Wenn der Chef lacht, scheint im Team die Sonne

Wenn der Chef lacht, scheint im Team die Sonne

„Wie der Herr, so’s G’scherr“ fasst das alte deutsche Sprichwort eine der großen Herausforderungen der modernen Arbeitswelt zusammen: Jeder Vorgesetzte bekommt die Mitarbeiter, die er verdient. Denn der Chef bestimmt das Betriebsklima.

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Ein positives Betriebsklima kann die Bilanz eines Unternehmens Studien zufolge um nahezu ein Drittel verbessern. Genau dieses positive Klima hängt aber entscheidend von der Führung ab. Denn den größten Einfluss auf Stimmung, Leistungsbereitschaft und Motivation eines arbeitenden Menschen jedweder Hierarchieebene hat der unmittelbare Vorgesetzte. „eben Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz eines Vorgesetzten in unseren dynaxen, das heißt dynamischen und komplexen, Zeiten spielen immer stärker persönliche Kompetenzen eine Rolle für Führungserfolg.

Menschen reagieren am stärksten auf Menschen – erst danach zählen Sach- und Rahmenbedingungen. Nur ein Chef kann fragen ‚‘Was haben Sie denn da nur gemacht?“ Arbeitsbedingungen entwickeln kein solches affektives Impact-Potenzial. Sie sind eher für latente oder offene Unzufriedenheit verantwortlich. Der Chef wird dagegen als nachhaltiger Einflussfaktor vom Mitarbeiter wahrgenommen. Arbeitsbedingungen können sich jederzeit ändern, Führungskräfte bleiben jedoch bestehen, es sei denn sie gehen. Aber damit rechnet der Mitarbeiter in der Regel nicht.

Kulturwandel bei Entscheidern

Doch auch Chefs fühlen sich zunehmend gefangen in einem Wertsystem, das nicht ihrem eigenen entspricht. So zeigt die aktuelle Studie „Führungskultur im Wandel“, dass die allermeisten Manager nicht mehr daran glauben, dass sie hierarchische Führung der Schlüssel zum Erfolg ist. Sie haben das Gefühl, dass die Art der gängigen Führung in Deutschland nicht den heutigen und zukünftigen Anforderungen entspricht. Für die Untersuchung wurden 400 Entscheider befragt.

Die Befragten definierten als Instrumente zur Mitarbeitermotivation Wertschätzung, Entscheidungsfreiräume und Eigenverantwortung. Dafür müssen sie allerdings in der Lage sein, mit Mitarbeitern zu kooperieren, empathisch sein und zu reflektieren. Viele Teilnehmer der Studie nannten daher persönliches Coaching als unverzichtbares Werkzeug für ihre Führung.

Gute Chefs haben Persönlichkeit

Chefs, die sich ihrer Persönlichkeit und die ihrer Mitarbeiter bewusst sind, haben es generell leichter und sind erfolgreicher. Doch warum fällt es vielen Führungskräften schwer mit Persönlichkeit zu führen? Ein einfacher Grund: Es macht Arbeit. Zu kritisieren und abzuwerten ist einfacher als einen Mitarbeiter bei Fehlern mit den Worten aufzubauen: ‚Menschenskind, Sie sind einer meiner besten Leute und jetzt liefern Sie mir sowas. Das können Sie doch tausendmal besser. Gute Chefs beherrschen diese Fähigkeit und die, die es werden wollen, können ihre Persönlichkeit durch Trainings aufbauen.

Doch es gibt auch einfache Regeln für die gute Atmosphäre im Büro, die sich jeder bewusst machen sollte: Lob und Anerkennung, ein offenes Ohr, qualifizierte Kritik, Mitarbeiter im Bilde halten und seine Laune einfach mal für sich behalten. Wer also über entsprechende fachliche, methodische, soziale und persönliche Kompetenz verfügt, kann praktisch nicht verhindern, dass er tolle Mitarbeiter bekommt.

Redaktion: Melanie von Marschalck

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