Die Zeit wird knapp: Fünf Minuten für die Frauenquote

Die Zeit wird knapp: Fünf Minuten für die Frauenquote

Schon nach den Sommerferien müssen betroffene Unternehmen individuelle Ziele für den Frauenanteil in ihren Führungsetagen festlegen. Viele nehmen das bislang nicht ernst. Sollten sie aber, denn sie könnten sich hier einen strategischen Vorteil sichern.

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Betroffen sind rund 3.500 deutsche Unternehmen, die börsennotiert und/oder mitbestimmungspflichtig sind, darunter auch viele Banken und Versicherungen. Sie müssen bis Ende September 2015 Zielgrößen für den Frauenanteil in Aufsichtsrat, Vorstand und auf den Leitungsebenen eins und zwei beschließen. Für neu zu besetzende Aufsichtsratsposten gilt teilweise sogar eine Frauenquote von 30 Prozent ab dem kommenden Jahr. 

So verlangt es das neue Gesetz für „gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen“. 

Viel Zeit bleibt also nicht mehr. Das bedeutet, dass das Thema Zielgrößen noch vor dem Herbst auf die Agenden der Aufsichtsrats- bzw. Vorstandssitzungen muss. Hier muss auch beschlossen werden, bis wann die selbst gesetzten Ziele erreicht werden sollen. Dabei darf die erste Frist den Juni 2017 nicht überschreiten. Auch anschließend dürfen die Fristen nicht länger als fünf Jahre sein. 

Und das ist noch nicht alles: Laut Gesetz müssen die Unternehmen ihre Quote und Ziele – auch wenn diese scheitern – öffentlich kommunizieren, das heißt im Jahresabschluss festhalten. Dies gilt erstmalig für Geschäftsjahre mit Abschlussstichtag nach Ende Dezember bzw. Ende September 2015.  

„Dabei ist diese Kommunikation meines Erachtens nicht nur die Erfüllung der gesetzlichen Vorschriften, sondern sie hat auch eine strategische Dimension“, erklärt Angelika Huber-Straßer, Bereichsvorständin bei KPMG.  

Denn in Zukunft würden Kunden, insbesondere die Öffentliche Hand, auf Diversity-Ziele und deren Erreichung achten und sie bei Ausschreibungen sogar als Entscheidungskriterium heranziehen. „Wir sehen, dass dieses Thema auch im Ausland zunehmend eine Rolle spielt“, so Huber-Straßer. „Und auch im Bereich von Banken und Asset Managern kann ich mir gut vorstellen, dass Investoren in Zukunft öfter danach fragen.“ 

Nicht zuletzt spiele hier auch der War-for-Talents eine Rolle: Für potenzielle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden die Diversity-Ziele bei der Suche eines neuen Arbeitgebers zu einem wesentlichen Faktor.  

„Eine Vielzahl von Unternehmen ist sich allerdings noch gar nicht darüber bewusst, dass sie unter das Gleichstellungsgesetz fallen“, beobachtet Huber-Straßer. 

Für diese Unternehmen hat KPMG ein „5-Minuten-Faltblatt“ entwickelt. Hier können sie schnell und unkompliziert feststellen, ob sie die Frauenquote und Zielgrößen in ihrem Unternehmen beachten müssen.       

Gilt die Frauenquote auch für mein Unternehmen? Hier in 5 Minuten den Schnell-Check machen:

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