Compliance: Vorsicht vor Geschenken

Compliance: Vorsicht vor Geschenken

Angesichts der steigenden Komplexität an gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen wird das Thema Compliance für Unternehmen immer wichtiger. Damit steigt auch der Druck von unterschiedlichen Zielgruppen, die Anforderungen lückenlos umzusetzen und zu dokumentieren.

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Diesen Trend hat KPMG zum Anlass genommen, ein Ergebnispapier zum Thema „Compliance-Überwachungsmaßnahmen und Compliance in der Lieferkette“ zu erstellen. Befragt wurden dafür Compliance-Verantwortliche in börsennotierten und mittelständischen Unternehmen.

Bei diesen gewinnt das Thema vor allem deshalb an Bedeutung, da Verstöße weitreichende, teils bestandsgefährdende Schäden verursachen können. Es ist daher unerlässlich, Verständnis und Wahrnehmung innerhalb der Belegschaft zu fördern und die Umsetzung zu überwachen. Dessen sind sich 92 Prozent der Befragten bewusst. Viele von ihnen greifen dabei auf den von KPMG empfohlenen Prüfungsstandard 980 des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW PS 980) zurück. Hierin sind unter anderem Dokumentationspflichten, Mängelbeseitigung und kontinuierliche Verbesserung des Überwachungssystems geregelt.

Zentrale vs. dezentrale Überwachung

Dabei spielt auch die Organisation eine Rolle. Compliance kann entweder zentral im Mutterkonzern oder dezentral in den Tochtergesellschaften geregelt und überwacht werden. Da die Themen in allen Teilen der Belegschaft angenommen und beachtet werden sollen, ist es ratsam, unterschiedliche Compliance-Stellen zu schaffen, die alle Führungsebenen widerspiegeln. Fast die Hälfte der befragten Unternehmen (46 Prozent) setzt daher auf eine Mischform aus zentraler Abteilung und dezentralen Anlaufstellen.

Compliance in der Lieferkette

An Bedeutung haben in den vergangenen Jahren auch Compliance-Bestimmungen innerhalb der Lieferkette gewonnen. Und das auf beiden Seiten: Sowohl bei den Zulieferern als auch aus Sicht der Kunden. Denn mehr als die Hälfte der Zulieferer (55 Prozent)  unterliegen regelmäßigen Compliance-Audits durch ihre Kunden. Dies bestätigen die 41,7 Prozent auf der Gegenseite, die Anforderungen an die Geschäftspartner stetig erhöhen und regelmäßig überprüfen.  Noch klarer sind die Zahlen des Ergebnispapiers wenn es um den Endverbraucher geht: Hier gaben 80 Prozent der befragten Unternehmen an, steigenden Erwartungen an Verbraucherschutz, Nachhaltigkeit/Umweltschutz, Datenschutz sowie soziale Mindeststandards gegenüber zu stehen.

Das Ergebnispapier zeigt ein erhöhtes Bewusstsein für Compliance-relevante Themen. Für die Zukunft bedeutet das für alle Unternehmen, sich auf diese hohen Anforderungen einzustellen und ein eigenes Compliance-System zu entwickeln.

Ergebnispapier: Compliance Benchmark

Compliance-Überwachungsmaßnahmen und Compliance in der Lieferkette

 
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