E-DRS 31 – Konzerneigenkapital

E-DRS 31 – Konzerneigenkapital

Am 12. März 2015 hat das Deutsche Rechnungslegungs Standards Committee (DRSC) den überarbeiteten Entwurf eines Deutschen Rechnungslegungs Standards zum Konzerneigenkapital (E-DRS 31) zwecks erneuter Stellungnahme herausgegeben. Bereits im Februar 2014 wurde ein entsprechender Entwurf als E-DRS 29 veröffentlicht.

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Nach seiner endgültigen Verabschiedung soll der Standard den geltenden DRS 7 Konzerneigenkapital und Konzerngesamtergebnis ersetzen.Ziel der umfangreichen Überarbeitung von DRS 7 bleibt es, die gesetzlichen Regelungslücken bei der Darstellung des Konzerneigenkapitals, insbesondere von Personenhandelsgesellschaften und bei der Bilanzierung eigener Anteile, zu schließen. Darüber hinaus sind Änderungen der formalen Darstellung des Konzerneigenkapitals vorgesehen.

Änderungen der formalen Darstellung des Konzerneigenkapitals

Die Zusammensetzung des Konzerneigenkapitals und dessen Veränderungen im Konzerneigenkapitalspiegel sollen weiterhin in der bewährten Matrixform dargestellt werden. Neben einem Muster für einen Konzerneigenkapitalspiegel einer Kapitalgesellschaft enthält der Entwurf nun auch eine Vorlage für Personenhandelsgesellschaften.

Diese in den Anlagen 1 und 2 dargestellten Mustervorlagen sollen insofern verbindlich sein, als dass der Konzerneigenkapitalspiegel die dort aufgeführten Posten mindestens enthalten muss. Werden in der Konzernbilanz aufgrund von Bilanzierungsvorschriften oder branchenspezifischen Sonderregelungen die Posten des Konzerneigenkapitals weiter untergliedert oder neue Posten hinzugefügt (zum Beispiel für Genussrechtskapital oder anderes Mezzanine-Kapital), so sollen diese auch in den Konzerneigenkapitalspiegel übernommen werden. Dadurch soll eine Abstimmung mit der Konzernbilanz gewährleistet werden. Mit diesen Regelungen geht der vorliegende Standardentwurf deutlich über die bisher geforderte Mindestgliederung hinaus: Sind zum Beispiel die Posten „Gewinnrücklagen“, „Gewinn- bzw. Verlustvortrag“ und „Konzernjahresüberschuss bzw. -fehlbetrag“ nach derzeit geltendem DRS 7 zu einem Posten „Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital“ zusammenzufassen, fordert der Standardentwurf nunmehr einen separaten Ausweis jedes einzelnen Bilanzpostens in den Spalten des Konzerneigenkapitalspiegels.

Eine Erleichterung sieht der Standard dahingehend vor, dass im Unterschied zu DRS 7 ein Konzerneigenkapitalspiegel für das Vorjahr nicht mehr verpflichtend aufzustellen sein soll, obgleich weiterhin eine Empfehlung zur Aufstellung vorgesehen ist. E-DRS 31 empfiehlt zudem, sowohl für Mutterunternehmen in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft als auch einer Personenhandelsgesellschaft eine Konzernergebnisverwendungsrechnung aufzustellen. 

Besonderheiten bei der Darstellung des Konzerneigenkapitals bei Personenhandelsgesellschaften

In der Neufassung des Standards soll klargestellt werden, dass die Regelungen zum Eigenkapitalausweis im Jahresabschluss von Personenhandelsgesellschaften trotz fehlendem Verweis auch im Konzernabschluss zur Anwendung kommen. In der Folge wird vorgeschlagen, die Kapitalanteile der Gesellschafter und die Verbindlichkeiten gegenüber Kommanditisten auch im Konzernabschluss in gleicher Höhe wie im Jahresabschluss des Mutterunternehmens auszuweisen. Ergebnisse aus anderen Konzernunternehmen müssen, sofern sie nicht über Ergebnisabführungsverträge oder phasengleiche Ergebnisvereinnahmung bereits im Jahresabschluss der Muttergesellschaft vereinnahmt sind, laut Begründung zum E-DRS 31 in die Konzerngewinnrücklagen eingestellt oder mit diesen verrechnet werden. Ein nach Verrechnung etwaig verbleibender Unterschiedsbetrag sollte gesondert ausgewiesen werden.

Weitere Anmerkungen

Der Standard wäre erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die nach dem 31. Dezember 2015 beginnen. Der Standardentwurf steht auf der Internetseite des DRSC zum Download bereit. Weitere ausführliche Informationen zum E-DRS 31 finden Sie in unseren Accounting News April 2015.

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