Energy - Quo vadis: Q&A

Energy - Quo vadis: Q&A

KPMG-Zukunftsexperte Dr. Heiko von der Gracht im Interview

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Senior Manager - Innovation & Strategic Growth Initiatives

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Was ist „Energy – Quo vadis?“ eigentlich für eine Studie?

Es ist eine Szenario-Studie. Das heißt, sie zeigt die Zukunft der Energiebranche in 2035, also in knapp 20 Jahren. Und nicht nur eine Zukunft, sondern vier – vier Szenarien, vier Zukünfte: „Welt der Energie-Disruption“ (Innovation), „Welt des Energie-Lifestyles“ (Emotion), „Welt des Energie-Dschungels“ (Konflikt) und eine „Welt der regulierten Energie-Autonomie“ (Sicherheit/Stabilität). Gezeigt werden Herausforderungen, die auf uns zukommen: Branchentransformation, Verlust tradierter Geschäftsmo-delle, bürgerliche Empörung, neue Allianzen und Marktoptionen, neue Konkurrenten aus angrenzenden Branchen.

Was ist das Besondere an der Studie?

Im Gegensatz zu anderen Szenario-Studien bietet diese etwas Einzigartiges: Sie gibt der Managerin, dem Manager ein Rezept an die Hand, für die direkte Implementierung eines Prozesses der Corporate Foresight (Unternehmerische Vorausschau), wie sie jedes moderne Unternehmen heute braucht. Vom ersten bis zum letzten Kapitel der Studie werden sämtliche Schritte beschrieben, die ein Foresight Department, ein Strategiestab, die Geschäftsleitung oder ein Transformationsteam benötigen, um die Zukunft erfolgreich zu gestalten.

Wie verlässlich ist die Studie?

Die Studie ist im Gegensatz zu vielen publizierten Trend-Reports wissenschaftlich und methodisch fundiert – bietet jedoch gleichzeitig jedem Praktiker die Gelegenheit, Erkenntnisse „direkt vom Blatt zu spielen“.

Für wen ist die Studie?

Für jeden Verantwortlichen, der mit Energie zu tun hat. Also von Führungskräften bei Energieversor-gern über den Ministerialapparat, die Netzbetreiber bis hin zum kommunalen Versorger oder Großab-nehmer. Im Prinzip aber – wegen der einstürzenden Branchengrenzen – auch für alle Innovateure an-grenzender Branchen, wie zum Beispiel IT, Automotive, Immobilienbranche…

Was bringt mir die Studie?

  1. Ein wissenschaftlich fundiertes Verständnis für die Zukunft der Energie.
  2. Eine Blaupause für die Implementierung eines neuen oder die Verbesserung des bereits vorhan-denen strategischen Prozesses und der Corporate Foresight.
  3. Entscheidende Impulse zur Bewältigung der umwälzenden Branchentransformation, vor der wir stehen – und damit auch für die Absicherung von Investmententscheidungen. 

Warum bringt genau uns das was?

Weil jeder im Business heutzutage mit dieser extremen Dynaxität zu tun hat. Also mit sehr dynamischen und zugleich komplexen Entwicklungen. Deshalb scheitern traditionelle Planungsmethoden heute häufig. Die Trendextrapolation zum Beispiel liefert falsche Ergebnisse, sobald ein Strukturbruch auftritt – und wir erleben gerade permanent Strukturbrüche. Die Zeiten ändern sich – also muss sich auch unsere Tool Box ändern. 

2035 – da arbeite ich schon gar nicht mehr!

Gewiss – der Zeithorizont der Studie ist sehr weit gespannt. Man sollte auch nicht immer hundert Jahre vorausschauen. Es kommt vielmehr auf die Balance an. Die Balance zwischen kurzfristiger, mittelfristiger und eben sehr langfristiger Perspektive. Natürlich ist es immens wichtig, die Auftragslage der nächsten zwei Quartale im Griff zu haben. Aber es gibt eben auch sehr gewichtige, bedrohliche oder chancenreiche Entwicklungen in 30 Jahren, die bereits heute immens wichtig für die Strategieumset-zung sind. Wer diese Entwicklungen heute verschläft, holt den Rückstand auch nicht in 30 Jahren auf. Außerdem: Selbst wenn Sie weg sind – welches Vermächtnis wollen Sie denn hinterlassen?

Was unterscheidet die Studie von anderen Berater-Studien?

In einem Wort: Transfersicherung. Bei vielen Studien, nicht nur von Beratern, stehen die Erkenntnisse im luftleeren Raum. Man sieht sie – man sieht aber nicht, was man jetzt damit anfangen soll. Genau dieses Manko behebt die vorliegende Studie: Man sieht ihre Erkenntnisse und bekommt gleichzeitig gesagt, wie man diese nun in Maßnahmen und Aktionen umsetzen kann. Ein ganzes Kapitel der Studie ist diesem Praxistransfer gewidmet, rund um die zentralen Themen Wissen, Training, Kompetenz und Biases (kognitive Verzerrungen, stereotype Denkfehler).

Sagen Sie einmal in einem Satz: Was kommt denn raus?

Etwas ganz Einfaches: Es gibt nicht die eine Zukunft. Nicht für die Energiebranche. Es gibt in Zukunft nur Zukünfte. Wer für die Zukunft plant, plant schon falsch. Wer richtig plant, plant für und mit Zukünf-ten. Das Szenario ist das Planungsinstrument der Zukunft.

Was sind die Top5- Essentials?

  1. Simplizität: Nur simple Produkte, einfache Erklärungen, Botschaften, Services und Kommunika-tionsstrukturen sind zukunftsträchtig.
  2. Diversity: Transformation gelingt dann, wenn Transformationsteams interdisziplinär besetzt sind. Also nicht nur mit Ingenieuren und Technikern, sondern auch mit Sozialwissenschaftlern, Histori-kern, Psychologen, Finanzfachleuten, Stadtplanern…
  3. Open Innovation: Innovation kommt nicht mehr aus dem Geheimlabor der Unternehmen, sondern von interaktiven Plattformen mit Zugang für sämtliche Stakeholder.
  4. Employer Branding (Arbeitgeber-Markenbildung) entwickelt sich zum neuen Fundament der At-traktivität von Branche und Unternehmen.
  5. Zielgerichtete Kommunikation, z.B. in Form von Storytelling: Nicht argumentieren, sondern Bot-schaften in Geschichten verpacken.

Wie können wir die Ergebnisse der Studie für uns nutzen?

Die Studie liefert Impulse für fünf Unternehmensbereiche:

  • für die Unternehmensführung: Testung und Justierung von Strategie und Zukunftskompetenz.
  • für das Innovationsmanagement: neue Ideen generieren, Geschäftsfeldentwicklung.
  • für Marketing/PR: Kunden und Stakeholder von der eigenen Zukunftskompetenz überzeugen.
  • für das Risikomanagement: Die Studie zeigt viele mögliche Überraschungen, denkbare Ext-rementwicklungen und Wild Cards auf.
  • Transformationsmanagement: Grundlegende, tiefgreifende und anhaltende Veränderung statt kurzlebigem und partiellem „Wandel“.

Wie  kann KPMG uns bei diesem Thema helfen?

Die Zukunft ist kein Monolith. Die Bewältigung der zentralen Zukunftsherausforderungen erfordert die Bearbeitung einer ganzen Reihe von unterschiedlichen Themen in unterschiedlichen Unternehmensbe-reichen. KPMG verfügt sowohl über die Sektorexpertise als auch über die nötige Kompetenz in den Querschnittsfunktionen wie zum Beispiel Finanzen, Technologie oder Personalentwicklung, um Sie bestmöglich in allen Aspekten zukünftiger Herausforderungen zu unterstützen.

Macht KPMG jetzt auch Zukunftsforschung?

Natürlich. Je volatiler die Zukunft wird, desto nötiger und nützlicher wird diese Zukunftsforschung / Corporate Foresight.

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