Ohne Lob nix los – warum gute Performance Anerkennung braucht

Ohne Lob nix los

Engagierte und motivierte Mitarbeiter tragen wesentlich zum Erfolg eines Unternehmens bei. Das ist unbestritten. Doch mit der Anerkennung dieser Leistung ist es häufig nicht weit her – zu selbstverständlich scheint vielen Chefs der tägliche Einsatz ihrer Mitarbeiter zu sein.

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„Ein kurzes ‚Dankeschön‘ oder ‚Prima, das ist genauso geworden, wie ich es mir gedacht habe‘, ist so normal wie einfach im Umgang miteinander. Geht aber in der Praxis immer noch zu selten über die Lippen. Die damit zum Ausdruck gebrachte Wertschätzung motiviert nicht nur, sondern bestärkt gleichzeitig, weitere Aufgaben zu übernehmen, weiterzudenken und Ideen einzubringen”, erklärt KPMG-Expertin Monika Kumetat.

Schade für beide Seiten: Denn Mitarbeiter, denen Wertschätzung und Lob dauerhaft vorenthalten wird, sind weniger motiviert und weniger leistungsbereit. Dass gute Performance Anerkennung braucht, daran erinnert einmal im Jahr der „Employee Appreciation Day“ (Tag der Mitarbeiteranerkennung), der immer am ersten Freitag im März begangen wird.

Der Stellenwert guter Mitarbeiterführung ist vielerorts noch zu gering. Wir geben fünf Tipps, wie Führungskräfte ihren Mitarbeitern Lob, Anerkennung und offene Ohren entgegenbringen können – und das nicht nur einmal im Jahr:

Vorbild sein:

Führungskräfte sollten authentisch sein und mit gutem Beispiel vorangehen. Unabhängig davon, ob es nun um eine geforderte Leistung oder um kollegiales Verhalten im Büro geht. Der Chef sollte von seinen Mitarbeitern nichts verlangen, wozu er nicht selbst bereit ist.

„Albert Schweizer hat einmal gesagt: Mit gutem Beispiel voranzugehen, ist nicht nur der beste Weg, andere zu beeinflussen, es ist der einzige. Genauso sehe ich das auch. Durch mein Vorleben führe ich, nicht durch Vorgaben ohne Vorleben“, so Kumetat.

Nicht mit Lob geizen:

Klingt selbstverständlich, ist es aber nicht. Sicherlich können die meisten Menschen ihre Arbeitsleistung auch gut selbst einschätzen. Aber woher wissen sie, dass sie einen guten Job machen, wenn der Boss permanent schweigt? Lob ist ein positives Erlebnis, es motiviert zu weiterer Leistung. Viele Menschen schätzen die lobende Erwähnung ihrer Arbeit sogar höher als eine monetäre Zuwendung.

Verantwortung übertragen:

Leistung anerkennen und Vertrauen entgegenbringen – das signalisiert der Chef seinen Mitarbeitern, wenn er ihnen Verantwortung für ein Projekt oder bestimmte Arbeitsabläufe überträgt. Wichtig ist aber: Nicht eigene lästige Verantwortung abwälzen, sondern den Mitarbeiter gemäß seiner Fähigkeiten einsetzen.

Dem kann Monika Kumetat nur beipflichten: „Ich bin da sehr durch einen meiner ersten Chefs geprägt. Er sagte damals zu mir: Geben Sie ihren Mitarbeitern Arbeit, bei der sie ihre Fähigkeiten voll ausschöpfen müssen. Geben Sie ihnen alle notwendigen Informationen. Erläutern Sie ihnen klipp und klar, was es zu erreichen gilt. Und dann – lassen Sie sie in Ruhe.“

Kollegialer und respektvoller Umgang:

Lobende Worte und Verantwortung sind schön, aber nur halb so viel wert, wenn die allgemeinen Umgangsformen des Vorgesetzten zu wünschen übrig lassen. Wer Mitarbeiter unfair und respektlos behandelt, wird sie auch mit punktuell geäußertem Lob nicht sonderlich motivieren können – und ihrer Loyalität kann sich der Arbeitgeber ebenfalls nicht sicher sein.

Direktes und zeitnahes Feedback:

Eine falsche Entscheidung, ein suboptimales Arbeitsergebnis – jedem Mitarbeiter können Fehler unterlaufen. In diesem Fall: Kritisieren ja, aber offen und direkt. Niemals per E-Mail oder hinter dem Rücken des Betroffenen. Wer mit der Leistung des Mitarbeiters ansonsten sehr zufrieden ist, kann über kleine Fehler auch mal hinwegsehen. Dann müssen sie aber auch wirklich verziehen sein, und dürfen dem Kollegen nicht später bei vermeintlich passender Gelegenheit wieder vorgehalten werden.

Fragt man Menschen, was sie glücklich macht, rangiert der Job, in dem sie sich weiterentwickeln können, in dem sie wertgeschätzt werden und bedeutungsvolle Dinge verrichten können, genauso hoch wie ein stabiles und zufriedenes Privatleben. Dieser Umstand ist es, der das Thema Mitarbeiterzufriedenheit zu einer so spannenden Sache für jedes Unternehmen macht.

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