Kassenfinanzen unter der Lupe

Kassenfinanzen unter der Lupe

Seit Jahresbeginn dürfen die gesetzlichen Krankenkassen wieder einen Zusatzbeitrag erheben, dessen Höhe sie selbst festlegen können. Bei vielen Versicherten gehen bei diesem Thema die Warnleuchten an. Die Deutschen sind mittlerweile äußerst preissensibel und schauen genau auf das Preis-Leistungs-Verhältnis ihrer Krankenkasse.

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Seit Ende vergangenen Jahres können sich Versicherte zudem sehr genau über die Vermögens- und Ertragslage ihrer Kasse informieren. Der Gesetzgeber hat sich mehr Transparenz in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) auf die Fahnen geschrieben und die Kassen dazu verpflichtet, seit Ende 2014 wesentliche Ergebnisse ihrer Rechnungslegung zu veröffentlichen – und zwar nach einheitlichem Muster und in einer für die Versicherten verständlichen Art und Weise.

Vom Gesetzgeber gewollt: Transparenz und Effizienz

Die neuen Transparenzanforderungen hat der Gesetzgeber mit dem GKV-Versorgungstrukturgesetz (GKV-VStG) bereits 2011 auf den Weg gebracht. Mit Wirkung zum 1. Januar 2014 ist es in Kraft getreten. Für die Kassen ist der dort neu gefasste Paragraph 305b des fünften Sozialgesetzbuches (SGB V) maßgeblich.

Versichertenentwicklung und Verwaltungsausgaben: Wie solide wirtschaftet meine Kasse im Vergleich?

Die neuen Transparenzvorschriften sollen Versicherten dabei helfen, fundierte Erkenntnisse zur wirtschaftlichen Lage ihrer Krankenkasse zu erhalten. Zusätzlicher Effekt: Die Vergleichbarkeit zwischen den einzelnen Kassen wird einfacher. Nahezu alle Kassen haben ihre Jahresrechnungsergebnisse für das Berichtsjahr 2013 bereits im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Mit den Daten sollen eine mögliche Insolvenz oder die mögliche Erhebung von Zusatzbeiträgen frühzeitig erkannt werden können. Das erhöht die Reaktionsfähigkeit der Versicherten: Sie könnten präventive Maßnahmen ergreifen – beispielsweise in Form eines Kassenwechsels.

In die Veröffentlichung gehören mindestens:

  • die Mitglieder- und Versichertenentwicklung, die als absolute Werte für das Berichtsjahr und als prozentuale Veränderungsraten gegenüber dem Vorjahr anzugeben sind,
  • die Einnahmen, darunter die Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds, die Zusatzbeiträge und die sonstigen Einnahmen,
  • die Ausgaben, darunter 19 wesentliche Leistungsausgaben, die Prämienauszahlungen, die Verwaltungsausgaben und die sonstigen Ausgaben,
  • das Vermögen, darunter die Betriebsmittel, die Rücklagen und das Verwaltungsvermögen.

Was macht der Wettbewerb?

Die Antwort auf diese Frage interessiert nicht nur die Versicherten, sondern auch die Krankenkassen selbst. Denn nur wer den Wettbewerb richtig einschätzen kann und über eine fundierte Datenbasis verfügt, der ist auch wirtschaftlich langfristig erfolgreich.

KPMG aggregiert die nach § 305b SGB V zu veröffentlichenden Daten im neuen Benchmarkingtool „GKV-Data- Monitor“ und analysiert anhand ausgewählter Kennzahlen die Wettbewerbssituation einzelner Krankenkassen und Kassenarten. Das Benchmarking beinhaltet umfangreiche betriebswirtschaftliche Vergleiche der Kassen untereinander und gegenüber Vergleichsgruppen. Es erlaubt damit eine realistische Bewertung der Wettbewerbssituation einzelner Kassen heute und im zeitlichen Verlauf.

Redaktion: René Stüwe

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