Und was willst du wirklich? – wie ein Nachfolge-Mediator helfen kann

Und was willst du wirklich?

Es trifft jeden Familienunternehmer irgendwann: Die Frage nach der Nachfolge. Wer kann und wer will sie übernehmen? Dieser Prozess ist sehr konfliktanfällig. Im schlimmsten Fall leiden Geschäft und Familienfrieden. Ein professioneller Mediator kann unterstützen – in vier einfachen Schritten.

Ansprechpartner

Senior Manager

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kontakt

Verwandte Inhalte

Kind beim Essen

Das eigene Unternehmen an Tochter oder Sohn vermachen: Im Familienunternehmen ein ganz normaler Prozess. Dennoch lauern hier viele Fallstricke. Die Elterngeneration setzt große Hoffnungen in den Nachwuchs. Der Junior wiederum hat eigene Vorstellungen davon, wie er das Unternehmen in Zukunft führen will.

 

Der Nachfolgeprozess ist also schnell von Konflikten überschattet. Um einen Streit zu verhindern oder zu deeskalieren, kann es deshalb sinnvoll sein, einen neutralen Dritten um Hilfe zu bitten. Hierzu eignet sich zum Beispiel der Beiratsvorsitzende, ein Nachfolgecoach oder ein professioneller Mediator. Sein Ziel ist, dass sich die Parteien besser verstehen, Emotionen nachvollziehen und Handlungen entsprechend einordnen können. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass alle Beteiligten dem Einsatz des Mediators zustimmen. Ist diese Zustimmung gegeben, läuft die Mediation nach den folgenden Schritten ab.

Dazu gehört erstens, dass Senior und Junior unabhängig voneinander den Sachverhalt aus ihrer Sicht vortragen. Jeder formuliert konkret, was er von der anderen Partei und vom Nachfolgeprozess erwartet.

Daraus entsteht eine Liste, auf der eindeutige Forderungen beider Seiten stehen. Der Senior etwa könnte erklären, dass er sich weiterhin ein Stück weit Mitspracherecht wünscht. Der Junior wiederum könnte äußern, dass er mehr selbst entscheiden will.

Wahre Interessen aufdecken

In der zweiten Phase geht es darum, die Interessen, Motive und Gefühle, hinter den offiziellen Positionen aufzudecken. Der Mediator muss helfen herauszufinden: Warum handeln die Parteien, wie sie es tun – was steckt dahinter? Hierzu stellt er geschickte Fragen, die Senior und Junior zur Selbstreflexion drängen.

Dabei könnte der Senior zugeben, dass er fürchtet, mit dem neuen Freiraum nicht glücklich zu werden. Der Junior wiederum könnte einräumen, sich vom Senior mehr Wertschätzung zu wünschen.

Es geht darum, Verständnis für den anderen zu wecken. Das erreicht der Mediator, indem er immer wieder wiederholt, was eine Partei sagt und es in Worten ausdrückt, welche die andere Partei besser einordnen kann.

Kriterien definieren – und den Konflikt lösen

Sind die Interessen klar, muss der Mediator in der dritten Phase fragen, welche Kriterien für eine Lösungsfindung gelten sollten. Die verschiedenen Optionen sollten dann gemeinsam bewertet und ein gemeinsamer Konsens gefunden werden. Dazu gehört etwa, einen klaren Ablauf des Nachfolgeprozesses zu regeln. Diese Entscheidungen sollten auch in Form verbindlicher Verträge festgehalten werden.

Auch wenn der Mediator das Geschehen verlässt, muss Kommunikation einen hohen Stellenwert behalten. Beide Seiten sollten Erwartungen und Bedenken stets offen äußern. Vertrauen ist eine wichtige Basis. Und dieses entsteht, wenn die gegenseitigen Bedürfnisse klar sind.

Die Erfolgschancen, dass nach der Mediation die Nachfolge gut verläuft, stehen gut. Entsprechend berichten Unternehmer, die Hilfe eines Dritten angenommen haben, stets: Ein Mediator ist eine sinnvolle Sache. 

So kontaktieren Sie uns

 

Angebotsanfrage (RFP)

 

Absenden

KPMG's neue digitale Plattform

KPMG's neue digitale Plattform