fokussiert, während Frauen eher das große Ganze im Blick haben. Sie gingen mit viel Empathie an die Sache heran – und seien für Mitarbeiter oft auch Vertrauenspersonen. „Beide Herangehensweisen können von Vorteil sein“, erklärt Stefanie Hagenmüller. Beide Denkweisen vereint allerdings noch besser. „Deshalb bin ich ein Fan gemischter Teams. Ich sehe immer wieder: Unternehmen mit Frauen und Männern in der Führungsetage sind erfolgreicher.“

Das kann Unternehmerin Wolff auch aus ihrer Praxiserfahrung bestätigen. „Wenn Männer und Frauen zusammenarbeiten gibt es die besten Ergebnisse.“ Dennoch ist sie keine Freundin der Frauenquote: „Ich finde, wer nach Personal sucht, sollte immer den Allerbesten auswählen können. Wenn das eine Frau ist, dann prima – aber wenn es aber ein Mann ist – sollte unbedingt, er den Zuschlag erhalten.“

Redaktion: Katja Heise, Thorsten Pohl

 

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