Shared Services in China

Shared Services in China

Standardisierung und Zentralisierung helfen, Dienstleistungen schneller und zuverlässiger zu erbringen - für den Erfolg von Unternehmen in einem wettbewerbsstarken Umfeld kann das entscheidend sein.

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In den vergangenen Jahren etablierte sich China als beliebtestes Land des Asien-Pazifik-Raumes für Shared Service Centers (SSC).

Chinaexpertin Andrea Riedmann, Partnerin bei KPMG in Mannheim, spricht im Interview darüber, wie Unternehmen dank Shared Services in China Kosten senken und Prozesse standardisieren.

Welche Rolle spielen Shared Services im chinesischen Dienstleistungssektor?

Was für die Fertigungsindustrie ein Problem darstellt, ist ein Segen für die Dienstleistungsbranche: Während es zunehmend an einfachen Arbeitern mangelt, wächst die Zahl der gut ausgebildeten Fachkräfte mit vielfältigen Qualifikationen und Sprachkenntnissen auf dem chinesischen Arbeitsmarkt. Darüber hinaus besitzt China inzwischen die größte Anzahl an Forschungs- und Entwicklungszentren weltweit. Der Erfolg der Shared Service Center in China beruht auch auf den Fördermaßnahmen und Infrastrukturprojekten, die im aktuellen Fünfjahresplan festgehalten sind. Die Pekinger Regierung plant so, ein Fundament für zukünftige Innovationen zu legen und trägt dazu bei, dass Shared Services in China mit hohen technologischen Standards angeboten werden können.

Wann lohnt sich für Unternehmen die Nutzung und Auslagerung von Shared Services in China?

Grundsätzlich sind Shared Services in China nicht nur eine Möglichkeit, Kosten zu sparen. Gerade wiederholt ablaufende Prozesse in Unternehmen können zentralisiert, standardisiert und damit auch ausgelagert werden. Besonders in den Bereichen IT, Accounting, Human Resources und Cash Management können Firmen profitieren - denn mit der Zentralisierung steigt auch der Spezialisierungsgrad und die Prozessqualität. Für Unternehmen in China sind Shared Services darüber hinaus auch interessant, da die Strukturen eine bessere Kontrolle über Daten ermöglichen und so beispielsweise auch geistiges Eigentum besser geschützt werden kann.

Natürlich darf der Kostenfaktor nicht vernachlässigt werden. Nach Anlaufinvestitionen ermöglichen SSC Einsparungen bei Lohn-, Miet- und Nebenkosten und können die Liquidität von Unternehmen verbessern, weil interne Prozesse häufig beschleunigt und gestrafft werden. Laut einer Studie von KPMG [Anmerkung der Redaktion: "Shared Services in China: Coming of age" ] aus dem Jahr 2011 hat China als Standort für das Outsourcing von Shared Services Indien und Singapur inzwischen deutlich überholt.

Welche Herausforderungen für Shared Service Center gibt es in China

Momentane wirtschaftliche Entwicklungen wie das geringere Wirtschaftwachstum der Volksrepublik, steigender Inflationsdruck sowie wachsende Lohn- und Nebenkosten in den Metropolen an der Ostküste führen dazu, dass die Produktivität in den Kernprozessen, aber auch in den Unterstützungsprozessen gesteigert werden muss, um die Chinaaktivitäten im globalen Markt wettbewerbsfähig zu halten.

Wie schätzen Sie die Perspektiven für Shared Service Center in China ein?

Wenn Unternehmen die Herausforderungen in China wie den Wandel des Arbeitsmarktes und eventuelle Risiken bezüglich des geistigen Eigentums bedenken und geeignete Maßnahmen ergreifen, dann bieten sich  ihnen in China gute Chancen, ihre Prozesse dank moderner Technologie und guter Arbeitskräfte günstiger, effizienter und zuverlässiger zu gestalten. Neue Entwicklungen wie das Cloud Computing können den Shared Services Sektor auch in China in Zukunft zusätzlich voranbringen. Insgesamt ist dies eine Branche mit Potenzial.

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