Expertentipp: Geld, Macht, Liebe und Glück

Expertentipp: Geld, Macht, Liebe und Glück

Damit Ihr Familienunternehmen nicht zur Daily Soap wird. Deutschlands Wirtschaft läuft rund. Familienunternehmen haben daran einen enormen Anteil. Aber läuft auch alles rund im Familienbetrieb?

Ansprechpartner

Verwandte Inhalte

Solange der Unternehmensgründer das Sagen hat schon. Auch noch in der zweiten Generation, wenn eine Tochter oder der Sohn Führungspotenzial entwickelt und der Unternehmensgründer seine Nachfolge zeitangemessen bestimmt. Aber was, wenn weitere Kinder partout nicht so wollen wie Herr Papa? Oder bereits mehrere Enkel um die Führung des Unternehmens balgen? Ein Streit kommt zwar in den besten Familien vor – kann bei einem Unternehmen aber schnell die Existenz gefährden.

Streitkultur oder verstritten?

Kein Unternehmen kann sich auf Dauer einen Zweifrontenkrieg leisten. Firmen kämpfen jeden Tag um Marktanteile. Rivalitäten in der Gesellschafterfamilie sind da nicht hilfreich. Aber klare Vorgaben in Form einer Familienverfassung oder Familien-Charta. Frühzeitig initiiert gibt sie dem Unternehmen und der Familie klare Regeln und hilft Erwartungen zu managen. Dabei geht es nicht um die Fortführung einer einmal eingeschlagenen Unternehmensstrategie – diese muss den aktuellen wirtschaftlichen Gegebenheiten kontinuierlich angepasst werden. Vielmehr geht es um die universellen Fragen jeder Familie: Macht, Geld, Liebe, persönliches Glück. 

25 Prozent aller Familienunternehmen haben bereits eine Familienverfassung – sie agieren wirtschaftlich erfolgreicher als ihre Konkurrenz.

Wer hat bei uns die Kontrolle…und wann komme ich in die Geschäftsführung? Wer erbt was? Und was passiert, wenn mein Cousin meine Meinung einfach nicht teilen will? Der beste Weg Unstimmigkeiten aus dem Weg zu gehen ist, sie offen anzusprechen. Ein zunehmender Anteil an Gesellschaftern erschwert dies allerdings, denn oft kennt man sich kaum. Deshalb bietet sich ein institutionalisierter Austausch an. Eine Familienverfassung kann beispielsweise Familientage vorgeben, um sich besser kennenzulernen und um mögliche Dispute zu diskutieren – und zu lösen. Dass sich Familien Regeln für den Umgang mit ihrem unternehmerischen Vermögen geben, ist nicht neu. Adelshäuser hatten schon immer solche Regeln. Neu ist, dass das Regelwerk nicht von einem bestimmt, sondern im Konsens erarbeitet wird.

Ein kompetenter Beirat

Ein festes Wertegerüst unterstützt die nachhaltige Entwicklung von Unternehmen. Aber sind diese Werte noch zeitgemäß? Gerade bei Familienunternehmen mit einer Vielzahl an Gesellschaftern ist es oft sinnvoll, der Geschäftsführung einen Beirat zur Seite zu stellen. Dieser unterstützt die Geschäftsführung beratend und kann – im Sinne der Gesellschafter – Fehlentscheidungen verhindern. Ein Beirat in Familienunternehmen sollte mit kompetenten Personen besetzt sein – und nicht zwingend mit dem Senior-Chef als dominierendem Vorsitzenden. Familien- und Unternehmensfremde haben meistens einen neutralen Blick auf Streitigkeiten und auch auf die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens.

Familienunternehmen mit einem Beirat sagen zu 85 %: Der Beirat als Sparringspartner steigert den Erfolg.

Unternehmen mit zwei oder mehr Gesellschaftern sollten aktiv über eine Familienverfassung und – ab einer gewissen Unternehmensgröße – auch über die Etablierung eines Beirats nachdenken. Unabhängig davon, ob die Gesellschafter im Unternehmen tätig oder nicht tätig sind. Im Besonderen natürlich, wenn bereits latente Konflikte unter den Gesellschaftern bestehen und die Anzahl der Gesellschafter durch Nachfolge noch steigen wird.

Sprechen Sie uns gerne an – wir sind die Experten für Familienunternehmen und Unternehmerfamilien.

 

 
Lesen Sie mehr

Familienunternehmen und Mittelstand

Ob Assurance, Governance, Nachfolge, Philanthropie, Vermögenserhalt, Wachstum oder Ausstieg - auf unsere Erfahrung können Sie sich verlassen.

 
Lesen Sie mehr

KPMG International erbringt keine Dienstleistungen für Kunden. Keine Mitgliedsfirma ist befugt, KPMG International oder eine andere Mitgliedsfirma gegenüber Dritten zu verpflichten oder vertraglich zu binden, ebenso wie KPMG International nicht autorisiert ist, andere Mitgliedsfirmen zu verpflichten oder vertraglich zu binden.

So kontaktieren Sie uns

 

Angebotsanfrage (RFP)

 

Absenden

KPMG's neue digitale Plattform

KPMG's neue digitale Plattform